Vitamine Teil 2

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Vitamin wurde erst 1912 gefunden, obgleich man schon seit dem Mittelalter den Skorbut der Seefahrer kannte, der durch das Fehlen von Obst und Gemüse in der Nahrung auftrat. Dieses schwere Krankheitsbild beobachten wir heute zum Glück selten, doch sind gelegentliche Zahnfleischblutungen, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen der oberen Luftwege (Nase, Rachen, Hals) und vor allem die jedem bekannte Frühjahrsmüdigkeit als Folge des Vitamin C Mangels uns allen leider wohlbekannt.

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Inhaltsverzeichnis

Vitamin C

Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, kommt im Frischgemüse, Früchten, Salat und in bedeutenden mengen in unserer leider sooft verachteten Kartoffel vor.

Für die Hausfrau oder den Hausmann ergibt sich daraus die wichtige Gebrauchsregel, bei der Zubereitung der Mahlzeiten – ganz besonders im Frühjahr – immer für etwas Rohkost zu sorgen und vor allem nicht durch langes Waschen das Gemüse auszulaugen sowie das Gemüse- und Kartoffelwasser zur Bereitung von Suppen und Soßen zu verwerten.

Vitamin C kommt in Frischgemüse, Früchten, Salat und in bedeutenden Mengen in der Kartoffel vor.

Vitaminmangel führt zu Rachitis oder englischer Krankheit, einer Störung des Kalk- und Phosphorsäurestoffwechsels, damit zu mangelhafter Verkalkung des Knochengewebes, wodurch z.B. O- und X-Beine sowie Deformierungen des Brustkorbes und des Beckens entstehen können, sowie zu verzögerter und gestörter Zahnbildung, endlich zum Zurückbleiben in der gesamten körperlichen Entwicklung.

Im 18. Jahrhundert war die Heilwirkung des Lebertrans bei dieser Erkrankung bekannt, und sie wurde damals durch Lebertrangaben sowie Sonnenbestrahlung geheilt. Aber erst im Jahre 1927 gelang es, das Ergosterin, eine Vorstufe des Vitamin D, zu erkennen, das in das eigentliche Vitamin D durch Sonnen- oder Höhensonnen-Bestrahlung überführt werden kann.

Vitamin D

Während die D-Provitamine – auch z.B. der in der Haut sich befindende Abkömmling des Cholesterins gehört hierzu – im Tier- und Pflanzenreich sehr verbreitet sind, findet sich das eigentliche Vitamin D in der Pflanze gar nicht und in tierischen Produkten bis auf Lebertran nur in Spuren, so dass die besten Vitamin D Quellen die Leber, verschiedene Meeresfrüchte und im großen Abstand Milch, Butter und Eier sind. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das beste Vorbeugungs- und Heilmittel gegen Rachitis die Sonne ist. Erhöhter Vitamin D Bedarf besteht im Wachstumsalter, bei Schwangeren und Stillenden.

Vitamin E

Vitamin E sei als letztes Erwähnt. Sein Fehlen verursacht kein fest zu umreißendes Krankheitsbild. Vitamin E wurde dadurch gefunden bzw. entdeckt, dass Tiere, deren Nahrung aus Kuhmilch mit Hefe und Eisenzusatz bestand, ihre Jungen nicht aufziehen konnten und sich bei weiterer Haltung mit dem angegebenen Futter bei Männchen Unfruchtbarkeit, bei den Weibchen Fehlgeburten einstellten.

Es ist erwiesen, dass das Vitamin E den Aufbau des Bindegewebes und insbesondere des Herzmuskels steuert und damit die Durchblutung beeinflusst. Vitamin E ist fettlöslich und findet sich in Gemüse, den Keimlingen des Getreides, Milch, Eiern und Fleisch.

Wir kennen außer den hier behandelten Vitaminen noch andere Substanzen, die Vitamincharakter haben, zur Aufrechterhaltung des Lebens also notwendig sind, und können im ganzen von etwa 18 Vitaminen bzw. Vitamin-Gruppen sprechen, doch sind die hier näher behandelten die wichtigsten.

Pflegen wir eine gemischte und ausgewogene Ernährung, geben wir besonders genügend Gemüse und vermeiden wir das Wegschütten des Kochwassers – zahlreiche Vitamine sind wasserlöslich – und verwenden wir ausreichen Obstsäfte, die leider neuerdings mit künstlichen und nicht sehr wertvollen künstlichen Vitaminen beigemischt sind, setzen wir daneben auf unseren Speisezettel Fischgerichte – wichtige Vitamin D Quelle ist der Hering – und vergessen wir nicht, Vollkornbrot zu essen, um die im keim und Schale der Getreidekörner sich befindenden Vitamine zu erhalten, geben wir Käse – auch schon den Kindern von einem Jahr an – und verwenden wir Magermilch, dann werden wir sicher sein, die erforderlichen Vitaminmengen zu erhalten.

Ein wenig nachdenken bei der Aufteilung des Küchenzettels wird durch erhöhte Lebens- und Schaffensfreude bei sich und den Angehörigen reichlich belohnt.

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