Wanderzeit: 7 Tipps gegen Blasen an den Füßen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017
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Jedes Jahr aufs Neue zieht es Tausende Urlauber in die Berge oder auf Wanderpfade quer durch Europa, um auf ursprüngliche Art und Weise zu Fuß die Natur zu erfahren. Jeder Wanderer kennt die Blasen, die bei zu starkem Druck auf eine Hautpartie entstehen. Doch wie kann man den Blasen an den Füßen am besten vorbeugen? Wir haben die sieben besten Tipps gegen Blasen an den Füßen im Folgenden zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Kleine Blasen, großer Schmerz

Blasen entstehen durch Reibung oder Druck auf die Haut. Zunächst rötet sich die betroffene Stelle, danach löst sich die oberste Hautschicht und der Hohlraum füllt sich mit Gewebswasser. Da durch die Verletzung der Haut die dort ansässigen Nervenenden stetiger Reizung ausgesetzt sind, kommt es zum stechenden, quälenden Schmerz. Es gibt simple Tipps, um Blasen an den Füßen zu behandeln.

Sieben Tipps, wie Sie Blasen vorbeugen können

  • Bequeme Schuhe

Der einfachste und beste Tipp gegen Blasen muss bereits beim Schuhkauf berücksichtigt werden. Insbesondere modische, offene Schuhe, die ohne Socken getragen werden, reiben stark auf der Haut. Daher wählen Sie Schuhe, die fest geschlossen sind.

Wenn der Fuß zwischen zwei Größen schwankt, sollte immer lieber das größere Paar gewählt werden. Übrigens sollten Schuhe immer abends gekauft werden. Dann haben die Füße die maximale Ausdehnung erreicht und es ist sicher, dass die Schuhe zu jeder Tageszeit passen.

  • Neue Schuhe einlaufen

Schuhe, die frisch aus dem Laden kommen, sind noch hart und unflexibel. Insbesondere Wanderschuhe aus robustem Leder können an Nahtstellen unangenehm scheuern. Schuhe müssen daher bereits drei Wochen vor der geplanten Wanderung zuhause eingelaufen werden. Täglich eine halbe Stunde in den neuen Schuhen verbringen macht das Leder geschmeidiger und bereit für die große Wanderung. Ein Einreiben des Schuhleders mit Essig kann ebenfalls hilfreich sein.

  • Spezialsocken für verstärkten Schutz

In Geschäften für Outdoor-Bedarf, stellenweise auch in normalen Schuhläden, werden Socken mit verstärktem Fersen- und Zehenbereich angeboten. Diese beiden Stellen am Fuß sind der größten Reibung durch Schuhwerk ausgesetzt. Daher sind Spezialsocken an diesen Bereichen mit einer extradicken Schicht Stoff für besonders gute Polsterung ausgestattet. Weitere Spezialsocken unterstützen die Fußballen. Gute Spezialsocken wirken darüber hinaus feuchtigkeitsregulierend. Trockene Füße sind wesentlich weniger anfällig für Blasen, somit bieten Spezialsocken gleichzeitig aktiven und passiven Schutz.

  • Empfindliche Stellen schützen

Besonders empfindlich gegen Druck sind die Fersen, die Oberseiten der Zehen und die Fußballen. Hier ist die schützende Haut am dünnsten und die Reibung des Schuhwerks am höchsten. Vor einer Wanderung sollten daher besonders die genannten Stellen besonders gut geschützt werden, am einfachsten durch eine präventive Verwendung von Pflastern. Diese bauen eine zweite Schutzschicht zwischen Fuß und Schuh auf und verhindern direkte Reibung auf der Haut.

  • Präventiv: Blasenpflaster ins Gepäck

In eine gute Wanderausrüstung gehören präventiv immer Blasenpflaster. Sollte unterwegs eine Blase am Fuß auftreten, kann sie sofort mit einem Blasenpflaster behandelt werden. Diese Pflaster sind mit hautberuhigenden Substanzen ausgestattet und bieten den gereizten Hautstellen effektiven Schutz gegen Druckeinwirkung. Blasenpflaster gibt es für alle Stellen am Fuß, es empfiehlt sich, ein Komplettpaket für alle Eventualitäten dabei zu haben.

  • Hautpflege und Barfuß laufen

Im Winter neigen viele Menschen dazu, ihre Füße zu vernachlässigen. Im Frühling treten dann rissige, empfindliche und anfällige Füße zu Tage. Fußpflege gehört daher auch außerhalb der Wandersaison zum Pflichtprogramm. Gegen rissige, verhornte Füße helfen Bimssteine und spezielle Fußlotionen. Effektiv sind auch Cremes mit Harnstoff.

Diese halten Feuchtigkeit in der Haut und die Füße elastisch und geschmeidig. Eine gute Vorbereitung auf lange Wandertouren ist häufiges Barfußlaufen. Es stärkt zum einen die Fußmuskulatur, zum anderen sorgt es für den Aufbau einer dickeren Hornhautschicht, was die Fußsohlen widerstandsfähiger gegen Druck macht. Diese natürliche Hornhaut muss nicht ungepflegt aussehen, sofern sie regelmäßig gepflegt wird.

  • Fußbad mit Kamille

Kamille hat eine antibakterielle, hautberuhigende Wirkung. Fußbäder versetzt mit Kamille können sowohl präventiv wirken, als auch zu einer schnellen Heilung bei bereits aufgetretenen Blasen an den Füßen wirken. Für ein wirksames Fußbad sollte eine Temperatur von 25° bis 30° Celsius gewählt werden und die Füße für mindestens 15 Minuten im Wasser verbleiben. Idealerweise wird als Zusatz natürliche Kamillenblüte verwendet, es sind aber auch vorgefertigte Präparate für Fußbäder erhältlich.

Ab wann darf man Blasen aufstechen?

Eine Blase entsteht als Schutzfunktion des Körpers. Sie deckt zerstörte Hautpartien ab und verhindert so eine weitere Schädigung des Gewebes. Daher sollten Blasen in der Regel nicht aufgestochen, sondern nur mit Pflastern abgedeckt werden. Nur oberflächliche, stark unter Spannung stehende Blasen dürfen mit einer sterilen Nadel geöffnet werden.

Ist keine hygienisch einwandfreie Nadel unterwegs verfügbar, kann auch eine Nähnadel, desinfiziert mit Alkohol, verwendet werden. Es wird immer in die Mitte der Blase gestochen, so dass die Flüssigkeit ablaufen kann. Ist die Blase entleert, wird die Haut mit einem Pflaster abgedeckt. Keinesfalls darf die Haut über der irritierten Hautschicht abgeschnitten werden. Dadurch können schwere Infektionen entstehen.




Bei großen Blasen den Arzt konsultieren

Bei großflächigen Blasen, die nach langen Wanderungen entstehen können, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier können tiefe Hautschichten verletzt sein und es besteht Infektionsgefahr. Eine Selbstbehandlung mit Pflastern ist in diesem Falle nicht mehr möglich. Ebenfalls ein Arzt konsultiert werden sollte, wenn die Flüssigkeit nach Aufstechen einer Blase unangenehm oder eitrig riecht. Auch Diabetiker sollten bei Blasen an den Füßen immer einen Arzt zu Rate ziehen.

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