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Wirbelgelenkarthrose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Wirbelgelenkarthrose

Eine Wirbelgelenkarthrose ist eine Verschleißerkrankung der Wirbelsäule. Von der auch Facettensyndrom genannten Erkrankung sind die an jedem Wirbel befindlichen Gelenkfortsätze („Facetten“) betroffen, über die die Wirbel miteinander verbunden sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Wirbelgelenkarthrose?

Die Wirbelgelenkarthrose ist durch die Abnutzung der kleinen Wirbelgelenke gekennzeichnet. Da die Gelenkfortsätze über Nervenfaserenden verfügen, die Schmerzreize aufnehmen und an das Zentrale Nervensystem weiterleiten (Schmerzrezeptoren), können bei Wirbelgelenkarthrose Rückenschmerzen auftreten.

Nicht jede Wirbelgelenkarthrose führt jedoch zu Schmerzen. Das Facettensyndrom kann zwar auch die gesamte Wirbelsäule betreffen, doch tritt die Erkrankung in vielen Fällen in der unteren Lendenwirbelsäule auf. Da es sich um eine Verschleißerkrankung handelt, macht sich die Wirbelgelenkarthrose besonders häufig und mit besonders starken Symptomen in höherem Alter bemerkbar.

Möglich ist auch eine Kombination der Wirbelgelenkarthrose mit einer degenerativen Veränderung der Bandscheiben oder mit einer sog. Spondylolisthesis (Wirbelgleiten), bei der sich Wirbel gegeneinander verschieben. Eine Wirbelgelenkarthrose kann auch zu einer Einengung des Spinalkanals (Rückenmarkskanal) führen.

Ursachen für Wirbelgelenkarthrose

Die Wirbelgelenkarthrose stellt eine durch den Alterungsprozess ausgelöste Verschleißerkrankung der Wirbelsäule dar. Die aus Knorpelfasern bestehenden Bandscheiben, die die einzelnen Wirbel miteinander verbinden, verlieren mit zunehmendem Alter Flüssigkeit, so dass ihre Höhe allmählich abnimmt.

Mit dem verringerten Abstand der Wirbelkörper verlieren die Wirbelbänder an Festigkeit, so dass sich die einzelnen Wirbel verschieben können und damit auch die Position der Wirbelgelenke verändert wird. Die dadurch ausgelöste Überlastung der Wirbelgelenke führt zu einer beschleunigten Abnutzung der Knorpel, die einer Wirbelgelenkarthrose zugrunde liegt.

Insbesondere Überlastungen der Wirbelsäule während der Arbeit (häufiges Bücken und schweres Heben) oder beim Sport tragen zu einer Wirbelgelenkarthrose ebenso bei wie Übergewichtigkeit und in manchen Fällen eine rheumatische Erkrankung. Auch Bandscheibenvorfälle führen zu einer Störung des Zusammenspiels zwischen Wirbelkörpern, Wirbelgelenk und Bändern, was schließlich eine Wirbelgelenkarthrose auslösen kann.

Typische Symptome und Anzeichen bei Wirbelgelenkarthrose

Diagnose und Verlauf bei Wirbelgelenkarthrose

Frau leidet an Rückenschmerzen
Bei einer Wirbelgelenkarthrose kommt es nicht selten zu starken Rückenschmerzen.

Die verschiedenartigen Symptome einer Wirbelgelenkarthrose lassen sich nicht immer eindeutig einer Wirbelsäulenerkrankung zuordnen, sondern können auch Anzeichen anderer Krankheiten darstellen.

Röntgenbilder zeigen aber auch krankhafte Veränderungen der Wirbelgelenkfortsätze bei Menschen, die keine Krankheitssymptome spüren. Häufig treten empfindliche Symptome erst bei nicht ausreichend ausgebildeter Muskulatur des Rumpfes auf.

Bei Wirbelgelenkarthrose kommt es oft zu flächig auftretenden, nicht lokal zuzuordnenden Lendenwirbelschmerzen. Häufig ist eine Schmerzzunahme während des Tages und nach körperlicher Belastung festzustellen. Ferner nehmen die Schmerzen bei Zurückbeugung des Oberkörpers zu, während beim Liegen Linderung der Schmerzen zu beobachten ist. Auch ein Ausstrahlen der Schmerzen in die Beine, in den unteren Bauchbereich, in die Leistengegend oder in das Gesäß kann ein Anzeichen für Wirbelgelenkarthrose sein.

