Wenn das Baby sich Zeit lässt -Wehen fördern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017
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Viele Schwangere, die schon „überfällig“ sind und auf ihr Baby warten, stellen sich natürlich immer wieder die Frage, wie sie selbst die Wehen fördern können. Es gibt zahlreiche Hausmittel und Tipps und Tricks, die für gut befunden werden; ob das regelmäßige Zwicken in die eigene Brustwarze ist oder auch ein klassischer Wehencocktail - am Ende muss die Frau selbst abwägen, welche Ratschläge sie annimmt und welche sie besser ignoriert.

Inhaltsverzeichnis

Überfällig? Wenn das Baby sich Zeit lässt

Der Geburtstermin ist bereits schon verstrichen, das Kind macht noch immer keine Anstalten, endlich auf die Welt zu kommen. Ein Szenario, das nicht ungewöhnlich ist. Zu beachten ist, dass nur sehr wenige Kinder tatsächlich rechtzeitig auf die Welt kommen; der Anteil jener Kinder, die am errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblicken, ist noch geringer.

Grund zur Sorge ist das nicht. In vielen Fällen ist es einfach normal. Natürlich wird die werdende Mutter in regelmäßigen Abständen - gemeinsam mit dem Baby - untersucht. Möchte das Ungeborene nicht kommen, werden - etwa 14 Tage nach dem errechneten Geburtstermin - die Wehen eingeleitet.

Dabei werden mechanische Hilfsmittel (Ballonkatheter) verwendet oder auch Medikamente eingesetzt. Zu beachten ist, dass das Einleiten der Wehen nicht sofort klappen muss. In vielen Fällen kann der Prozess mehrere Tage dauern, bis endlich der Geburtsvorgang beginnt. Dabei gibt es verschiedene Methoden, Wehen zu fördern.

Was fördert Wehen?

Die Volksmedizin kennt unzählige Methoden und Hausmittel, wie Wehen gefördert werden können. Die Crux ist jedoch die, dass Wehen - vor allem bei Hochschwangeren - in jedem Augenblick beginnen können, sodass in vielen Fällen nicht gesagt werden kann, ob die Tipps und Tricks tatsächlich hilfreich waren.

Nicht selten werden Treppensteigen und der Wehencocktail als Auslöser für die Wehen angegeben - es kann aber auch schlicht der Tatsache geschuldet sein, dass die Frau bereits „überfällig“ war und die Wehen sowieso gekommen wären. Dass danach Sagen und Mythen entstehen, die von Generation zu Generation weitererzählt werden, liegt auf der Hand.

Studien oder Forschungen, die sich mit dem Thema befassen, geben häufig keine zufriedenstellenden Aussagen darüber, welche Ratschläge hilfreich sind und welche nicht. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass die Geburt so oder so stattgefunden hätte.

Wichtig ist, dass - wenn „sehr ausgefallene Tricks“ angewandt werden möchten - im Vorfeld der Arzt oder auch die Hebamme kontaktiert werden. Klassische Tipps und Tricks, wie etwa das Treppensteigen oder das Zwicken in die Brustwarze, stellen definitiv keine Gefahr für das Kind oder die Mutter dar.

Moxen, Wehencocktail & Mittel aus der Naturheilkunde

Es gibt unterschiedliche Rezepte, die auf Basis pflanzlicher Zubereitung existieren, welche Wehen fördern beziehungsweise einleiten sollen. Bekannt ist Rizinusöl, welches auch im klassischen Wehencocktail zu finden ist. Aber auch Blauer Hahnenfuß, Himbeerblättertee und Ingwer sollen eine wehenfördernde Wirkung haben.

Ingwer und Himbeerblättertee haben tatsächlich eine wehenfördernde Wirkung; der Blaue Hahnenfuß hingegen hilft zwar, kann aber mitunter schwere Nebenwirkungen auslösen, die vor allem das Kind betreffen. Fakt ist - wer sich für einen derartigen Cocktail entscheidet oder unterschiedliche Präparate ausprobieren möchte, sollte im Vorfeld seine Hebamme oder Arzt kontaktieren.

Vor allem der Wehencocktail, der unter anderem Rizinusöl enthält, gilt mit Vorsicht zu genießen. Das Öl kann sehr wohl auch zu schweren Darmkoliken führen und für Erbrechen sorgen. Wer dennoch Rizinusöl in seinen Wehencocktail mischt, sollte nur eine niedrige Dosierung wählen und auch hier unbedingt mit dem Arzt oder seine Hebamme Rücksprache halten.

Sex, Shiatsu & Massagen

Eine weitere Möglichkeit ist die Akupunktur. So gibt es sehr wohl Berichte darüber, dass die Akupunktur einerseits Wehen auslöst, andererseits aber auch eine positive Auswirkung auf die Dauer der Geburt hat. Shiatsu kann ebenfalls - ohne etwaige Bedenken - empfohlen werden, damit die Wehentätigkeit angeregt wird. Problemlos kann man auch der "schönsten Nebensache der Welt" nachgehen.

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr sorgt nicht nur für Entspannung, sondern kann auch die Wehen fördern. Auch die Stimulation der Brustwarzen, Massagen, Treppensteigen - allesamt Tipps und Tricks, die durchaus eine wehenfördernde Wirkung haben. Auch wenn es keine tatsächlichen Studien darüber gibt, dass die Ratschläge helfen, ist es oft der Glaube, der mitunter Berge versetzt und die Wehen einleitet. Am Ende zählt für die Schwangere sowieso nur der Umstand, dass die Geburt beginnt.

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Das Baby kommt, wenn es bereit ist

Die Schwangerschaft ist nichts anderes als eine Geduldsprobe für die Frau. Wenn dann das Kind nicht kommen mag, sollte man - kurz vor dem Ziel - keinesfalls die Nerven verlieren. Das Baby kommt, wenn es bereit ist. Auch wenn die werdende Mutter sich danach sehnt, endlich wieder beweglicher zu sein und ihr Kind in den Armen zu halten, sollte sie versuchen, die "Ruhe vor dem Wehensturm" zu genießen.

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