Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit bei der Frau

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 28. Oktober 2016Geprüfte Qualität
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Die Diagnose Unfruchtbarkeit ist für jeden Menschen, der sich früher oder später den Wunsch eines Kindes erfüllen will, ungemein schwer zu verkraften. Betroffen sein können dabei sowohl Frauen als auch Männer. In beiden Fällen kann die Zeugungsunfähigkeit aber verschiedene Ursachen, und somit auch Therapiemöglichkeiten, vorweisen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Unfruchtbarkeit bei Frauen

Unter der Diagnose Unfruchtbarkeit versteht man bei Frauen die Infertilität oder Sterilität von diesen. Bei Männern spricht man hier hingegen von der Zeugungsunfähigkeit (siehe Beitrag Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann).

Beide Diagnosen werden in Betracht gezogen, wenn die Fortpflanzung eines Paares auf lange Sicht erschwert oder gar unmöglich ist. Schweregrade der Fortpflanzungsunfähigkeit gibt es bei Frauen aber ebenso viele, wie es unterschiedliche Ursachen und auch Therapiemöglichkeiten gibt.

Grundlegend spricht man aber medizinisch nur von einer tatsächlichen Unfruchtbarkeit, wenn die erschwerte Fertilität mindestens zwei Jahre anhält. Denn eine Unfruchtbarkeit der Frau kann auch von vorübergehender Natur sein.

Ursachen

Die Unfruchtbarkeit wird bei Frauen in zwei Arten unterteilt. Zum einen ist da die Sterilität, bei der erst gar keine Schwangerschaft zustande kommt.

Zum anderen gibt es aber auch den Fall der Infertilität, bei der die Eizelle zwar befruchtet wird, aber nicht ausgetragen werden kann. Beide Arten der Unfruchtbarkeit weisen verschiedene Ursachen vor.

Auf der einen Seite können körperliche Gründe schuld an der Unfruchtbarkeit der Frau sein: Hormonelle Schwankungen, Entzündungen und Fehlbildungen der Eierleiter, Fehlbildungen der Gebärmutter, aber auch verschieden Krankheiten wie beispielsweise Diabetes mellitus.

Auf der anderen Seite können allerdings auch psychische Belastungen und ein zu hohes Alter zur Unfruchtbarkeit führen.

Diagnose & Verlauf

Die Intrauterine Insemination (IUI) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Bei der intrauterinen Insemination werden die Samenzellen mittels Katheter zum Zeitpunkt des Konzeptionsoptimums in die Gebärmutterhöhle eingepflanzt.

Eine Unfruchtbarkeit lässt sich nicht immer auf den ersten Blick diagnostizieren.

Denn der weibliche Zyklus ist sehr abhängig vom Wohlbefinden der Frau. Hier kommt es bei Unwohlsein oder bei Krankheiten recht schnell zu hormonellen Schwankungen, die sich auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken können. Frauen mit Kinderwunsch, die befürchten unfruchtbar zu sein, sollten daher einen Frauenarzt ihres Vertrauens aussuchen und sich kompetent beraten lassen.

Außerdem muss nicht zwangläufig bei jedem Zyklus auch tatsächlich eine reife Eizelle „springen“. Deshalb zieht man eine tatsächliche Unfruchtbarkeit in der Regel erst nach rund zwei Jahren erfolglosen Versuchen schwanger zu werden in Betracht. Bevor man sich an die eigentliche Diagnose macht, muss man aber unterscheiden, ob eine eventuelle Infertilität oder eher eine Sterilität vorliegen könnte.

Anschließend gibt es verschiedene Untersuchungen, wie Blut- und auch Ultraschalluntersuchungen, die nähere Informationen über den Status der befürchteten Unfruchtbarkeit liefern können. Außerdem müssen auch mögliche körperliche Beschwerden abgeklärt werden – sofern diese vorliegen.

Behandlung

Um eine Unfruchtbarkeit der Frau gezielt und nachhaltig behandeln zu können, muss immer erst die Ursache in Erfahrung gebracht werden. Da es hier viele mögliche Gründe gibt, gibt es auch recht viele Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten, die bei einer Fruchtbarkeitsstörung der Frau angewendet werden können.

Zum einen wären da verschiedene hormonelle Behandlungen. Sie kommen meistens dann zum Einsatz, wenn hormonelle Unstimmigkeiten vorliegen – was bei sehr vielen Ursachen der Fall ist. Beste Beispiele hierfür sind unregelmäßige Zyklen, zu starker Stress, psychische Probleme und auch körperliche Hormonunausgeglichenheiten.

Eine weitere Option ist eine künstliche Befruchtung. Diese wird meistens bei einer ausreichend körperlichen Gesundheit, aber auch bei starken Problemen beim Schwangerwerden, in Betracht gezogen. Schwieriger wird es, wenn die Ursache körperlicher Natur ist. Zum Teil lässt sich jedoch auch hier gezielt entgegenwirken.

Nicht immer aber, wenn die Gebärmutter oder die Eierstöcke stark fehlgebildet sind, ist eine Behandlung möglich. In sehr drastischen Fällen ist es der Betroffenen oft nahezu unmöglich, schwanger zu werden oder ein gesundes Kind auszutragen. Diese Frauen müssen sich leider noch zum gegenwärtigen Stand der medizinischen Forschung damit abfinden, dass sie keine Kinder gebären werden können.

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Vorbeugung

Am besten entgegenwirken lässt sich einer psychisch bedingten Unfruchtbarkeit nur durch eine gesunde Lebensführung. Das bedeutet, dass man sich gesund ernähren und spätestens beim Beginn der Familienplanung auf übermäßigen Alkohol- oder Rauchen verzichten sollte. Außerdem muss man übermäßigen Stress schon während der Versuche schwanger zu werden so gut wie möglich unterbinden und vermeiden. Denn auch diese beiden Faktoren können sich auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken. Körperliche Ursachen lassen sich aber nur bedingt bis gar nicht vorbeugen.

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