Tonaudiogramm

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Ein Tonaudiogramm, auch als Hörkurve bekannt, zeigt das subjektive Hörvermögen eines Menschen und dient dem Hals-Nasen-Ohren-Facharzt als Untersuchungsmöglichkeit in der Audiometrie. Von der Norm abweichende Werte, die durch das Tonaudiogramm gewonnen werden, geben Aufschluss über die möglichen Ursachen für Hörstörungen. Verschiedene Töne in unterschiedlichen Frequenzen werden über Kopfhörer wahrgenommen und müssen als gehört gekennzeichnet werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Tonaudiogramm?

Ein Tonaudiogramm beinhaltet eine bildähnliche Darstellung des Gehörsinns und liefert Informationen über das Hörvermögen. So wird Hörverlust und der Schwerebereich festgestellt. Mit dem Tonaudiogramm erklärt der Facharzt die Situation und setzt Maßnahmen. Das Tonaudiogramm weist drei verschiedene Frequenzen der individuellen Hörschwelle nach. Diese Hörschwelle zeigt einen Ton so schwach, bis er kaum noch zu hören ist. Eine Hörschwelle zwischen 0 bis 25 ist normal. Die Tonstärke bzw. die Tonintensität wird in Dezibel, abgekürzt dB, gemessen und auf einer vertikalen Achse angezeigt. Wird der Achse nach unten gefolgt, wird der Ton lauter. Die Null Dezibel auf der Achsenspitze ist der schwächste überhaupt hörbare Ton.

Wer diesen Ton nicht hört, muss nicht generell unfähig sein, Töne wahrzunehmen. Auf der horizontalen Achse wird die Tonfrequenz, die Tonhöhe in Hertz, abgekürzt Hz, gemessen. Logischerweise steigt die Tonfrequenz beim Wandern nach rechts auf der Skala. Eine normale Unterhaltung erreicht eine Frequenz zwischen 500 bis 3.000 Hertz. Das rechte Ohr wird mit einem roten O gekennzeichnet, das linke Ohr mit einem blauen X. Abweichende Linien sind farblich gut erkennbar und zeigen die Hörschwelle jedes Ohres. Zeigen sich mehrere Markierungen unter 25 Dezibel kann eine Hörstörung vorliegen. Hintergrundgeräusche oder die Stimmen mehrerer Personen sind jedoch eine Herausforderung für das menschliche Gehör, das alle Stimmen und Geräusche filtert.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ein Tonaudiogramm kann wertvolle Hinweise liefern, ob eine Hörstörung vorliegt. Das Ergebnis liefert außerdem weiterführende Informationen, in welchen Frequenzbereichen Töne nicht mehr vollständig wahrgenommen werden können. So wird mit Hilfe des Tonaudiogramms nachgewiesen, wie weit der Verlust des Hörvermögens fortgeschritten ist und kann im Rahmen einer Therapie als Bestätigung für den Erfolg gesetzter Maßnahmen dienen. Zeigt das Tonaudiogramm, dass Töne zwischen 25 bis 40 Dezibel nicht gehört werden, liegt eine leichte Schwerhörigkeit vor. So ist für Betroffene schwierig, einem Gespräch zu folgen, wenn es im Hintergrund laut ist, Außengeräusche hinzukommen oder mehrere Personen gleichzeitig sprechen.

Zwischen 40 bis 70 Dezibel liegt eine mittelstarke Schwerhörigkeit vor, die es Patienten erschwert, generell Unterhaltungen zu verstehen. Eine starke Schwerhörigkeit diagnostiziert der Facharzt bei Dezibel zwischen 70 bis 95. Oftmals wird Betroffenen zum Tragen eines Hörgeräts geraten. Bei einer sehr starken Schwerhörigkeit ab 95 Dezibel werden Hilfsmittel wie Lippenlesen, die Gebärdensprache oder die Begleitung durch einen Schriftdolmetscher als hilfreiche Unterstützung angesehen. Bei der Durchführung eines Tonaudiogramms erfolgt die Prüfung der Schallübertragung auf das Innenohr. Gemessen werden dabei die Frequenzen zwischen zehn Kilohertz bis 125 Hertz bei einer variablen Lautstärke zwischen null bis 120 Dezibel.

Ein Tonaudiogramm, auch als Hörkurve bekannt, zeigt das subjektive Hörvermögen eines Menschen und dient dem Hals-Nasen-Ohren-Facharzt als Untersuchungsmöglichkeit in der Audiometrie.

Bei der Hochtonaudiometrie wird der Bereich bis 20 Kilohertz gemessen. Dieser Test erfolgt in einer schalldichten Kammer, einer Hörprüfkabine, um optimale Ergebnisse bei der Messung zu gewährleisten und störende Geräusche der Umwelt oder von außen zu vermeiden.

Diese könnten das Testergebnis zwangsläufig verfälschen. Durch die Luftleitungskurve wird die Schallleitungsschwerhörigkeit überprüft, die meist im Mittelohr entsteht. Die Hörleistung des Innenohrs wird durch die Knochenleitungskurve getestet. Die Lautstärke steigt in Schritten von jeweils fünf Dezibel. Meist zeigt der Patient die Wahrnehmung des Tons durch das Drücken eines Knopfes oder ähnlichem an. Bei der Messung mit dem Tonaudiogramm kann gleichzeitig mit einer Schwerhörigkeit auch eine Schallleitungsstörung diagnostiziert werden. Diese ist eine Form der Schwerhörigkeit, eine sogenannte kombinierte Schwerhörigkeit. Um das bestmögliche Ergebnis mit einem Tonaudiogramm zu erreichen, ist die Mitarbeit der Person, die untersucht wird, erforderlich. Nur wenn die Person aktiv mitarbeitet und das auch möchte, ist die Aussage der gemessenen Werte effizient und erlaubt eine optimale weiterführende Behandlung.

Sinn eines Tonaudiogramms ist natürlich die Feststellung bzw. das Ausschließen einer vorliegenden Hörstörung als auch die Verschlechterung einer bereits bekannten Hörstörung zu überprüfen. Neben der Schallleitungsstörung gibt es auch eine Schallempfindungsstörung, bei der Betroffene besonders empfindlich auf laute Geräusche reagieren und über Maßen erschrecken. Eine wannenförmige Senke in der Knochenleitungsschwellenkurve bei ein bis vier Kilohertz könnte bei einer zusätzlichen Schallleitungsstörung auf eine Otosklerose schließen lassen. Liegt diese Senke im tiefen und mittleren Bereich, Bassschwerhörigkeit, kann Morbus Meniére, der mit Schwindel einhergeht, die Ursache sein. Ein Hochtonabfall ist typisch für die Altersschwerhörigkeit. Darum ist eine rechtzeitige Abklärung mit Hilfe eines Tonaudiogramms wichtig. Lärmschwerhörigkeit ist durch eine C5-Senke, einer Schallempfindungsschwerhörigkeit, möglich und kann ebenfalls mithilfe eines Tonaudiogramms entsprechend abgeklärt werden.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Da das Tonaudiogramm mit Unterstützung des Betroffenen gemacht wird, hängt das Ergebnis in erster Linie davon ab, wie der Betroffene auf die ihm vorgespielten Töne reagiert. Versteht er die Anweisungen falsch oder ist an einer Behandlung nicht wirklich interessiert, verfälscht das folglich auch die Ergebnisse der Messungen. Auch die Einnahme von Medikamenten, akute Erkrankungen u.ä. können unter Umständen die Wahrnehmung von Tönen im Augenblick der Durchführung des Tonaudiogramms zu veränderten Werten führen.

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