Vitamin-A-Mangel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 19. Juli 2017
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Ein fortdauernder Vitamin-A-Mangel an kann zu Probleme mit der Sehkraft und einer höheren Anfälligkeit für Infektionen führen. Ein erhöhtes Risiko für Vitamin-A-Mangel tritt auf bei: Menschen mit Krankheitsbildern, welche die Art der Nahrungsaufnahme im Darm beeinflussen, wie zum Beispiel Zöliakie, Morbus Crohn, Mukoviszidose. Krankheiten, welche die Leber oder die Bauchspeicheldrüse betreffen. Menschen, welche nach einer streng veganen Diät leben. Längerem übermäßigen Alkoholkonsum oder Alkoholismus.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Vitamin-A-Mangel?

Vitamine sind eine Gruppe von Stoffen, welche vom Körper in kleinen Mengen benötigt werden, um die Gesundheit zu erhalten. Vitamin A kann nicht durch den menschlichen Körper hergestellt werden, wodurch es zu einem wesentlichen Bestandteil einer gesunden Ernährung wird. Vitamin A ist wichtig für gesunde Augen, ein gutes Sehvermögen, eine gesunde Haut, und für die Bekämpfung von Infektionen. Vitamin A wird manchmal auch als Retinol bezeichnet.

Lebensmittel, die Vitamin A enthalten, sind Joghurt, Milch, Eier und Fischleberöle. Eine andere Substanz namens Beta-Carotin, die in grünem Salat und orangefarbenem und gelbem Gemüse und Obst gefunden wird, kann durch den Körper zu Vitamin A umgewandelt werden. Leichte Formen von Vitamin A Mangel können in der Regel ohne langfristige Auswirkungen behandelt werden.

Vitamin A-Mangel kommt häufiger in Entwicklungsländern vor, wo es oft zur Erblindung und sogar zum Tod führt. Die empfohlene tägliche Menge an Vitamin A für Erwachsene beträgt 0,7 Milligramm für Männer und 0,6 Milligramm für Frauen. Eine tägliche Diät, die einige der oben genannten Lebensmittel enthält, ist für gesunde Erwachsene ausreichend. Überschüssiges Vitamin A wird durch den Körper gespeichert. Daher benötigen man nicht zwangsläufig an jedem Tag die empfohlene Menge an Vitamin A.

Eine sehr hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu Problemen wie rauer Haut, trockenem Haar und einer vergrößerten Leber führen. Hohe Mengen an Vitamin A bei schwangeren Frauen können auch dazu führen, dass das ungeborene Baby Geburtsdefekte zu entwickeln. Daher sollten Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden, keine Vitamin-A-Ergänzungen einnehmen. Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden, sollten auch keine Leber oder Leberprodukte wie Leberpastete und Leberwurst konsumieren.

Ursachen

Vitamin-A-Mangel kann durch eine längere unzureichende Zufuhr von Vitamin A verursacht werden. Dies ist vor allem in Kulturen der Fall, wo Reis ein Hauptbestandteil der Ernährung ist, da er kein Carotin enthält. Vitamin-A-Mangel kann auch auftreten, wenn der Körper nicht in der Lage ist, das Vitamin A aus der Ernährung zu verarbeiten.

Dies kann im Rahmen einer Vielzahl von Krankheiten auftreten, einschließlich: Zöliakie, Morbus Crohn, Giardiasis (eine Infektion des Darms), Leberzirrhose, Obstruktion des Gallenflusses aus der Leber und Gallenblase in den Darm.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Leichte Formen des Vitamin-A-Mangels können zu Müdigkeit führen. Sowohl leichte als auch schwere Formen von Vitamin-A-Mangel können das Risiko erhöhen für: Infektionen, einschließlich Hals-und Brust-Infektionen und Gastroenteritis, verzögertes Wachstum und Knochenentwicklung bei Kindern und Jugendlichen, Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten.

Schwere Formen von Vitamin-A-Mangel können auch zu Augen- und Sehproblemen, Nachtblindheit, Verdünnung und Ulzeration der Hornhaut auf der Oberfläche der Augen, Trockenheit der Bindehaut und Hornhaut auf der Oberfläche der Augen (Xerophthalmie), ovalen oder dreieckigen oder unregelmäßig schaumigen Flecken auf dem Weiß der Augen (Bitot Flecken).

Auch eine Perforationen der Hornhaut sowie eine schwere Sehbehinderung durch Schädigung der Netzhaut an der Rückseite des Auges kann als Begleiterscheinung auftreten. Auch trockene Haut, trockenes Haar und Juckreiz (Pruritus) sind häufige Symptome eines Vitamin-A-Mangels.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Wenn ein Arzt einen Vitamin-A-Mangel vermutet, wird eine Blutuntersuchung veranlasst. Zunächst steht die Bestätigung des Vitamin-A-Mangels aus. Danach ist zu überprüfen, ob irgendwelche Symptome wie Anämie auftreten.

Weitere Untersuchungen werden Tests der Sehkraft einschließen, vor allem unter nächtlichen Bedingungen. Die Serum retinolbindende Protein Untersuchung ist leichter durchzuführen und relativ günstig. Auch die Bestimmung des Zinkniveaus kann helfen, da Zinkmangel die Produktion von retinolbindendem Protein stört.

Bei Kindern können Röntgenaufnahmen der langen Knochen nützlich sein, um das Knochenwachstum zu bewerten, welches bei einem Vitamin-A-Mangel verzögert sein kann. Die Morbidität steigt, sobald die Blindheit fortgeschritten ist. Irreversible Bedingungen umfassen punktuelle Keratopathie, Keratomalazie und Hornhautperforation.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung von leichten Formen von Vitamin-A-Mangel umfasst das Verzehr von Vitamin-A-reichen Lebensmitteln – zum Beispiel Leber, Rindfleisch, Huhn, Eier, Milch, Karotten, Mangos, Süßkartoffeln und grünes Blattgemüse. Falls der Vitamin-A-Mangel bereits stärkere Symptome verursacht, beinhaltet die Behandlung auch die tägliche orale Einnahme von Vitamin A-Ergänzungspräparaten.

Schwere Formen von Vitamin-A-Mangel können einen bleibenden Sehverlust verursachen, wenn die Behandlung mit Vitamin-A-Ergänzungsmitteln nicht frühzeitig erfolgt. Wenn früh milde Augenprobleme auftreten, kann die Behandlung in einer vollen Wiederherstellung ohne irgendeinen dauerhaften Verlust des Sehvermögens resultieren.

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Vorbeugung

Eine regelmäßige Einnahme von Vitamin-A-reichen Lebensmitteln wird in der Regel verhindern, dass ein Vitamin-A-Mangel überhaupt entsteht, solange keine chronische Erkrankung verhindert, dass der Körper das benötigte Vitamin A aus der Ernährung bezieht. Es wird empfohlen, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen.

Verschiedenen Nahrungsmitteln wie Frühstückscerealien, Gebäck, Brot, Keksen und Fitnessriegeln wird häufig Vitamin A zugesetzt. Für Menschen mit einem generell erhöhten Risiko, vor allem bei Kindern, können Vitamin-A-Präparate ein adäquater Zusatz zur regelmäßigen Diät sein.

Bücher über Vitamine

Quellen

  • Bässler, K.-H.: Vitamin-Lexikon. Urban & Fischer, München 2002
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Pietrzik, K., Golly, I., Loew, D.: Handbuch Vitamine. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2008

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