Mit bildgebenden Verfahren wie einer Röntgenuntersuchung, einer Computertomografie oder einer Magnetresonanztomografie können Veränderungen an den knöchernen Strukturen, aber auch am Wirbelkanal und bei den Rückenmarksnerven dargestellt und eine Wirbelgelenkarthrose diagnostiziert werden.

Behandlung und Therapie von Wirbelgelenkarthrose

Die Therapie einer Wirbelgelenkarthrose hängt von den Symptomen, insbesondere vom Ausmaß der Schmerzen ab, an denen der Patient leidet. Da sich der Gelenkverschleiß nicht rückgängig machen lässt, steht die Behandlung der Schmerzen und die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule im Vordergrund der Behandlung. Eingesetzt wird dabei das mildeste geeignete Behandlungsverfahren.

Meistens wird eine Wirbelgelenkarthrose daher konservativ, d. h. ohne Operation behandelt. Nur bei gravierenden Ausfallerscheinungen und Taubheitsgefühlen wird normalerweise operiert.

Zu den konservativen Therapien zählen z. B. physiotherapeutische Maßnahmen wie Gymnastik und Massage. Krankengymnastische Übungen dienen dem Aufbau von Rücken- und Bauchmuskulatur, damit die Wirbelsäule möglichst entlastet und gefestigt wird. Die Hydrotherapie, bei der Wasser zur Beschwerdebehandlung eingesetzt wird, setzt vor allem auf den Temperaturreiz und daneben auch auf die Auftriebs- und Druckkräfte des Wassers.

Bei der Elektrotherapie wird fein dosierter elektrischer Strom durch den Körper des Patienten geleitet. Auch Entspannungsübungen können hilfreich sein. Da körperliche Bewegung zu den wichtigsten therapeutischen Maßnahmen bei Wirbelgelenkarthrose gehört, ist das regelmäßige Betreiben von Sportarten wie z. B. Radfahren, Nordic Walking oder Rückenschwimmen besonders wichtig, da diese Betätigungsformen rückenschonend und rückenstabilisierend wirken.

Bei akuten, besonders starken Beschwerden helfen vorübergehend Schmerzmittel. In Einzelfällen kann das Tragen eines Korsetts bei der Stabilisierung der Wirbelsäule helfen, doch wird sich bei dauerhafter Korsettanwendung eher eine Schwächung der Muskulatur einstellen.

Der nächststärkere Schritt in der Schmerztherapie einer Wirbelgelenkarthrose ist die sog. Facettenblockade bzw. Facettengelenkinfiltration, bei der eine Punktierung der schmerzauslösenden Wirbelgelenks erfolgt und Schmerzmittel in den Gelenkbereich injiziert werden. Ein kleiner operativer Eingriff erfolgt bei der Radiofrequenzläsion, bei der unter lokaler Betäubung die am Wirbelgelenk befindlichen Nerven unempfindlich gemacht werden.

Operativ lässt sich auch der Rückenmarkskanal erweitern, um Druck von den Nervenbahnen zu nehmen. Mit einer Spondylodese (Blockierung von Wirbelkörpern) werden Wirbelkörper versteift, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Dabei werden Wirbelkörper mit Schrauben versehen, die mittels metallener Platten oder Stangen fest miteinander verbunden werden, um schmerzhafte Bewegungen der Wirbelgelenke bei Wirbelgelenkarthrose zu verhindern.

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Vorbeugung von Wirbelgelenkarthrose

Als Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Wirbelgelenkarthrose sind Ausgleichsportarten wie Laufen (vor allem Nordic Walking) und Schwimmen sowie eine der Stabilisierung der Wirbelsäule dienende Gymnastik geeignet. Aber auch bei schon vorhandener Wirbelgelenkarthrose hilft regelmäßige sportliche Betätigung, um die Muskulatur rund um die Wirbelsäule zu stärken und damit ein weiteres Fortschreiten der Wirbelgelenkarthrose zu verhindern oder zumindest zu hemmen.

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