Trinkbecher

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 16. Dezember 2016
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In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder im Privathaushalt sind Trinkbecher eine wertvolle Alltagshilfe. Trinkhilfen wie Nasenbecher, Dysphagie-Tassen und Schnabelbecher erleichtern das Trinken erheblich und unterstützen Menschen mit körperlichen Einschränkungen bei der Flüssigkeitsaufnahme.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Trinkbecher?

Zur Aufrechterhaltung physiologischer und mentaler Funktionen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von essentieller Bedeutung. Wasserverluste müssen kontinuierlich durch die Aufnahme von Flüssigkeit ausgeglichen werden.

Alters- und krankheitsbedingte Ursachen oder körperliche Beeinträchtigungen können dazu führen, dass der Organismus zu wenig Flüssigkeit erhält. Mangelndes Durstempfinden (Adpisie) bei älteren Menschen, eine reduzierte Handsensibilität oder Schluckstörungen verhindern die Aufnahme der benötigten Flüssigkeitsmenge.

In diesen Fällen können spezielle Trinkbecher Abhilfe schaffen. Doppelgriffbecher, Pflegebecher und Becher mit Nasenausschnitt eignen sich für Pflegebedürftige, Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder Senioren. Trinkhilfen erleichtern so die Flüssigkeitsversorgung und verhelfen Betroffenen zu mehr Lebensqualität.

Damit sich Trinkbecher leichter in der Hand halten lassen, verfügen viele Bechermodelle über stabile Henkel oder gerippte Oberflächen. Verschiedene Trinköffnungen erleichtern die Flüssigkeitsaufnahme bei Saug- und Schluckbeschwerden. Transparent verarbeitete Trinkgefäße ermöglichen zudem die stetige Kontrolle der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge.

Fachhändler für Medizinprodukte und Praxisbedarf bieten außerdem Trinkbecher mit zwei Deckeln an – ein Deckel schützt vor dem Verschütten, während der andere als Trinkhülle dient. Sicherheitstrinkbecher oder Schnabelbecher für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bestehen aus bruchsicherem Kunststoff und sind sowohl spülmaschinenfest als auch mikrowellengeeignet.

Formen, Arten & Typen

Indikationsspezifische Trinkbecher wie Nasenbecher und Pflegebecher kommen bei verschiedensten Bedürfnissen zum Einsatz. Leichte Kunststoffbecher eignen sich besonders gut für Menschen mit eingeschränkter Handfunktion. Farbige Pflegebecher mit Skala verfügen über eine spezielle Außenstruktur für eine sichere Griffigkeit. Verschiedene Aufsätze lassen sich für Flüssigkeiten wie Saft oder Wasser nutzen und finden außerdem Anwendung bei der Verabreichung dickflüssiger Konsistenzen.

Skalierte Trinkbecher mit Handklemme aus robustem Polypropylen können auch von Personen mit Rheuma oder mit einer Körperbehinderung mühelos über die Hand geklemmt werden. Trinkhilfen mit auslaufsicherem Deckel, Griffen und Mundstück eignen sich, je nach Art der Mundstücköffnung, auch für die Versorgung in liegender Position.

Nasenbecher besitzen eine Aussparung im Nasenbereich, um auch Menschen mit Kopf- und Nackenproblemen das Trinken zu erleichtern. Für Alzheimer-Patienten gibt es Trinkbecher in Signalfarben, die die Konzentration auf das Trinken fördern.

Zudem werden speziell geformte Trinklernbecher für Säuglinge mit Trink- und Saugstörungen oder als Übungsbecher für Kleinkinder hergestellt.

Aufbau & Funktionsweise

In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder im Privathaushalt sind Trinkbecher eine wertvolle Alltagshilfe.

Trinkbecher sind in facettenreichen Farben und mit unterschiedlichem Fassungsvermögen lieferbar, etwa 250 ml oder 400 ml. Die variantenreichen Alltagshelfer erfüllen entweder bestimmte Funktionen oder sind multifunktional einsetzbar. Dampfsterilisierbare Dysphagie-Becher unterstützen Menschen mit Schluckbeschwerden (Dysphagien), da mit ihnen flüssige Nahrung auch bei gerader Kopfhaltung verabreicht werden kann.

