Varizenverödung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Bei den meisten Menschen kommt es im Laufe des Lebens durch Veränderungen der Venen zur Bildung von Krampfadern (Varizen). Wer darunter leidet und sie loswerden möchte, hat verschiedene Behandlungstechniken zur Auswahl. Bei kleineren Krampfadern bietet sich die Verödung an.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Varizenverödung?

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sie können, besonders wenn es sich um größere Krampfadern handelt, auch gesundheitliche Folgen haben bis hin zu Thrombosen und offenen Beinen. Deshalb ist es sinnvoll, sie rechtzeitig zu behandeln. Zur Behandlung stehen verschiedene nicht-operative und operative Verfahren zur Verfügung.

Eines dieser Verfahren ist eine Verödung der Krampfadern (Varizenverödung), sie wird auch als Sklerosierung bezeichnet. Bei der Verödung wird ein Verödungsmittel in die Vene gespritzt und löst im Inneren der Vene künstlich eine Entzündung aus. Diese führt dazu, dass die Innenwände der Vene verkleben und vernarben. Sie wird hauptsächlich zur Behandlung von Besenreisern und kleineren Krampfadern angewandt. Bei Besenreisern wird ein flüssiges Mittel gespritzt, bei kleineren Krampfadern ein Schaum. Für eine erfolgreiche Behandlung sind meistens mehrere Sitzungen erforderlich.

Funktion, Wirkung & Ziele

Kleinere Besenreiser, oberflächliche Erweiterungen der Venen, und Krampfadern, die nicht so groß sind, lassen sich gut durch eine Verödung behandeln. Für die Verödung von Krampfadern ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig, sie kann ambulant durchgeführt werden. Sie macht aber nur Sinn, wenn der Blutrückfluss zum Herzen in den Beinvenen nicht behindert ist. Vor der ersten Sitzung muss für ca. 2 Tage ein Kompressionsstrumpf getragen werden, damit vor der Verödung sichergestellt ist, dass die Passform stimmt.

Während der Behandlung werden die Venen punktiert und im Anschluss ein Verödungsmittel in flüssiger Form (bei größeren Krampfadern Schaum) in die Venen injiziert, das durch eine künstlich verursachte Entzündung die Innenwände der Vene verkleben und vernarben soll. Nach der Einspritzung bekommen die Patienten einen Kompressionsverband und sollen mindestens eine halbe Stunde herumlaufen. Sie müssen sich nicht körperlich einschränken und können auch wieder direkt zur Arbeit gehen, es ist im Sinne der Therapie, sich viel zu bewegen. Stehen und Sitzen ist ungünstiger. In der Regel kann noch am selben Abend der Verband entfernt und durch den Kompressionsstrumpf ersetzt werden.

Die Varizenverödung ist die Verödung von Krampfadern. Dabei wird ein Verödungsmittel in die Vene gespritzt und löst im Inneren der Vene künstlich eine Entzündung aus.

Er muss in den nächsten Tagen konsequent täglich getragen werden. Zu den Folgesitzungen muss der Patient den Verband wieder mitbringen. 2 bis 5 Tage nach der Verödung findet eine Kontrolluntersuchung statt. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, muss der Strumpf noch 4 bis 6 Wochen regelmäßig getragen werden. 3 bis 6 Monate nach der Verödung wird die Funktion der Venen noch einmal kontrolliert. Die Varizenverödung ist ein relativ schmerzarmes Verfahren und bietet den Vorteil, dass sie bei Bedarf wiederholt werden kann. Eine Wiederholung ist in den meisten Fällen notwendig, weil die Veranlagung zu Krampfadern trotz der Behandlung bestehen bleibt. Vor einer Verödung sollte daher sorgfältig geprüft werden, ob sie die am besten geeignete Behandlungsmethode ist.

Ob ein flüssiges Verödungsmittel oder ein Schaum injiziert wird, ist von der Größe der Krampfadern abhängig. Bei Besenreisern reicht in der Regel ein flüssiges Mittel. Bei größeren hat sich eher Schaum bewährt. Die Varizenverödung gehört zu den ältesten und besten Methoden bei kleineren Krampfadern wie Besenreisern. Da die Technik immer weiter voranschreitet, wird das Behandlungsspektrum der Varizenverödung in Zukunft sicherlich noch erweitert werden können. Gegenüber anderen Behandlungsverfahren bei Krampfadern bietet die Verödung den Vorteil, dass sie weitestgehend schmerzfrei ist und ambulant durchgeführt werden kann.

Die Patienten haben außer dem notwendigen Tragen des Kompressionsstrumpfes in der Regel keine weiteren Einschränkungen und können ganz normal ihren Alltag bestreiten. Allenfalls müssen sie in Kauf nehmen, dass bei einer Veranlagung zu Krampfadern die Behandlung ein paar Jahre eine Wiederholung notwendig macht.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Auch wenn die Varizenverödung eine relativ risikoarme Behandlungsmethode darstellt, gibt es bestimmte Kontraindikationen, die die Anwendung einschränken:

  • Wassereinlagerungen
  • Entzündungen im Verödungsbereich
  • Durchblutungsstörungen in den Arterien
  • Einschränkungen in der Bewegungsfähigkeit oder Bettlägerigkeit
  • Loch in der Herzscheidewand (Foramen ovale)
  • Venenentzündung/Thrombose
  • Schwangerschaft
  • Krankheiten mit Fieber
  • Allergie gegen das Verödungsmittel

Abgesehen von den Kontraindikationen sind Nebenwirkungen beim Veröden von Krampfadern eher selten. Das Einspritzen des Verödungsmittels kann ein paar Sekunden lang einen leicht brennenden Schmerz verursachen und manchmal entstehen durch die Verödung kleine Blutergüsse oder eine leichte, aber ungefährliche Venenentzündung. Die verödete Stelle reagiert wie ein blauer Fleck. Sie färbt sich zuerst blau, dann grün und gelb, bis sie nicht mehr sichtbar ist. Manchmal verfärbt sich die Haut an der Einstichstelle bräunlich, die Verfärbung bildet sich aber in den nächsten Monaten wieder zurück.

In sehr seltenen Fällen kann sich die Einstichstelle entzünden und eine kleine Narbe hinterlassen. Noch seltener kommt es zu einer Beinvenenthrombose der inneren Beinvenen oder bei der Einspritzung wird versehentlich eine Schlagader getroffen mit dem Risiko des Absterbens von Gewebe. Allergische Reaktionen gegen Verödungsmittel oder Verbände treten auch nur selten auf. Ganz wichtig ist es, sich direkt nach der Verödung viel zu bewegen, Sitzen oder Stehen ist ungünstig. Wer Saunabesuche oder Solariengänge liebt, sollte mindestens eine Woche bis 10 Tage aussetzen.

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