Zahnarztphobie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Zahnarztphobie: Wenn der Besuch beim Zahnarzt unmöglich wird.

Der Gang zum Zahnarzt ist für viele Menschen eine nahezu unüberwindbare Hürde. Die Aussicht auf oft schmerzhafte Behandlungen mit unangenehmen Nachwirkungen lassen den Besuch wenig verlockend erscheinen. Drei von vier Menschen leiden unter der Angst vor dem Zahnarzt, wie stern.de berichtet. Tatsächlich geben die meisten Menschen bei einer Befragung an, dass sie den Besuch beim Zahnarzt für den unangenehmsten Arztbesuch überhaupt halten. Dabei ist Zahngesundheit ein wichtiger Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens und sollte deshalb die notwendige Aufmerksamkeit erhalten.

Aber was tun, wenn die Angst so groß ist, dass ein regelmäßiger Zahnarztbesuch unmöglich wird? Werden routinemäßige Kontrollen oder sogar notwendige Zahnbehandlungen aus Angst vermieden, kann die Zahngesundheit stark darunter leiden – und damit früher oder später das gesamte Wohlbefinden und die Lebensqualität. Wer unter akuter Angst vor dem Zahnarzt leidet, sollte deshalb nicht verzweifeln sondern sich dem Problem stellen. Die moderne Medizin hat verschiedene Möglichkeiten entwickelt, um mit der Zahnarztphobie umzugehen.

Inhaltsverzeichnis

Angst ist nicht gleich Angst

Wer nicht gern zum Zahnarzt geht, spricht schnell von Zahnarztangst, auch Zahnarztphobie genannt. Dabei sind die Formen der Angst, die Patienten vor der Behandlung beim Zahnarzt empfinden, sehr unterschiedlich ausgeprägt. Oft lässt sich die Wurzel des Problems bis in die Kindheit zurückverfolgen. Eine besonders unangenehme oder schmerzhafte Erfahrung steckt nicht selten vor der Angst vor späteren Behandlungen. Aber nicht immer hat die Abneigung gegenüber dem Zahnarztstuhl rationelle Gründe und so mancher Mensch meidet Besuche beim Zahnarzt, obwohl er selbst nie eine negative Erfahrung gemacht hat.

Die Angst vor dem Zahnarzt ist aber vor allem im Hinblick auf die Intensität und auf die Folgen, die daraus erwachsen, von Patient zu Patient verschieden. Unbehagen vor dem Besuch in einer Zahnarztpraxis kennen sehr viele Menschen. Dabei ist aber nicht immer gleich von Angst zu sprechen, und die meisten Patienten überwinden ihre Abneigung trotzdem regelmäßig, um ihren Zähnen die empfohlenen Routineuntersuchungen und notwendige Behandlungen zukommen zu lassen.

Von einer regelrechten Zahnarztphobie sprechen Experten dagegen, wenn die Angst so groß wird, dass die Patienten nicht mehr in der Lage sind, einen routinemäßigen oder sogar einen notwendigen Zahnarztbesuch zu meistern. Sie nehmen selbst starke Schmerzen in Kauf, um sich nicht behandeln lassen zu müssen. Dadurch können schwerwiegende Problematiken unerkannt bleiben und zu nachhaltigen und zum Teil irreparablen Schädigungen der Zähne, des Zahnfleisches und des Kiefers führen.

Menschen, die unter einer akuten Zahnarztphobie leiden, verlieren meist nach und nach an Lebensqualität durch einen sich stetig verschlechternden Gesundheitszustand. Gerade dann ist es wichtig, an sich selbst und an der Angst vor dem Zahnarzt zu arbeiten und diese mit der Unterstützung von Experten zu überwinden.

Die Angst vor dem Zahnarzt besiegen

Drei von vier Menschen leiden unter der Angst vor dem Zahnarzt, wie stern.de berichtet. Tatsächlich geben die meisten Menschen bei einer Befragung an, dass sie den Besuch beim Zahnarzt für den unangenehmsten Arztbesuch überhaupt halten.

Zahnarztphobie ist ein weit verbreitetes Problem. Allein in Deutschland leiden rund 5 Millionen Menschen unter der Angststörung, wie die Deutsche Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie berichtet. Führt die Phobie allerdings zu einem tiefgreifenden Vermeidungsverhalten, bei dem der Besuch beim Zahnarzt selbst bei starken Beschwerden vermieden wird, besteht dringender Handlungsbedarf.

