Treppenlift

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Ein Treppenlift ermöglicht es Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, die Treppe herauf oder herunter befördert zu werden.

Die demografische Entwicklung unserer Zeit lässt Menschen unserer Gesellschaft ein höheres Lebensalter erreichen. Männer, die in der Regel weniger gesund leben als Frauen, leben im Durchschnitt 80 Jahre, während Frauen im Schnitt 85 Jahre leben. Die Gründe sind der medizinische Fortschritt und das steigende Gesundheitsbewusstsein. Immer mehr Menschen ernähren sich gesund und treiben regelmäßig Sport.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Treppenlift?

Die oben genannte Entwicklung bringt ihre Schwierigkeiten mit sich. Die Anzahl der Menschen, die alltägliche Aufgaben nicht mehr aus eigener Kraft meistern, hat sich gegenüber den letzten Jahrzehnten erhöht. Deswegen bauen zB umsichtige Bauherren Neubauten barrierefrei. Viele Ämter und Behörden richten sich auf die Bedürfnisse alter und gebrechlicher Menschen ein und bauen ihre Räumlichkeiten dementsprechend um.

Gut, dass es eine große Auswahl von Treppenlift-Modellen gibt, die ein nachträgliches Einbauen ermöglichen, egal, wie die bauliche Situation ist. Treppenlifte bieten ein Stück Mobilität für bewegungsbeeinträchtigte Menschen und helfen ihnen zu einem selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden.

Dabei handelt es sich um Lifte, die am Treppengeländer entlang auf einer fest angebrachten Schiene laufen. Auf Knopfdruck lassen sie sich je nach Bedarf die Treppe hinauf oder hinunter bewegen. Eine andere Bezeichnung für Treppenlift ist Treppenaufzug.

Formen, Arten & Typen

Nach der Art der Laufaufnahme gibt es Plattformlifte, Sitz- und Stehlifte. Außerdem Rollstuhlhängelifte. Daneben bietet der Handel spezielle Treppenlifte, Treppenraupen oder auch Schrägaufzüge.

Die meisten Treppenlifte sind mit Akkus betriebene Sitzlifte. Außerdem gibt es verschiedene Bauarten von Treppenliften, die sich an die individuellen Bedürfnisse der Kunden anpassen. Zum Beispiel Treppenlifte für Menschen, die unter eingeschränkter Mobilität leiden und ausreichend Bewegungsfreiheit besitzen, um sich hinzusetzen oder aufzustehen.

Wichtig bei allen Treppenliften sind ausreichend Sicherheitsfunktionen wie Totmannschaltung und Sicherheits-Stopp-Funktion. Die Totmannschaltung etwa schaltet den Treppenlift aus, sobald die darin sitzende Person den Fahrhebel losgelassen hat. Treppenlifte gibt es für kurvige Treppen und Treppen mit einen oder mehreren Absätzen. Lifte für kurvige Treppen sind flexibler einsetzbar, was sich im Vergleich mit anderen Typen von Treppenliften am höheren Preis bemerkbar macht.

Aufbau & Funktionsweise

Bei Treppenlifte handelt es sich um Lifte, die am Treppengeländer entlang auf einer fest angebrachten Schiene laufen. Auf Knopfdruck lassen sie sich je nach Bedarf die Treppe hinauf oder hinunter bewegen.

Folgende Bestandteile gehören zu einem Treppenlift:

  • Ein- und Ausschalter
  • Schlüsselschalter
  • Bedienelemente (in den Armlehnen)
  • Drehsitzhebel
  • Sicherheitsschalter
  • Ladegerät (für Batterie)
  • Führungsschiene
  • Sicherheitsgurt
  • Fußstütze
  • Fernsteuerung (mobil)

Der Ein- und Ausschalter befindet sich in der Regel an der Armlehne. Leuchtet die Lampe, ist der Treppenlift eingeschaltet. Optional verfügen Treppenlifte unter der Armlehne über einen Schlüsselschalter, der zum Fahren waagrecht stehen muss. Ohne Schlüssel fährt der Lift nicht.

Unter der Armlehne befinden sich Bedienelemente und ein Hebel, der zur Steuerung des Lifts dient. Zum Fahren muss der Insasse den Hebel dauerhaft in die gewünschte Fahrtrichtung drücken. Die Armlehnen eines Treppenlifts lassen sich unabhängig voneinander bewegen und geben zusätzlichen Halt beim Ein- und Aussteigen.

Der Drehsitzhebel kann den Sitz aus der Arretierung lösen, sodass er sich am oberen Ende der Treppe zum leichteren Ein- und Aussteigen schwenken lässt. Treppenlifte mit automatischem Drehsitz besitzen keinen Drehsitzhebel. Sicherheitsschalter um das Fußbrett herum sowie an der Fahreinheit halten den Treppenlift an, sobald er ein Hindernis berührt.

Jeder Treppenlift benötigt ausreichend Betriebsladung. Dafür sorgt ein Ladegerät, das im Idealfall an den Stromkreis angeschlossen bleibt. Bei Stromausfall lässt der Lift sich mehrere Male nutzen, optimale Ladung vorausgesetzt. Das Ladegerät befindet sich entweder am oberen oder unteren Ende der Treppe.

Als Führungsschiene dient in der Regel ein stabiles Rohr aus Metall, das, am Treppenlauf entlang angebracht, die sichere Fahrt gewährt. Der Sicherheitsgurt ist im Betrieb des Lifts anzulegen. Er ist unter der Armlehne angebracht und lässt sich bequem in die Halterung an der anderen Armlehne einstecken. Wenn die Fahrt zu Ende ist, lässt der Gurt sich durch leichten Druck auf den roten Knopf lösen. Die Fußstütze lässt sich platzsparend hochklappen. Bei Liften mit elektrischen Fußstützen lässt diese sich über einen Knopf an der Armlehne bedienen.

Die Fernsteuerung ist vergleichbar mit den Bedienelementen in den Armlehnen. Treppenlifte sind mit zwei mobilen Fernsteuerungen ausgestattet. Jeweils eine befindet sich am unteren und oberen Ende der Treppe. Fest angebrachte Haftschalen dienen der sicheren Aufbewahrung der Fernsteuerungen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Ein Treppenlift ist von medizinischem Nutzen, wenn er Menschen einen höheren Bewegungsradius ermöglicht als ohne Lift. Außerhalb dieser Krankenkassendefinition bietet ein Treppenlift vielen Personengruppen Hilfe im Alltag. So auch Menschen, die beim Besteigen der Treppe um ihre Gesundheit fürchten. Deswegen eignen Treppenlifte sich sowohl für Senioren als auch Menschen mit Behinderung.

Mehr Lebensqualität hat in vielen Fällen einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit. Außerdem sorgen Treppenlifte für ein gutes Gefühl bei Angehörigen und Freunden, da diese wissen, dass Unfälle beim Überwinden von Treppen der Vergangenheit angehören. Wie erwähnt, gibt es viele Modelle von Treppenliften. Wichtig ist, das individuell auf die körperliche Einschränkung abgestimmte Modell zu finden. ZB kann bei Menschen mit multipler Sklerose ein Plattformlift die bessere Wahl sein.

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sind nicht leistungspflichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Pflegeversicherung einen Treppenlift jedoch bezuschussen. Grundvoraussetzung ist die Pflegestufe des Betroffenen. Wer aufgrund eines durch einen Dritten verschuldeten Autounfalls einen Treppenlift benötigt, kann damit rechnen, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers zahlt. Daneben bietet der Handel gebrauchte Treppenlifte für Menschen mit geringeren finanziellen Möglichkeiten.

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