Tierarzt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Ein Tierarzt, auch Veterinär genannt, befasst sich mit der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Tierkrankheiten im weitesten Sinne. Grundsätzlich werden, je nach Lage und Aufgabengebiet, Landtierärzte und Kleintierärzte unterschieden. Um als Tierarzt arbeiten zu können, muss ein entsprechendes Hochschulstudium absolviert werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Tierarzt?

Tierärzte, in der Fachsprache Veterinärmediziner genannt, sind staatlich approbierte Tierheilkundler. Sie haben die Aufgabe, das Leid von Tieren zu vermeiden oder zu lindern, die Gesundheit von Tieren jeglicher Art zu erhalten und den Menschen vor Schäden durch Tierkrankheiten zu bewahren.

Vor der Arbeit als Tierarzt steht ein mindestens zehn Semester dauerndes Hochschulstudium. Nach Anfertigung einer entsprechenden Dissertation tragen die Absolventen den Titel Dr. med. vet. Sie können sich bereits während des Studiums auf eines der Fachgebiete spezialisieren.

Diese entscheiden sich entweder nach dem Aufgabengebiet (innere Medizin, Zahnheilkunde, etc.) oder nach der zu betreuenden Tierart. Auch eine Spezialisierung auf die Behandlung von Nutztieren oder Kleintieren ist möglich, obwohl dies keine Fachgebiete im eigentlichen Sinne darstellen.

Behandlungen & Therapien

Tierärzte haben in erster Linie den Auftrag, Tiere dahin gehend zu betreuen, dass deren Gesundheit erhalten wird und mögliche Krankheiten fachgerecht behandelt werden.

Welche Aufgaben von ihnen im Einzelnen ausgeführt werden, hängt unter anderem davon ab, ob eine Spezialisierung stattgefunden hat und welche Tierarten überhaupt betreut werden. Ein Landtierarzt beschäftigt sich mit Impfungen, Geburtshilfe, Krallenschneiden und dem Behandeln auftretender gängiger Krankheiten bei Nutztieren. Hier spielt auch das Thema artgerechte Haltung, auf das der Tierarzt zu achten hat, eine sehr wichtige Rolle.

Tierärzte in Kleintierpraxen haben ganz ähnliche Aufgaben: Sie betreuen kleine Haustiere wie Katzen, Hunde, Nagetiere und Vögel und sind hier beispielsweise für Fell- und Krallenpflege, Kastrationen bzw. Sterilisationen oder der Behandlung artenspefizischer Erkrankungen und Beschwerden zuständig. Dazu zählen Verdauungsbeschwerden ebenso wie allergische Reaktionen, Erkältungen oder Krebserkrankungen.

In der Kleintierpraxis ist ebenfalls die emotionale Bindung der Tierbesitzer zu den Patienten zu beachten. Werden Tierärzte in der Forschung oder etwa in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, liegt ein besonderes Augenmerk auf dem wissenschaftlichen Aspekt der Tierheilkunde. Auch die Hygiene und die damit zusammenhängende Seuchenverhinderung dürfen nicht zu kurz kommen; dieses Aufgabengebiet übernimmt unter anderem auch der Amtstierarzt.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Ein Tierarzt, auch Veterinär genannt, befasst sich mit der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Tierkrankheiten im weitesten Sinne.

Tierärzte nutzen, je nach ihrem individuellen Einsatz- und Aufgabengebiet, ganz unterschiedliche Diagnose- und Untersuchungsverfahren.

Diese unterscheiden sich mittlerweile kaum noch von denen, die in der Humanmedizin angewendet werden. Neben einer augenscheinlichen Untersuchung des Patienten und einem ausführlichen Gespräch mit dem Tierhalter kann, je nach Symptomen und Verdacht, etwa eine Blut- oder Urinuntersuchung stattfinden. Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen oder Computertomografien werden heutzutage auch in der Veterinärmedizin eingesetzt, um etwa Knochenbrüche, innere Verletzungen oder Entzündungen, Geschwulste oder Ähnliches zu entdecken.

Ist eine Operation notwendig, verwendet der Tierarzt eine je nach Tierart und Größe angemessene Anästhesie, um das Tier zu betäuben. Das bei einem chirurgischen Eingriff eingesetzte Operationsbesteck unterscheidet sich ebenfalls höchstens in der Größe von den aus der Humanmedizin bekannten Geräten.

Da Tiere bei den notwendigen und unter Umständen teilweise unangenehmen Untersuchungen in der Tierarztpraxis nicht immer stillhalten, ist es in der Tiermedizin häufiger notwendig, Narkosemittel (wenn auch in geringen Dosen) zu verabreichen, um eine genaue Diagnose stellen oder bestimmte Eingriffe vornehmen zu können.

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Worauf sollte der Tierhalter achten?

Bei der Wahl des richtigen Tierarztes sollte Tierhalter darauf achten, wie gut sich der entsprechende Veterinärmediziner mit der jeweiligen Tierart auskennt.

Nicht jede Kleintierpraxis ist gleichermaßen erfahren im Behandeln der unterschiedlichen Tierarten. Der Umgang des Tierarztes mit dem einzelnen Tier und auch mit dem Tierhalter gibt Auskunft darüber, ob ein ausreichendes Maß an Einfühlungsvermögen vorhanden ist. Nicht zuletzt ist die Frage nach dem richtigen Tierarzt nicht nur eine fachliche, sondern auch eine persönliche.

Vor dem ersten eigentlichen Behandlungstermin sollte daher wenn möglich ein Gespräch stattfinden, in dem fachliche Kompetenzen geklärt werden und idealerweise ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird.

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