Zeugungsfähigkeit

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 12. März 2017
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Die Zeugungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit von Männern und Frauen, gemeinsam mit einem Partner ein Kind zu zeugen. Sie tritt erstmals mit der Geschlechtsreife auf und bleibt beim Mann ein Leben lang erhalten, während sie bei der Frau mit der Menopause endet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Zeugungsfähigkeit?

Von Zeugungsfähigkeit ist die Rede, wenn ein Mensch sich in einer Lebensphase befindet, in der er körperlich dazu in der Lage ist, ein Kind zu zeugen. Die Zeugungsfähigkeit beginnt bei Jungen und Mädchen mit dem Eintritt der Geschlechtsreife.

Bereits kurz davor sind Kinder am Anfang der Pubertät schon zeugungsfähig: noch vor der ersten Monatsblutung beim Mädchen findet ein Eisprung statt und vor dem ersten Samenerguss des Jungen werden Spermien produziert.

Die Zeugungsfähigkeit hält mehrere Jahrzehnte an und ist je nach Lebensphase mehr oder weniger gut. Bei gesunden Männern und Frauen ist die Zeugungsfähigkeit in ihren 20er und 30er Jahren am besten, doch bereits ab dem dritten Lebensjahrzehnt nimmt sie schon wieder ab.

Männer produzieren ein Leben lang Spermien und sind somit theoretisch bis zu ihrem Tod zeugungsfähig. Bei Frauen hält die Zeugungsfähigkeit nur bis zum Einsetzen der Menopause an. Zwar können Frauen auch während der Menopause noch schwanger werden, da die letzten Eizellen noch heranreifen, allerdings ist das unwahrscheinlich.

Frauen nach der Menopause haben ihre natürliche Zeugungsfähigkeit vollständig verloren. Das Einsetzen und Austragen einer künstlich befruchteten Eizelle ist dann jedoch noch immer möglich.

Funktion & Aufgabe

Die Zeugungsfähigkeit ist der wichtigste Baustein der menschlichen Fortpflanzung. Ohne funktionierende Eizellen und Spermien kann kein neues Leben entstehen und der Mensch würde keine Nachfahren hinterlassen.

Zur Zeugungsfähigkeit gehört jedoch körperlich betrachtet mehr als die Fähigkeit, ein Kind gemeinsam mit einem Partner zu zeugen. Die Zeugungsfähigkeit geht mit dem Erreichen der Geschlechtsreife einher, die weder zu früh noch zu spät passieren darf. Der verfrühte Eintritt der Zeugungsfähigkeit würde sonst zu frühen Schwangerschaften führen, zu denen das Mädchen körperlich noch nicht bereit ist.

Außerdem gehört zum Beginn der Zeugungsfähigkeit auch der Beginn der Pubertät, der den Körper von Mädchen und Jungen stark verändert und dazu bereit macht, sich fortzupflanzen und sich um ein Kind zu kümmern. Mit der Zeugungsfähigkeit gehen hormonelle Veränderungen im Körper einher, die über die Jahre der Pubertät hinweg körperlich aus Kindern erwachsene Menschen machen.

Die Zeugungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit von Männern und Frauen, gemeinsam mit einem Partner ein Kind zu zeugen.

Um zeugungsfähig zu sein, müssen nicht nur Funktion und Qualität von Eizellen und Spermien stimmen, auch die körperlichen Voraussetzungen müssen gegeben sein. Bei der Frau müssen die Eileiter frei von Blockaden sein, Erkrankungen wie die Endometriose können die Zeugungsfähigkeit stark einschränken.

Auch körperliche Fehlfunktionen, die sich negativ auf die Zeugungsfähigkeit auswirken, müssen ausgeschlossen oder behandelt sein, um Zeugungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Zeugungsfähigkeit bezeichnet allerdings nicht die Fähigkeit der Frau, ein Kind bis zum Ende auszutragen oder ein gesundes Kind zu zeugen, sondern nur, überhaupt eine Schwangerschaft entstehen zu lassen. Können die Spermien des Mannes also eine Eizelle der Frau befruchten, gilt das Paar als zeugungsfähig.

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Krankheiten & Beschwerden

Die Zeugungsfähigkeit ist in der modernen Gesellschaft eines der häufigsten gesundheitlichen Probleme, das sich aber nicht sofort zeigen muss. Viele Männer und Frauen sind von mangelnder Zeugungsfähigkeit betroffen, was spätestens dann zum Problem wird, wenn ein ernsthafter Kinderwunsch besteht.

Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit können sich durch eine ungesunde Lebensweise ergeben. Zigaretten- und Alkoholgenuss sind dafür bekannt, die Qualität von Spermien einzuschränken und auch den weiblichen Körper negativ zu beeinflussen, jedoch zeigt sich das bei Frauen oft eher in der Schwangerschaft.

Fettige Nahrung und Lebensmittel mit wenigen wertvollen Nährstoffen tragen ebenfalls ungünstig zur Fruchtbarkeit bei, da sie die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen. Gleichzeitig führt eine solche Lebensweise oft zu Übergewicht, dieses wiederum bringt den gesunden Hormonhaushalt durcheinander und kann sich gerade bei Frauen negativ auf die Zeugungsfähigkeit auswirken.

Körperliche Beeinträchtigungen wie Knicke, Engstellen oder Erkrankungen von Ei- und Samenleitern führen ebenfalls zu verringerter Zeugungsfähigkeit. Sie lassen die Fortpflanzungszellen entweder gar nicht oder nicht mehr richtig durch, wodurch eine Eizelle es nicht in die Gebärmutter schafft und Spermien nicht zur Eizelle gelangen.

Angeborene Fehler lassen sich häufig durch kleine operative Eingriffe korrigieren, wodurch die Zeugungsfähigkeit fast vollständig wiederhergestellt werden kann und einer natürlichen Schwangerschaft nichts mehr im Wege steht.

Seltener sind seelische Ursachen. Sexuelle Schwierigkeiten wie Unlust oder Erektionsprobleme entstehen auch durch Stress, Belastung und Anstrengung. Die Zeugungsfähigkeit kann dauerhaft eingeschränkt sein. Seelische Auslöser kommen jedoch nur nach Abklärung aller körperlichen Faktoren in Frage.

Die Zeugungsfähigkeit kann durch Medikamente und Behandlungen schwerer Krankheiten entweder stark beeinträchtigt oder vollständig zerstört werden. Chemotherapien oder Bestrahlungen sind je nach Stelle der Krebserkrankung oder Art des Wirkstoffs dafür bekannt, sich negativ auf die reproduktiven Organe und deren Zellen auszuwirken. Ob die Zeugungsfähigkeit danach wieder hergestellt werden kann, hängt von der Dauer der Behandlung und vom Wirkstoff ab.

Auch die Erkrankung selbst kann die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen, beispielsweise bei einer Krebserkrankung der Geschlechtsorgane selbst. Dies sind allerdings seltene Fälle und werden vom behandelten Arzt auch zuletzt untersucht, da bei mangelnder Zeugungsfähigkeit viel häufiger die Lebensweise der Betroffenen eine Rolle spielt.

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