Zahnmedizinische Instrumente

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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In der Praxis werden unterschiedliche zahnmedizinische Instrumente benutzt, von Zahnärzten wie von Fachangestellten. Alle Instrumente stellen eine Hilfe dar, um ein medizinisch und ästhetisch optimales Ergebnis zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind zahnmedizinische Instrumente?

Das Instrumentarium stellt die Gesamtheit aller nutzbaren Werkzeuge in einer Praxis dar. Darunter fallen Einwegartikel, wie auch Materialen, die aufbereitet werden können. Diese Werkzeuge bestehen immer aus Materialen, die hoher Hitze, Druck und Chemikalien standhalten können, um sie keimfrei aufbereiten zu können.

Formen, Arten & Typen

Zum allgemeinen Instrumentarium gehören Stahlinstrumente zum Untersuchen der Mundhöhle sowie zum Modellieren und Stopfen von Füllmaterialien. Sauger, Küretten und Scaler gehören hauptsächlich in den Arbeitsbereich der Fachassistenz. Schleifinstrumente wie Bohrer, Fräsen und Polierer kommen in der konservierenden und chirurgischen Therapie zum Einsatz, sowie zum Bearbeiten von Zahnersatz, sowohl aus Metall als auch Kunststoff. Auch Instrumente für die Wurzelbehandlung werden dort verwendet. In der Chirurgie nutzt der Zahnarzt hauptsächlich Spritze, verschiedene Hebel und Zangen.

Aufbau & Funktionsweise

Das Instrumentarium stellt die Gesamtheit aller nutzbaren Werkzeuge in einer Praxis dar. Darunter fallen Einwegartikel, wie auch Materialen, die aufbereitet werden können.

Zu den Stahlinstrumenten gehören das Grundbesteck, bestehend aus Spiegel, Sonde und Pinzette, sowie Modellierinstrumente, die kugel- oder birnenförmig sind sowie der Heidemannspatel, der zwei glatte, flache Seiten aufweist. Die Sauger sind unterschiedlicher Gestalt. Der kleine Sauger ist flexibel und weist eine kleine, siebartige, abnehmbare Kappe auf. Der große Sauger ist starr, dabei auch durch eine leichte Krümmung und flache Gestaltung der Rückseite an anatomische Gegebenheiten angepasst. Beide bestehen aus Kunststoff.

Diamantbohrer und Hartmetallbohrer gibt es in unterschiedlichen Formen für die variablen Einsatzgebiete und benötigten Formgebungen, darunter fallen z.B. Torpedo-, flammen- oder birnenförmige Arten. Zusätzlich weisen Diamantbohrer unterschiedliche Körnungen auf. Außerdem benötigen sie Wasser, um bei der hohen Drehzahl gekühlt werden zu können.

Polierer bestehen aus Hartgummi oder Stein und weisen, wie die Hartmetall- und Diamantbohrer, unterschiedliche Formen auf. Fräsen bestehen hauptsächlich aus Hartmetall und haben verschiedene Schneidkanten.

Küretten und Scaler haben zwei scharfe Kanten. Der Scaler hat, im Gegensatz zur Kürette, eine scharfe Spitze. Der Fachhandel bietet einfach gebogene oder wellenförmige Küretten an, sodass alle Seiten eines Zahnes erreicht und gesäubert werden können.

Bei einer Extraktion eines Zahnes kommen Hebel und Zange zum Einsatz, sowie eine Spritze zur Betäubung. Die Spritze weist ein Metallgehäuse auf, in dem die Ampulle mit dem Anästhetikum Platz findet, das bei manchen Spritzenformen noch einen Berstschutz aufweist, da bei einigen Arten ein hoher Druck entsteht. Ein Kolben drückt das Mittel nach Vorn, sodass es langsam oder stoßweise injiziert werden kann. Der Hebel hat einen prominenten Griff, damit er sicher in der Hand liegt und genügend Kraft übertragen werden kann.

Die Zange hat, je nach Einsatzgebiet, Branchen, die im 90°Grad Winkel senkrecht oder waagerecht angelegt sind. Die Griffe haben meist eine rauere Oberfläche für einen sicheren Halt.

Bei der Wurzelbehandlung werden Feilen genutzt, deren Strukturen einer Gewindeform ähneln. Sie haben einen unterschiedlichen Durchmesser und sind entweder starr oder flexibel, können per Hand oder maschinell gesteuert werden.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Das Grundbesteck dient vornehmlich zur Untersuchung der Zähne. Der Spiegel wird dabei zum Betrachten der verschiedenen Seiten der Zähne eingesetzt, aber auch zum Weghalten der Zunge oder zum Fixieren der Watterollen. Mittels Sonde werden die Zähne auf überstehende Füllungsränder abgetastet sowie auf weiche, kariöse Stellen überprüft. Mithilfe der Pinzette werden Materialen in den Mund eingebracht oder entfernt.

Die Sauger werden zum Trockenhalten eingesetzt. Der kleine Speichelzieher nimmt mittels Unterdruck den Speichel auf und ist unterstützend zur Watterolle. Der große Sauger zieht das Aerosol, welches die Bohrer bei ihrer hohen Umdrehung kühlt, ein. Außerdem wird mit der flachgestalteten Rückseite Wangenschleimhaut oder Zunge abgehalten, sodass die Verletzungsgefahr durch den Bohrer verhindert wird.

Die verschiedenen Bohrer werden zum vorsichtigen Entfernen von Karies, zur Formgebung für Füllungen oder zum Präparieren der Zähne für festsitzenden Zahnersatz benötigt. Für die Entfernung von kariöser Substanz nutzt der Zahnarzt den kugelförmigen Rosenbohrer. Mit den scharfen Kanten schält er schichtweise die weiche, kariöse Zahnsubstanz aus dem Zahn. Hartmetallbohrer werden beim Präparieren des Zahnes benutzt, damit z.B. eine Füllung eingebracht werden kann. Um einen Zahn für eine Krone vorzubereiten, muss der Zahnschmelz entfernt werden. Da Zahnschmelz die härteste Substanz im Körper ist, muss ein Diamantbohrer eingesetzt werden. Mit diesem kann der Zahnschmelz abgetragen und der Zahn in die benötigte Form geschliffen werden.

Nach dem Legen einer Füllung oder dem Einschleifen von festsitzendem Zahnersatz, z.B. Kronen oder Brücken, erfolgt die Glättung der Oberflächen mittels Polierer.Fräsen werden zum Entfernen von Druckstellen an herausnehmbaren Zahnersatz genutzt.

Küretten und Scaler werden zum Entfernen von harten Belägen benutzt, die sowohl oberhalb, aber auch als Konkremente, unterhalb des Zahnfleisches angesiedelt sind.

Mittels Hebel lockert der Zahnarzt den Zahn im Zahnfach und drückt ihn dabei schon leicht nach oben. Mithilfe einer Zange kann er den Zahn sicher greifen und mit hebelnden Bewegungen aus dem Mund entfernen, ohne umliegendes Gewebe stark zu schädigen.

Die Feilen, die bei einer Wurzelbehandlung zum Einsatz kommen, tragen abgestorbenes Nervengewebe und anschließend Gewebe von der Wurzelkanalwand ab, um den Zahn für die weiter Behandlung zu säubern und den Zugriff zu vergrößern.

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