Virostatika

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Bei viralen Infektionskrankheiten werden in der Therapie zumeist Virostatika eingesetzt. Im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen, können bei Virusinfektionen keine Antibiotika verwendet werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Virostatika?

In der modernen Medizin stellen die sogenannten Virostatika eine spezielle Gruppe von Medikamenten dar. Grundsätzlich soll durch die Verwendung der sogenannten Virostatika eine Vermehrung von gesundheitsschädlichen Viren innerhalb des menschlichen Körpers verhindert werden.

Die auf dem Markt erhältlichen Virostatika werden aufgrund ihrer Nebenwirkungen jedoch nur eingesetzt, sofern der menschliche Körper den Virus nicht von alleine bekämpfen kann.

Da es sich bei den meisten Arten von Viren um mutierende Viren handelt, kann es zu einer sogenannten Resistenz der Viren gegenüber dem eingesetzten Wirkstoff kommen. Hieraus resultierend entwickelt sich für die Betroffenen in den meisten Fällen eine mitunter lebensbedrohliche Situation.

Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Die jeweiligen Virostatika kommen bei einer Vielzahl von Erkrankungen zum Einsatz. Im Rahmen einer Therapie mit einem Virostatikum werden die vorhandenen Viren jedoch nicht abgetötet. Vielmehr soll durch den Einsatz eines Virostatikums eine Vermehrung der vorhandenen Viren verhindert werden.

Die Vermehrung der Viren findet in der Regel in den sogenannten Wirtszellen statt. Da die bereits bekannten Viren über keinen eigenen Stoffwechsel verfügen, dringen sie in die Zellen des menschlichen Körpers ein. Der in den Zellen vorhandene Stoffwechsel dient den Viren zum Überleben. Ein Virostatikum greift im Rahmen der Therapie maßgeblich in den Zyklus der Viren ein.

So wirken sich die jeweiligen Wirkstoffe hemmend auf die Bindungsfähigkeit der Viren aus. Die Viren haben also keine Chance mehr sich an die vorhandenen Wirtszellen zu binden. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Präparate, welche ein Eindringen der Viren in die Wirtszellen verhindern. Resultierend aus dem medizinischen Fortschritt können unter anderem Krankheiten wie beispielsweise AIDS behandelt werden.

Nicht selten kann durch eine optimal abgestimmte Therapie ein Ausbruch der Krankheit deutlich verzögert werden. Die modernen Virostatika werden jedoch nicht nur zur Behandlung von AIDS eingesetzt. So werden beispielsweise Erkrankungen wie die Influenza mit einem Virostatikum behandelt.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Virostatika

Grundsätzlich soll durch die Verwendung der sogenannten Virostatika eine Vermehrung von gesundheitsschädlichen Viren innerhalb des menschlichen Körpers verhindert werden.

In der derzeitigen medizinischen Praxis haben sich neben den chemischen Präparaten unter anderem die natürlichen Präparate behauptet. Zu den sogenannten antiviralen Kräutern gehören unter anderem Oregano sowie Echinacea und Knoblauch.

Aber auch Kräutern wie beispielsweise Holunder wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Die jeweiligen Kräuter wirken sich in erster Linie positiv auf das Immunsystem aus. Resultierend aus einer gesteigerten Produktion von weißen Blutkörperchen kann der menschliche Körper die vorhandenen Viren aktiv bekämpfen. Patienten, welche beispielsweise an einer Influenza erkrankt sind, können grünen Tee zur Therapie einsetzen.

Die natürlichen Wirkstoffe werden oftmals als homöopathische Virostatika vertrieben. Schwerwiegende Erkrankungen erfordern in der Regel eine Therapie mit einem chemischen Präparat. Die Verwendung eines pharmazeutischen Virostatikums ist jedoch in den meisten Fällen mit starken Risiken und Nebenwirkungen verbunden.

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Risiken & Nebenwirkungen

Im Rahmen einer Therapie mit einem Virostatikum kann es zu schweren Risiken und Nebenwirkungen kommen. Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören unter anderem Symptome wie beispielsweise Schwindel oder Übelkeit.

Nicht selten klagen die Betroffenen über eine starke innere Unruhe sowie über ein hohes Maß an Nervosität. Hieraus resultierend kann es zu schweren Schlafstörungen kommen. Da die Konzentrationsfähigkeit im Rahmen einer Therapie mit einem Virostatikum oftmals spürbar abnimmt, ist das Bedienen von Maschinen sowie das Führen von Fahrzeugen in den meisten Fällen strengstens untersagt.

Vor allem die chemischen Präparate wirken sich nicht selten auf die Zellen des menschlichen Körpers aus. Neben einer allgemeinen Abgeschlagenheit kann es zu einem besonders hohen Fieber kommen. Unbehandelt kann das Fieber bei den Betroffenen zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Sehr selten ist im Rahmen einer Therapie mit einem Virostatikum eine klinische Überwachung erforderlich. Mit dieser Maßnahme soll in erster Linie einem lebensbedrohlichen Nierenversagen vorgebeugt werden.

Frauen, welche sich in der Stillzeit befinden, sollten ein Virostatikum grundsätzlich nur nach einer vorherigen Absprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen. Die Gefahr eines möglichen Übertritts von einzelnen Wirkstoffen der Virostatika in die Muttermilch wird von führenden Medizinern als relativ hoch angesehen.

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