Hilfreich ist in diesem Fall eine von einem Psychologen begleitete Verhaltenstherapie, bei der der Angstpatient schrittweise an den Zahnarztbesuch herangeführt wird. In Gesprächen wird zunächst die Ursache für die Angst vorm Zahnarzt ergründet. Häufig ist eine negative Erfahrung vorausgegangen oder das Thema Zahnarzt wurde bereits in der Kindheit negativ behaftet, weil beispielsweise ein Elternteil die eigene Angst vorm Zahnarzt an die Kinder weitergegeben hat. Der Ursache für die Phobie werden anschließend rationale Gründe für den Besuch beim Zahnarzt gegenübergestellt, die das eigene Wohlbefinden und den allgemeinen Gesundheitszustand und die damit einhergehende Lebensqualität im Fokus haben.

Erst nach dieser Vorbereitung beginnt die eigentliche Heranführung des Patienten an den Praxisbesuch. So kann beispielsweise bei einem ersten Termin lediglich ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt stattfinden, damit der Patient ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen kann und spürt, dass seine Ängste ernst genommen werden. Das ist von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Angsttherapie.

In einem zweiten Schritt kann der Patient zu einer professionellen Zahnreinigung in die Praxis geladen werden, da diese Behandlung in aller Regel vollkommen schmerzfrei erfolgt. Hat der Zahnarztbesuch so ein wenig den Schrecken verloren, können erste notwendige Behandlung durchgeführt werden. Wichtig ist, dass der Patient sich mit der Atmosphäre in der Praxis, dem behandelnden Arzt und dem übrigen Praxispersonal wohl und respektiert fühlt.

Auch die Zahnmedizin selbst hat in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme Entwicklung erfahren und bietet Patienten heute fortschrittliche Behandlungsmethoden, die schmerzarm für gesunde Zähne sorgen können und gemeinsam mit dem Patienten gegen die Zahnarztphobie vorgehen. Es gibt sogar immer mehr Zahnarztpraxen, die sich auf den Umgang mit Schmerzpatienten und Angstpatienten spezialisiert haben und deren Ärzte und Praxispersonal zusätzliche Schulungen und Schwerpunktausbildungen absolviert haben.

Ein neues Konzept stellt die Behandlung in Spezialkliniken dar, die einen stationären Aufenthalt und eine speziell auf Zahnpatienten mit starkem Schmerzempfinden und damit einhergehender Zahnarztphobie Behandlung anbieten.

Für eine Zahnbehandlung ins Krankenhaus?

Es mag fremd erscheinen, allein für eine Zahnbehandlung einen Krankenhausaufenthalt in Kauf zu nehmen. Neben der Angst vor dem Zahnarzt ist die Abneigung gegen Krankenhäuser eine der häufigsten Ängste, die Patienten beschreiben, wenn es um ihre Gesundheit geht.

Besonders für Menschen mit einer schwerwiegenden Zahnarztphobie kann ein stationärer Aufenthalt in manchen Fällen aber durchaus sinnvoll sein. Wer beispielsweise einen Zahnarzt in Hamburg sucht, findet dort eine der wenigen Praxen in Deutschland, die in der Form ihren Patienten neben einem großen Behandlungsspektrum in der gewohnten ambulanten Art auch eine stationäre Aufnahme in der Zahnklinik anbietet.

Als staatlich konzessioniertes Privatkrankenhaus verfügt die Zahnklinik ABC Bogen über mehrere Operationssäle, in denen auch größere Eingriffe unter Vollnarkose durchgeführt werden können. Dies garantiert eine schmerzfreie Erstbehandlung. Vor allem für schmerzempfindliche Patienten oder Menschen, die unter einer Zahnarztphobie leiden, kann die Vollnarkose eine sinnvolle Alternative zur örtlichen Betäubung darstellen, da eine Behandlung dann in völligem Ruhezustand erfolgen kann.

Außerdem führt die schmerzfreie Behandlung zu einer positiven Erfahrung, die den Patienten zusätzlich dabei unterstützen kann, seine Angst vor dem Zahnarztbesuch nach und nach abzulegen.

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