Vardenafil

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Der Wirkstoff Vardenafil wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion („Impotenz des Mannes“) eingesetzt. Das Medikament gehört zur Klasse der so genannten Phosphodiesterase-Inhibitoren (PDE-Inhibitoren). Bei sexueller Stimulation erhöht Vardenafil den Blutfluss in den Penis, was in der Regel eine Erektion hervorruft.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Vardenafil?

Vardenafil wird als Tablette etwa eine halbe Stunde bis 60 Minuten vor dem beabsichtigten Geschlechtsverkehr eingenommen. Die Wirkung von Vardenafil kann bis zu 12 Stunden anhalten. Die Substanz verzögert den Abbau des körpereigenen Enzyms Phospodiesterase-5 (PDE-5) und ermöglicht so die Erektion bzw. vermag die Dauer einer Erektion zu verlängern. Die Einnahme des Medikaments ist dabei nicht an eine Mahlzeit gebunden.

Die Diagnose einer Impotenz beim Mann kann nur von einem Arzt gestellt werden. Der ärztlichen Verordnung von Vardenafil gehen stets eine gründliche Anamnese und die eingehende medizinische Untersuchung voraus. Hierbei wird der Arzt insbesondere das Herz-Kreislauf- und das Blutgefäßsystem des Patienten gründlich untersuchen.

Vardenafil ist zum Beispiel unter den Markenbezeichnungen Levitra®, Staxyn® und Vivanza® auf dem Markt.

Pharmakologische Wirkung

Vardenafil greift in das Gleichgewicht zweier körpereigener Stoffe ein, die die Erektion des Penis bei sexueller Stimulation steuern. Die Substanz cyclisches Guanosinmonophosphat (cGMP) führt dabei die Erektion herbei.

Es bewirkt die Entspannung der glatten Muskulatur der Schwellkörper, so dass das Blut verstärkt in den Penis einströmen kann. Die zweite Substanz, Phosphodiesterase-5 (PDE-5) sorgt für den Abbau des cGMP und so für das Nachlassen der Erektion.

Als Gegenspieler der PDE-5 blockiert Vardenfil deren Wirkung, was wiederum den Abbau des cGMP verhindert und eine anhaltende Erektion des Penis zur Folge hat.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Der Wirkstoff Vardenafil wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion („Impotenz des Mannes“) eingesetzt.

Vardenfil ist verschreibungspflichtig und ausschließlich für die Behandlung der erektilen Dysfunktion beim erwachsenen Mann zugelassen. Frauen sollten den Wirkstoff keinesfalls einnehmen. Auch bei Kindern und Jugendlichen darf das Medikament nicht eingesetzt werden.

Die Anfangsdosis beträgt in der Regel fünf Milligramm, maximal dürfen täglich 20 Milligramm des Wirkstoffs verabreicht werden. Innerhalb von 24 Stunden sollte Vardenafil höchstens ein Mal eingenommen werden, bei bestimmten Vorerkrankungen auch seltener. Hier sollte in jedem Fall der behandelnde Arzt konsultiert werden. Generell gilt, dass Vardenafil exakt den Anweisungen des Arztes bzw. den Angaben des Beipackzettels entsprechend eingenommen werden muss. Eine Schwangerschaft lässt sich mit Vardenafil selbstverständlich ebenso wenig verhindern wie die Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit.

Mit Vardenafil lassen sich weder die psychischen oder physiologischen Ursachen der Erektionsstörungen beseitigen, noch lässt sich mit einem solchen Arzneimittel das sexuelle Verlangen generell erzeugen oder steigern. Das heißt, der Wirkstoff führt nicht automatisch zu einer Erektion.

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Risiken & Nebenwirkungen

Jeder Mensch reagiert anders auf die Einnahme eines Medikamentes oder eines bestimmten Wirkstoffs. Neben der gewünschten Wirkung kann die Einnahme von Vardenafil daher auch mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen zur Folge haben.

Zu den bekannten unerwünschten Nebenwirkungen von Vardenafil gehören zum Beispiel Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit oder leichter Durchfall, Sodbrennen und Hitzewallungen. Es werden auch Nebenwirkungen beschrieben, die an einen Schnupfen („verstopfte Nase“) oder an eine Grippe denken lassen.

Als unerwünschte Nebenwirkung deutlich ernster zu nehmen ist die Möglichkeit von Sehstörungen, die zum Teil massiv sein können. Auch wird im Zuge der Einnahme von Vardenafil mitunter von mehr oder weniger starker Benommenheit, von Ohrgeräuschen oder Taubheit, Heiserkeit, Ohnmacht, Nesselausschlag und Hautrötungen sowie von Schwellungen von Rachen und Zunge (mit Schluck- oder Atembeschwerden) und Lippenschwellungen berichtet.

Vardenafil darf nicht gleichzeitig mit den so genannten Alpha-Blockern oder gefäßerweiternden Medikamenten auf Nitro-Basis („Nitrate“) eingenommen werden. In solchen Fällen kann es zu einem starken und lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen. Auch bei Patienten mit schweren Erkrankungen des Herzkreislaufsystems wie Angina pectoris, schwerer Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen ist die Einnahme von Vardenafil nicht angezeigt.

Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten sowie Männer mit schweren arteriellen Durchblutungsstörungen sollten das Medikament nur nach sorgfältigster ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko einnehmen. Schwere Störungen der Leber- oder Nierenfunktion schließen die Einnahme des Wirkstoffs Vardenafil ebenso aus wie ein niedriger Blutdruck (Systolenwert kleiner 90 mmHg) oder das Vorliegen einer Retinitis pigmentosa, einer erblichen Netzhauterkrankung des Auges.

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