Warme Extremitäten

In der Regel sind heiße und warme Füße, Beine, Hände und Arme kein Symptom für eine ernste Krankheit. Dennoch können diese heißen und warmen Extremitäten auch bei diversen Entzündungserkrankungen und Syndromen auftreten. Anders als bei kalten Extremitäten, empfinden die Betroffenen hierbei zumeist ein Hitzegefühl oder gar brennende Schmerzen in den vorbezeichneten Arealen.

Inhaltsverzeichnis

Definition für Warme Extremitäten

Warme Extremitäten sind Körperregionen, die ohne äußere Einflüsse plötzlich warm bzw. heiß werden. Betroffen sind in der Regel beide Arme und/oder beide Beine, wobei auch nur eine einzelne Extremität betroffen sein kann. Die warmen Extremitäten treten anfallartig vor allem in Ruhe auf bzw. kurz nach dem Zubettgehen. Die Patienten berichten über eine kurzfristige Linderung, wenn die warmen Extremitäten abgekühlt werden.

Jedoch kehren die Symptome sofort wieder zurück. Dieser Prozess zieht sich oftmals über mehrere Stunden hin. Die warmen Extremitäten weisen i.d.R. eine rote bis tiefrote Farbe auf. Manche Patienten klagen auch über Schwellungen in den betroffenen Arealen. Die warmen Extremitäten gehen oft mit starken Schmerzen sowie neurologischen Ausfällen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen einher. Warme Extremitäten sind insbesondere beim Burning Feet Syndrom als auch beim Restless Legs Syndrom bekannt.

Ursachen für Warme Extremitäten

Für die warmen Extremitäten gibt es verschiedene Ursachen. Zum Einen gibt es verschiedene Krankheiten wie z.B. das Burning Feet Syndrom (BFS), das Restless Legs Syndrom (RLS), Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Polyneuropathien oder auch Gefäßentzündungen, die die warmen Extremitäten hervorrufen können.

Auch Erkrankungen des Stoffwechsels als auch des Rückenmarks können die Ursache für die warmen Extremitäten sein. Als Ursache wird auch eine verstärke bzw. erhöhte Durchblutung der betroffenen Regionen angenommen. Des Weiteren kann auch die Einnahme von Medikamenten die sog. warmen Extremitäten hervorrufen. Dies geschieht vor allem dann, wenn diese Medikamente als Wirkung eine Erweiterung der Gefäße aufweisen, was u.U. eine stärkere Durchblutung der Extremitäten zur Folge haben kann.

Eine weitere Ursache für die warmen Extremitäten ist die genetische Veranlagung. Das Restless Legs Syndrom als auch das Burning Feet Syndrom können vererbt werden, wobei die Krankheiten nicht in jeder Generation auftreten müssen.

Krankheiten mit warmen Händen und Füßn

Behandlung von Warmen Extremitäten

Bevor man effektiv mit einer Behandlung beginnen kann, müssen zuvor die Ursachen der warmen Extremitäten gefunden werden. Denn je nach Ursache werden die Symptome der warmen Extremitäten unterschiedlich behandelt. Deshalb müssen zuvor verschiedene Krankheiten wie z.B. Lyme Borreliose, Erythromelalgie oder auch Morbus Raynaud ausgeschlossen werden.

Werden die Symptome z.B. durch ein Medikament hervorgerufen, so lindern sich die Beschwerden nach dem Absetzen des Medikaments. Mitunter reicht auch schon die Änderung bzw. die Verringerung des Wirkstoffs aus, um die warmen Extremitäten wieder „abzukühlen“.

Werden die warmen Extremitäten durch eine Krankheit wie das BFS oder RLS hervorgerufen, so muss zu Beginn die Krankheit an sich behandelt werden. Mittels Medikamente können die Beschwerden gelindert werden. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit der warmen Extremitäten ist eine Schmerztherapie. Des Weiteren hat auch Akupunktur in Kombination mit anderen Therapien wie z.B. Schmerztherapie, Physio- und Ergotherapie, gute Erfolge erzielt.

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Vorbeugung von Warme Extremitäten

Um den warmen Extremitäten vorzubeugen gibt es verschiedene Mittel. Falls die Ursache bei den Medikamenten liegt, so sollte man diese absetzen bzw. nach einem Ausweichpräparat Ausschau halten.

Des Weiteren sind heilpraktische Methoden hilfreich. Es hilft wenn man die betroffenen Körperpartien mehrmals täglich kalt abduscht.

Da viele Patienten berichten, dass die Beschwerden vor allem nachts und in Ruhe auftreten, ist es hier hilfreich, wenn man kurz vor dem Schlafen die warmen Extremitäten abkühlt bzw. die betroffenen Areale über der Bettdecke belässt.

Wichtig sind vor allem auch ausreichende Bewegung sowie eine gesunde Ernährung, da sie den Stoffwechsel positiv beeinflussen.

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Weblinks

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