Verdauungsorgane

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 12. November 2016
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Das gesamte Verdauungssystem baut Nahrung zu einfachen Substanzen ab, um die verwertbaren Stoffe für den Organismus herausziehen zu können. Es besteht praktisch aus einem langen Rohr, an das verschiedene Verdauungsorgane gebunden sind.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Verdauungsorgane?

Zu den Verdauungsorganen zählen der Mund, der Rachen, die Zunge die Speiseröhre, die Bauchspeicheldrüse, die Leber der Magen, die Gallenblase, der Zwölffingerdarm, der Dünndarm und der Dickdarm, der Enddarm und der Anus.

Aber auch Darmbakterien, Enzyme und viele weitere Prozesse unterstüzen maßgeblich die Verdauung.

Anatomie & Aufbau

Das Verdauungssystem ist bei allen Wirbeltieren ähnlich. Das ganze System zieht sich vom Mund bis zum Anus. Auf dem gesamten Weg wird die Nahrung durch den Zusatz verschiedener Enzyme abgebaut bzw. umgewandelt.

Die Nährstoffe werden im Laufe des Prozesses herausgezogen und in den Körper bzw. die einzelnen Zellen transportiert. Jedes Verdauungsorgan hat eine auf das vorhergehende folgende Funktion und somit sind alle Organe aufeinander angewiesen.

Eine genauere Anatomie der einzelnen Organe, finden in den jweiligen Artikeln.

Funktionen & Aufgaben

Die Verdauung beginnt bereits mit den Organen Mund und Zunge. Im Mund wird die Nahrung gekaut und das heißt, sie wird zu verarbeitungsfähigen Kleinteilen, im Idealfall einem groben Brei, verarbeitet. Außerdem sitzen im Mund die Speicheldrüsen.

Befindet sich nun Nahrung im Mund, wird Speichel produziert und hierbei handelt es sich bereits um einen Verdauungssaft. Es ist das Enzym Amylase enthalten, welches dafür sorgt, dass bereits Stärke in der Nahrung abgebaut wird. Die Speichelflüssigkeit erleichtert außerdem das Schlucken und somit den weiteren Transport der Nahrung durch den Körper. Durch die Speiseröhre gelangt die Nahrung mittels Muskeln, die den Nahrungsbrei weiterschieben, in den Magen.

Im Magen wird die Nahrung dann mithilfe von Muskeln durchgeknetet. Die Magenschleimhaut produziert Magensäure. Diese besteht unter anderem aus Salzsäure und Pepsin, das Proteine aufspalten kann. Am Ende des Magens befindet sich eine Art Schließmuskel, der sich erst öffnet, wenn die Nahrung für die weitere Verarbeitung bereit ist.

Vom Magen gelangt die Nahrung nun weiter in den Dünndarm . Dieser unterscheidet sich noch zwischen Zwölffingerdarm und Krummdarm. Der Zwölffingerdarm produziert weitere Verdauungsenzyme und der Krummdarm nimmt dann die gelösten Nährstoffe auf. Die Dünndarmschleimhaut ist insgesamt mit so genannten Zotten ausgestattet, dies verleiht dem Dünndarm insgesamt eine riesige Oberfläche und sorgt somit für einen wesentlich besseren Aufnahmeprozess der Nährstoffe. Hier gelangen sie direkt weiter ins Blut und Lymphsystem.

Schmatische Darstellung der Verdauungsorgane beim Menschen. Klicken, um zu vergrößern.

Der Zwölffingerdarm ist mit der Bauchspeicheldrüse verbunden, welche weitere Verdauungssäfte dem Nahrungsbrei hinzugibt. Diese Säfte sind alkalisch und wirken somit der Magensäure entgegen. Außerdem werden hier wichtige Hormone wie das Insulin und Glucagon produziert, welche für die Steuerung des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind.

Die Leber und Gallenblase entsenden Verdauungsenzyme, die vor allem bei Bedarf Fette abbauen können. Die Flüssigkeit wird in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm ausgeschüttet.

Aus dem Dünndarm gelangt die verdaute Nahrung in den Dückdarm. Hier wird den unverwertbaren Nahrungsresten vor allem viel Wasser entzogen. Der letzte Teil des Dickdarms wird als Mastdarm bezeichnet und endet mit dem Anus, einem Schließmuskel, aus dem die nicht mehr verwertbaren Nahrungsüberreste wieder aus dem Körper ausgeschieden werden.

Krankheiten, Beschwerden & Störungen

Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Verdauungssystem auftreten können, sind vielfältig. Schon beginnend bei schlechten oder ausfallenden Zähnen, können Defizite in der optimalen Verdauung entstehen.

Häufig kommt es auch zu Entzündungen der Speiseröhre, was vor allem bei der Nahrungsaufnahme Schmerzen verursachen kann. Der Magen ist häufiger durch eine Magenschleimhautentzündung belastet, welche auch unbehandelt zu Problemen der Nahrungsverwertung führen kann. Darmprobleme entstehen oft durch fremde Erreger oder aber Medikamente, die für eine andere Reaktion im Verdauungssystem sorgen. So kann es insbesondere zu Durchfallerkrankungen oder Verstopfung kommen. Sogar das Endsystem des Darms kann von Erkrankungen betroffen sein. Dies sind beispielsweise Hämorrhoiden, welche auf eine schwache Bindehaut schließen lassen und die Ausscheidung erschweren. Besonders schwere Fälle müssen operativ behandelt werden.

Seltener kann es auch zu bösartigen Erkrankungen in jedem einzelnen Verdauungsorgan kommen. Da man dies meist nicht durch Schmerzen bemerkt- zumindest nicht frühzeitig- ist eine Vorsorge notwendig. Auch chronische Erkrankungen, wie die Autoimmunerkrankung Morbus Crohn, welche den Darm nach und nach vernarben lässt, stellen eine große Einschränkung in der Verdauung dar.

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