Wärmepflaster

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Das Wärmepflaster eignet sich zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden. Gerade bei Rückenleiden finden Wärmepflaster häufig medizinische Anwendung. Durch permanente Wärmezufuhr auf die betroffene Hautregion erfährt diese eine schonende, aber effektive Heilung. Die auf pflanzlicher Basis beruhenden Wirkstoffe des Wärmepflasters eignen sich zur Linderung unkomplizierter Muskelschmerzen oder Verspannungen, vor allem im Rückenbereich und können häufig eine unangenehme ärztliche Untersuchung ersparen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Wärmepflaster?

Wärmepflaster sind spezielle Heftpflaster und werden hauptsächlich zur Linderung von Rückenleiden im muskulären Bereich angewendet. Muskelbeschwerden, Ischiasbeschwerden, rheumatische Erkrankungen, Verspannungen oder ein Hexenschuss lassen sich durch die pflanzlichen Wirkstoffe des Wärmepflasters bekämpfen.

Aufgrund der 1928 entwickelten Zusammensetzung der inhaltlichen Substanzen Arnika, Belladonna und Capsaicin, wurde das Heftpflaster auch ABC - Pflaster genannt, wird im heutigen Sprachgebrauch jedoch eher selten verwendet, da lediglich der Inhaltsstoff Capsaicin noch genutzt wird. Wärmepflaster sind nicht rezeptpflichtig, frei verkäuflich und somit für jeden zu erwerben.

Formen, Arten & Typen

Die heilenden Pflaster gibt es in vielen verschiedenen Varianten, deren Wirkung und Funktionsweise sich jedoch nicht besonders unterscheidet. Zu den bekanntesten Wärmepflastern gehören das „Hansaplast ABC – Pflaster“ sowie das „GothaPlast WärmeMED Wärmepflaster“.

Hauptsächlich unterscheiden sich Wärmepflaster in der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe, wobei der Wirkstoff Capsaicin bei allen Wärmepflastern Anwendung erfährt.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Während der Behandlung wird das Wärmepflaster auf die schmerzende Region der Haut gelegt und kann zwischen vier und zwölf Stunden auf dieser verweilen.

Die Substanz Capsaicin, welche aus getrockneten Früchten des Cayennepfeffers extrahiert wird, stimuliert die für das Schmerz- und Wärmeempfinden verantwortlichen Rezeptoren der Haut. Bei der Anwendung kommt es zumeist zu einer sichtbaren Resonanz des Hautbilds, welche sich in einer offensichtlichen Rötung äußert.

Der Wirkstoff des Wärmepflasters fördert die Durchblutung der angeregten Hautregion und hemmt den Schmerzbotenstoff Substanz P, wodurch es zu einem geringerem Schmerzempfinden des Patienten kommt. Die Durchblutung sorgt für eine verbesserte Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr, was den Heilungsprozess begünstigt.

Das Wärmepflaster eignet sich zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden. Gerade bei Rücken- und Nackenleiden finden Wärmepflaster häufig medizinische Anwendung.

Ein Wärmepflaster kann bis zu 48 Stunden auf der Haut angewendet werden, bevor es seine Heilwirkung verliert. Es ist darauf zu achten, dass während der Wärmepflastertherapie keine weitere Wärmezufuhr durch Kompressen, Heizkissen oder Rotlicht erfolgt, da dieses zu einer Reizung der Haut und einer unerwünschten gesundheitlichen Schädigung führen kann.

Des Weiteren sollte man beachten, dass Wärmepflaster nur in Abständen von mindestens zwölf Stunden erneut aufgetragen werden sollten. Nach dem Auftragen des neuen Pflasters sollte eine Reinigung der Hände erfolgen. Das Zuschneiden von Wärmepflastern wird nicht empfohlen. Da die Faserstruktur des Pflasters zerstört wird, können die Inhaltsstoffe gegebenenfalls direkt auf die Haut gelangen. Bei Kindern kann dies unter Umständen sogar zu einer Vergiftung führen.

Zudem ist darauf zu achten, dass Wärmepflaster nicht auf offene Wunden aufgelegt werden oder mit Schleimhäuten in Berührung geraten. Dies kann schwerwiegende Entzündungen zur Folge haben.

Eine alternative Behandlungsmethode bieten Wärmepflaster, die Eisenpulver als Wirkstoff enthalten. Dieses entzieht der umgebenden Luft den Sauerstoff. Die Reaktionswärme nutzt das Pflaster, um die betroffenen Hautregionen zu wärmen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Reizung der Haut auf ein Minimum gesenkt wird.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Wärmepflaster sind eine gute und natürliche Alternative zu anderen therapeutischen Maßnahmen der Schmerzlinderung.

Häufig können diese bei richtiger Anwendung die Schmerzen des Patienten bereits nach kurzer Zeit reduzieren, so dass dieser sich eine aufwendige Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt erspart. Dennoch sollte bei ernsthaften Beschwerden nicht gezögert werden, einen Facharzt zu konsultieren, der alternative Behandlungsmethoden empfehlen kann. Angaben zu den jeweiligen Inhaltsstoffen der Wärmepflaster lassen sich der Packungsbeilage entnehmen.

Allergische Reaktionen oder gesundheitliche Nebenwirkungen sind trotzdem nicht zu erwarten. Dennoch sollte bei einer Überempfindlichkeit gegen Paprikagewächse oder einer bekannten Sensibilität gegen Capsaicin auf die Benutzung des Wärmepflasters verzichtet werden. Die Anwendung von Heftpflastern oder Wärmepflastern ist schnell und unkompliziert und kann ebenfalls im Rahmen therapeutischer und präventiver Maßnahmen als zusätzliches Mittel genutzt werden.

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