Weintraube

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Die Weintraube ist die Frucht der Weinrebe, die zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit zählt. Die ursprünglich aus dem Kaukasus und dem Zweistromland stammende Kletterpflanze wird inzwischen in zahlreichen Zuchtformen weltweit in allen Regionen mit gemäßigten oder subtropischem Klima angebaut. Weintrauben werden roh gegessen, aber auch zu verschiedenen anderen Produkten weiterverarbeitet, die teilweise auch für medizinische Zwecke eingesetzt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Weintraube wissen

Als Weintraube oder auch kurz Traube wird der Fruchtstand der Weinrebe bezeichnet. Sie besteht aus einer Vielzahl von einzelnen Weinbeeren, die an einer Rispe wachsen.

Während der Reifungsperiode speichern Weintrauben nicht nur Wasser, sondern auch den von der Pflanze durch Photosynthese gebildeten Zucker. Dadurch schmeckt die Weintraube meist angenehm süß. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurden Weinreben kultiviert und die Weintrauben durch Zucht verändert. Die ersten Nachweise für Weinanbau finden sich aus der Zeit von etwa 5000 v.Chr. im Gebiet des südlichen Kaukasus. Von Mesopotamien ausgehend breitete sich der Weinbau zunächst im gesamten Nahen Osten und ab 1700 v.Chr. im Mittelmeerraum. Noch vor der Eroberung durch die Römer erreichten der Weinbau das heutige Frankreich, danach wurde in allen Teilen des Römischen Reichs, die dafür geeignet waren, der Anbau von Weintrauben üblich.

Obwohl die Weintraube im Vergleich zu anderen Obstsorten recht süß schmeckt, ist sie sehr gesund. Sie ist nahezu fettfrei und deshalb trotz des in ihr enthaltenen Fruchtzuckers eher kalorienarm.

Heutzutage werden Weintrauben in zahlreichen Regionen auf der ganzen Welt kultiviert. Im Laufe der Geschichte des Weinbaus entstanden etwa 50 Unterarten mit einer Vielzahl von Sorten, die sich nicht nur hinsichtlich der Anpassung an die Anbauregion und der Färbung der Weintrauben unterscheiden, sondern auch im Geschmack und der Eignung für verschiedene Verwendungszwecke. Meist wird zwischen Tafeltrauben und Keltertrauben unterschieden. Bei Tafeltrauben handelt es sich um Weintrauben, die als Obst gegessen werden. Dank Zucht gibt es inzwischen auch kernlose Tafeltrauben. Keltertrauben dagegen werden für die Herstellung von Traubensaft und Wein genutzt.

Die Beeren von Keltertrauben sind meist deutlich kleiner und dickschaliger als die von Tafeltrauben. Daneben gibt es auch noch Weintrauben, die sich speziell für die Herstellung von Rosinen eignen, sowie verschiedenen Unterlagssorten, auf die die Edelreben aufgepfropft werden. Alle Weintrauben haben einen ähnlichen Wachstumsverlauf, der von der Blüte im Frühling über die Reifung im Sommer bis zur Ernte im Herbst reicht. Da Weintrauben inzwischen aber in den verschiedensten Ländern der Erde angebaut und weltweit gehandelt werden, sind Tafeltrauben fast ganzjährig erhältlich.

Bedeutung für die Gesundheit

Obwohl die Weintraube im Vergleich zu anderen Obstsorten recht süß schmeckt, ist sie sehr gesund. Sie ist nahezu fettfrei und deshalb trotz des in ihr enthaltenen Fruchtzuckers eher kalorienarm. Außerdem wirkt sie durch den hohen Flüssigkeitsanteil rasch sättigend.

Die Ballaststoffe, die in den Beerenschalen und in den Traubenkernen enthalten sind, regen die Verdauung an, und der hohe Gehalt an Kalium wirkt entwässernd. Dadurch eignen sich Weintrauben hervorragend für Fastenkuren und Reduktionsdiäten. Eine regelmäßige Traubenkur, bei der ein oder zwei Tage lang ausschließlich Trauben gegessen und Tee oder Mineralwasser getrunken wird, kann die Nieren- und Blasenfunktion anregen und dazu beitragen, das Körpergewicht zu halten. Die in den Schalen und Kernen von Weintrauben enthaltenen Stoffe wirken positiv auf die Durchblutung, so dass Herz und Kreislauf gestärkt werden.