Diese Trinkbecher sind mit verbreitertem Rand zur Auflage der Unterlippe versehen und fördern zudem den Schluckreflex. Schnabelbecher aus pflegeleichtem Kunststoff erleichtern das kontrollierte Zuführen zum Mund. Auch bei starken Kippbewegungen kann keine Flüssigkeit in das Gesicht des Trinkenden laufen.

Moderne Trinkhilfen für Bettlägrige verfügen über einen Trinkdeckel mit schräg eingefügtem Strohhalm. Im Gegensatz zum konventionellen Schnabelbecher, der sich häufig nicht völlig leeren lässt, kann so nicht der Eindruck entstehen, es sei noch genügend Flüssigkeit im Behälter. Der Patient ist in der Lage, die komplette Flüssigkeit selbständig aufzunehmen, was einem Flüssigkeitsverlust vorbeugt.

Rillenbecher, mit Millimetereinteilung aus transparentem Kunststoff und einer kleinen Trinköffnung zum Ansaugen, verfügen über extra breite Rillen, die sich bei Sensibilitätsstörungen der Hände oder durch Tremor bedingte verlangsamte Bewegungen besonders leicht greifen lassen.

Um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei Patienten mit Parkinson oder Demenz-Erkrankungen zu gewährleisten, finden in Pflegeeinrichtungen häufig leicht schräg designte Trinkbecher mit robusten Trinkbecher-Deckeln Anwendung. Diese sind auch mit zittrigen Händen leicht zu halten.

Trinktassen mit 250 ml Fassungsvermögen und Nasenausschnitt sind von der Form her besonders handlich und eignen sich für Heiß- und Kaltgetränke. Menschen mit Koordinationsschwierigkeiten, eingeschränkter Motorik oder Schluckstörungen können mit diesen praktischen Helfern gefahrlos trinken.




Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist sowohl für die physische als auch für die geistige Leistungsfähigkeit wichtig. Der Körper verliert durch Atmung, Schweißabsonderung, Urin und Stuhl rund 2,5 Liter Wasser pro Tag. Wassermangel verursacht eine Vielzahl an Beschwerden: Konzentrationsverlust, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit.

Mit zunehmendem Alter sinkt der körpereigene Wassergehalt. Gerade bei älteren Leuten und Menschen mit Erkrankungen kann eine mangelnde Flüssigkeitsversorgung schnell kritisch werden. Zu den schwerwiegenden Folgen einer Dehydration zählen Embolien, Kreislaufprobleme, schwere Stürze oder akute Verwirrtheit (Delir).

Oft verändert sich bei Senioren das Trinkverhalten, da sich das Durstgefühl verringert oder Schluckbeschwerden auftreten, etwa ausgelöst durch neurologische Krankheiten wie Schlaganfall oder Parkinson. Trinkbecher erleichtern das tropffreie und selbständige Trinken, sofern Betroffene noch über eine Restgreiffunktion verfügen.

Neben Nasenbecher, Schnabelbecher oder Trinktasse werden Trinkständer für Personen angeboten, die ihre Hände nicht mehr zum Greifen nutzen können, etwa Rollstuhlfahrer oder Patienten am Freistehbarren. Die medizinischen Hilfsmittel bieten verschiedene Verstellmöglichkeiten und verfügen über einen biegsamen Schwanenhals, der sich mithilfe eines Trinkschlauchs zum Mund führen lässt.

Mundstücke mit Rückflussventil vereinfachen den Saugvorgang erheblich. Zur selbständigen Flüssigkeitsversorgung sind auch Trinkreservoire geeignet, die am Kopfende eines Pflegebetts oder an der Rollstuhlrückseite befestigt werden. So kann der Patient jederzeit Flüssigkeit zu sich nehmen.

Hochwertige Trinkhilfen ermöglichen Menschen mit Handicap nicht nur das selbstbestimmte Trinken, sondern bringen auch für Pflegepersonal und Familienangehörige eine spürbare Entlastung.

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