Wachs (Haarentfernung)

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Das Wachsen ist eine Methode zur Entfernung der Körperbehaarung mit Hilfe von heißem oder kaltem Wachs. Dabei werden die Haare nicht nur oberflächlich entfernt, sondern mit der Wurzel ausgerissen. Im Gegensatz zu einer normalen Rasur wächst das Haar langsamer nach und ist auch dünner und weniger störrisch, da es eine sanftere Spitze besitzt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Wachsen?

Zur Entfernung von Körperhaaren werden neben der normalen Rasur auch andere Haarentfernungsmethoden wie beispielsweise das Wachsen angewendet. Das Entfernen von Körperhaaren mittels Wachs gehört zur sogenannten Epilation. Bei der Epilation wird das Haar nicht nur oberflächlich, sondern mit Haarwurzel entfernt. Allerdings müssen dabei temporäre und dauerhafte Epilationsverfahren unterschieden werden.

Bei den dauerhaften Epilationsverfahren wächst nach der Behandlung kein Haar mehr nach. Diese Verfahren können aber nur in der Wachstumsphase des Haares angewendet werden. Da es unterschiedliche Wachstumsphasen gibt, ist eine mehrmalige Behandlung nötig.

Zu den dauerhaften Epilierungsverfahren gehören unter anderem Lichtbehandlungssysteme, Enthaarungslaser, die IPL-Technik (Laserverfahren mit unterschiedlichen Wellenlängen des Lichtes), die Elektroepilation oder auch die Thermolyse.

Das Wachsen ist im Gegensatz dazu jedoch ein temporäres Enthaarungsverfahren. Das Wort temporär deutet an, dass nach einer gewissen Zeit das Haar doch wieder nachwächst. Da aber einige Haarwurzeln mit entfernt werden, ist es nicht mehr so dicht und wesentlich dünner. Nachfolgende Behandlungen mit Wachs sind so bedeutend leichter und schmerzärmer als die Ausgangsbehandlung.

Neben dem Wachsen gehört auch das Epilieren zur temporären Entfernung.

Formen, Arten & Typen

Das Wachsen ist, wie bereits erwähnt, ein Verfahren der temporären Epilation. Die temporäre Epilation ist dadurch gekennzeichnet, dass bei ihr das Haar ausgerissen wird. Das Wort temporär deutet jedoch an, dass das Haar nur zeitweise entfernt ist. Nach einer gewissen Zeit wächst es wieder nach. Im Gegensatz zur einfachen Rasur erfolgt dieses Wachstum jedoch deutlich langsamer. Die nachwachsenden Haare sind zudem dünner.

Für das Wachsen gibt es zwei Verfahren. Die Haare können sowohl mit heißem als auch mit kaltem Wachs entfernt werden. Beiden Verfahren ist gemeinsam, dass sich die Haare an die wachsartige Substanz binden (kleben) und so durch Abziehen des Wachsstreifens rausgerissen werden.

Vor der Behandlung sollte die Haut geeinigt und von Hautfett befreit werden. Danach werden die Wachspräparate auf die gut getrocknete Haut aufgetragen und in Haarwuchsrichtung abgezogen. Dabei bleibt das Wachs mitsamt den Härchen am Streifen kleben.

Damit dann das Blut nicht so schnell in die Kapillaren schießt, müssen die behandelten Hautpartien sofort mit den Fingern oder der Handfläche bedeckt werden.

Bei der Kaltwachsbehandlung finden fertig präparierte Steifen Anwendung, die auf die gereinigte Haut aufgelegt und gegen die Haarwuchsrichtung abgezogen werden. Im Gegensatz dazu wird bei der Heißwachsmethode das Wachs in einem Wasserbad zuvor geschmolzen und flüssig auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen. Auf das noch flüssige Wachs wird ein Baumwollstreifen aufgelegt und so lange gewartet, bis das Wachs wieder verfestigt und mit dem Streifen verklebt ist. Nach Abzug des Baumwollstreifens stecken auch die abgerissenen Härchen an dieser Stelle im Wachs. Da das Haar nun langsamer wächst, muss das Verfahren erst wieder nach ca. drei Wochen wiederholt werden.

Ein besonderes Verfahren des Wachsens ist das Brazilian Waxing. Dabei geht es um die Entfernung der Haare im Schambereich. Es ist eine junge Methode, die erstmals in den Neunziger Jahren in den Küstenstädten Brasiliens durchgeführt wurde. Ihre Popularität ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Es ist eine Warmwachsmethode, die jedoch ohne Stoff- oder Vliesstreifen durchgeführt wird. Das heiße Wachs wird auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen und danach sofort entgegen der Haarwuchsrichtung abgezogen.

Funktionsweise

Das Entfernen von Körperhaaren mittels Wachs gehört zur sogenannten Epilation. Bei der Epilation wird das Haar nicht nur oberflächlich, sondern mit Haarwurzel entfernt.

Bei allen Methoden des Wachsens kommt es nachträglich zur Verlangsamung des Haarwachstums. Die nachwachsenden Haare werden dünner und unauffälliger. Daher lassen sich bei Folgebehandlungen die Haare noch einfacher entfernen. Zudem ist es dann auch nicht mehr so schmerzhaft.

Nach einigen Wiederholungen der Behandlung kann das Zeitintervall immer mehr vergrößert werden. Wenn anfänglich die Behandlung etwa alle zwei Wochen wiederholt wurde, kann der Zeitraum später Schritt für Schritt auf vier Wochen verlängert werden.

Zur Vorbereitung einer Behandlung ist ein warmes Bad sinnvoll, um die Hautporen zu öffnen. Die Haarfollikel lösen sich dadurch und können so leichter entfernt werden. Nach der Behandlung sollten für 24 Stunden Sonnenbäder oder Saunen gemieden werden, da die Haut noch gereizt ist. Außerdem ist die Anwendung von Hautcremes zu empfehlen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Die Körperhaarentfernung durch Wachsen hat wie alle Verfahren der Epilation keine vorrangig medizinische Bedeutung. Für die Motive ihrer Anwendung spielte in der Geschichte neben hygienischen und religiösen Aspekten besonders die Ästhetik eine Rolle.

Dabei hat die komplette oder teilweise Körperhaarentfernung eine wichtige kulturelle Funktion zu erfüllen. Sie symbolisiert die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen und deren Werten. Außerdem stellt sie zunehmend ein Schönheitsideal dar.

Da Körperhaare heute keine große medizinische Bedeutung haben, entstehen auch nach ihrer Entfernung keine gesundheitlichen Probleme. Die Haut ist nach der Behandlung lediglich vorübergehend ein wenig gereizt. Auch die irrtümliche Auffassung, dass die Haarentfernung künftig ein stärkeres Haarwachstum fördert, kann entkräftet werden. Bei der Epilation und speziell nach dem Wachsen verlangsamt sich im Gegenteil das Haarwachstum. Gleichzeitig wird es auch dünner und unauffälliger.

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