Dies gilt vor allem für rote Trauben und ist sogar dann der Fall, wenn die Weintrauben nicht roh gegessen werden, sondern zu Traubensaft oder Wein weiterverarbeitet wurden. Außerdem können die in Weintrauben enthaltenen Stoffe den Cholesterinspiegel regulieren, die Aufnahme von Vitaminen verstärken und schädlichen freien Radikalen entgegenwirken. Dadurch werden Zellschädigungen verhindert, die Zellerneuerung gefördert und der Alterungsprozess des Körpers verlangsamt. Weintrauben enthalten überdies Stoffe, die die Aktivität von schädlichen Bakterien im Mund hemmen können. Durch die Reduzierung von Zahnbelag kann der Genuss von Weintrauben deshalb das Risiko von Karies verringern.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 67 Fettgehalt 0,4 g
Cholesterin 0 mg Natrium 2 mg
Kalium 191 mg Kohlenhydrate 17 g
Eiweiß 0,6 g Ballaststoffe 0,9 g

Weintrauben enthalten mehr Fruchtzucker als viele andere Obstsorten, aber nahezu kein Fett und kaum Eiweiß. Sie können deshalb mit einem durchschnittlichen Brennwert von knapp 70 Kalorien pro 100 Gramm auch problemlos in größeren Mengen verzehrt werden. Neben zahlreichen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink enthalten Weintrauben auch viele Vitamine, insbesondere aus der Vitamin-B-Gruppe.

In den Schalen der Traubenbeeren sowie in den Traubenkernen finden sich Proanthocyanide sowie das natürliche Polyphenyl Resveratol, die als hervorragende Antioxidantien gelten und nachweisbar auf Krebszellen hemmend wirken. Rote Weintrauben weisen einen deutlich höheren Gehalt an diesen Stoffen auf als weiße, weshalb auch Rotwein in Maßen genossen als gesundheitsfördernd gilt. In besonders konzentrierter Form sind sie aber vor allem in Traubenkernöl enthalten.

Unverträglichkeiten & Allergien

Wegen des darin enthaltenen Fruchtzuckers können Menschen mit Fructoseintoleranz nach dem Genuss von Weintrauben unter Verdauungsbeschwerden und anderen Symptomen leiden. Besonders häufig treten in diesem Fall Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall auf.

In seltenen Fällen kommt es auch zu allergischen Reaktionen auf Weintrauben. Eine Traubenallergie äußert sich durch Kribbeln oder Brennen im Mundbereich und in schlimmeren Fällen in Form von Schwellungen und Atembeschwerden. Normalerweise sind Weintrauben aber ein leichtes und gut verdauliches Nahrungsmittel, das auch bereits für Kleininder sehr bekömmlich ist.

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Einkaufs- & Küchentipps

Beim Kauf von Weintrauben sollte darauf geachtet werden, dass es sich um frische und vollreife Früchte handelt, da Trauben nach der Ernte nicht nachreifen. Dies ist erkennbar an festen und sichtbar prallen Beeren. Diese sollten unbeschädigt sein, da sich sonst schnell Schimmelsporen und Essigbakterien vermehren können.

Da im konventionellen Weinbau nach wie vor starke Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, empfiehlt es sich, für den direkten Verzehr bevorzugt ungespritzte Weintrauben aus Bio-Anbau zu kaufen. Trotzdem sollten sie natürlich vor dem Essen unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Eine matte weißliche Schicht auf den Traubenbeeren ist kein Anzeichen für Spritzmittel oder Verderb. Sie entsteht auf natürliche Weise während der Reifung. Da Weintrauben nur bedingt gelagert werden können, sollten sie möglichst rasch verzehrt werden. Im Obstfach des Kühlschranks bleiben sie allerdings durchaus ein paar Tage haltbar.

Zubereitungstipps

Frische Weintrauben werden in der Regel roh verzehrt. Sie lassen sich aber auch als Kuchenbelag oder Zutat für Müsli verwenden oder zu Gelee oder Konfitüre weiterverarbeiten. Mit Hilfe eines Entsafters kann aus Weintrauben außerdem sehr leicht zu Hause frischer Traubensaft gewonnen werden.

Natürlich kann dieser auch fertig gekauft werden, genauso wie eine große Auswahl an Weinsorten. Sowohl Saft als auch Wein können pur getrunken, aber auch zum Kochen verwendet werden. Auf Wein basieren auch weitere Produkte wie Branntwein und Essig, die vielfältig eingesetzt werden können. Auch Traubenkernöl ist sehr vielseitig. Es ist geschmacksneutral und hocherhitzbar und eignet sich deshalb sowohl für Salate als auch zum Braten.

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