Warum schreit mein Baby

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Juli 2017
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Das Schreien ist das einzige Ausdrucksmittel, das dem Baby zur Verfügung steht, wenn es die Verbindung zu den Eltern und Erwachsenen aufnehmen will. Nicht selten wird es sich um wirkliche Mängel handeln, die die Mutter im Interesse ihres Kindes schnell beseitigen möchte. Obwohl das Schreien eine ganz gute Atemgymnastik für das Kleinkind darstellt, verbraucht es doch auch, wenn es sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, Energien, auf die das Kind nicht gut verzichten kann.

Ursachen für das Schreien von Babys

Das Schreien ist das einzige Ausdrucksmittel, das dem Baby zur Verfügung steht, wenn es die Verbindung zu den Eltern und Erwachsenen aufnehmen will.

So ist es nötig, dass die Mutter nicht einfach versucht, das Baby durch Schaukeln im Wagen einzuschläfern, sondern dass sie sich in aller Ruhe überlegt, worin wohl die Ursache für die Unzufriedenheit des schreienden Säuglings liegt.

Nähert sich die festgesetzte Pause zwischen zwei Mahlzeiten ihrem Ende, so ist selbstverständlich Hunger der Grund des lauten Tumults, und das Schreien heißt ganz einfach: „Nun brauche ich aber wirklich etwas zu essen!“. Jedes gesunde Baby erinnert auf diese Weise an die bevorstehende Mahlzeit und wird erst Ruhe geben, wenn er sich satt und zufrieden wieder dem süßen Nichtstun oder Schlafen hingeben kann.

Wenn es aber die Mutter zu gut meint und dem Kind, das teilweise oder auch ganz mit dem Fläschchen ernährt wird, mehr gewährt, als dem Säugling gut tut, wenn sie sich in dem Glauben, dass Schreien in jedem Fall Hunger bedeute, erweichen lässt, die Ration zu erhöhen, so kann dadurch nur Schaden entstehen. Der Magen-Darm-Trakt des Babys wird übermäßig belastet und bereitet ihm Schmerzen, auf deren Qual es die Mutter mit seinem Geschrei aufmerksam macht.

Auch überflüssige Luft, die entweder bei zu hastigem Trinken mit verschluckt wurde oder durch die Verdauungstätigkeit im Körper entstanden ist, macht dem Kleinkind schwer zu schaffen. Hier lässt sich auch mit ganz einfachen Mitteln Abhilfe schaffen. Die Mutter lässt das Kind auf ihrem Arm aufstoßen, um die Luft nach außen zu befördern, oder macht ihm ein feucht-kühlen Umschlag auf den Leib.

Regelmäßig vor den Mahlzeiten wird das Baby frisch gewickelt. Aber auch in der Zwischenzeit wird es mindestens einmal nötig sein, die Windeln zu erneuern, eine Tatsache, die das Kind wiederum der Mutter auf seine Wese bekanntgibt, sobald ihm feuchte oder gar beschmutzte Windeln unangenehm werden. Sonst bestünde die Gefahr, dass die zarte Haut rasch rot würde und schmerzhafte Ekzeme das Kind wirklich krank werden ließen.

Ähnliche Gefühle des Unbehagens rufen Falten in den Windeln oder im Hemdchen hervor. Sie drücken das Körperchen ebenso wie zu eng verschlungene Wickelei. Auch ein zu warm eingepackter Säugling, der vielleicht noch dazu in verbrauchter Luft oder bei grellem Licht, das die Augen blendet, einschlafen soll, wird sich schwerlich wohlfühlen und seinem Herzen energisch Luft machen. Frisch soll die Luft sein und leicht das Zudeckbettchen, aber frieren darf das Kind natürlich keinesfalls, und wenn alles in Ordnung ist, die Händchen sich aber ganz kalt anfühlen oder der Rücken freiliegt, dann ist sicher das Frieren schuld, wenn das Baby keine Ruhe gibt und schreit.

Schreiendes Baby beruhigen

Früher herrschte die Meinung, dass der Durchtritt der Zähnchen mit erheblichen Beschwerden für das Kind verbunden sei, und man war leicht geneigt, mit diesem Ereignis im Dasein des Kindes sein Schreien von vornherein zu erklären und kam so in die Gefahr, die Beseitigung irgendwelcher Missstände zu unterlassen. Heute wissen wir, dass sich das Zahnen nahezu ohne Schmerzen als ganz natürlicher Vorgang vollzieht, und die Mutter den Grund des Schreiens in einer der besprochenen Möglichkeiten suchen muss.

Die Natur stattet jedes kleine Baby von Anbeginn mit der Fähigkeit aus, seine Nahrung durch Saugen aufzunehmen. Es wird bald die Erfahrung lehren, dass nach dieser Mundbewegung mit der Sättigung ein Zustand innigsten Wohlbehagens für das Kind eintritt. So versucht es, an allem Erreichbaren zu saugen, eines bevorzugt die Fingerchen, ein anderes steckt den Bettzipfel in den Mund, während ein drittes vielleicht gar ein Schnuller als Beruhigungsmittel bekommt.

Findet es aber einmal den vertrauten Tröster nicht gleich, so findet es auch keinen Schlaf und macht eben solange ein Geschreikonzert, bis das Däumchen oder irgend etwas anderes zum Saugen in den Mund gerutscht ist.

Der Mutter oder dem Vater, die sich so eng und unmittelbar mit ihrem Kind verbunden fühlen, wird es meist bald gelingen sich auf der Skala des Babyschreiens zurechtzufinden. Sie werden aus dem Klagen ihres Kindes heraushören, ob es nur an sein Recht auf Nahrung erinnert, oder ob ihn etwas Ernstes quält, und in ihre Hand ist es gelegt, aus dem brüllenden kleinen Säugling wieder ein sanft schlummerndes Engelchen zu machen.

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