Thromboseprophylaxe

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei der Thromboseprophylaxe um eine Therapiemaßnahme zur Vorbeugung von Thrombosen. Die Gefährlichkeit von Blutgerinnseln besteht im weiteren Verlauf bei Embolien und Herzinfarkten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Thromboseprophylaxe?

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel (Thrombus), das sich im menschlichen Gefäßsystem oder im Herzen bildet. Ein solches Gerinnsel entsteht durch die Blutgerinnung.

Diese hat eigentlich die Funktion, den Körper bei Verletzungen vor dem Verbluten zu bewahren, indem durch die Verklumpung des Blutes Wunden geschlossen werden. Doch kommt es manchmal auch zu Verklumpungen in unverletzten Gefäßen, wobei sich ein Thrombus bilden kann. Dieser behindert den Blutstrom und kann sehr ernste Folgen haben.

Ein Gerinnsel in einer Arterie kann zum Beispiel einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zur Folge haben. Beides wird durch die mangelnde Durchblutung des Herzens beziehungsweise von Teilen des Gehirns verursacht. Ein Thrombus in den Venen kann eine Lungenembolie zur Folge haben. Tatsächlich treten die meisten Thrombosen in den Venen auf.

Funktion, Wirkung & Ziele

Da eine Thrombose von ganz unterschiedlichen Symptomen begleitet werden kann und immer schnelles Handeln von Nöten ist, ist die Thromboseprophylaxe besonders wichtig. Im Zweifelsfall kann sie Leben retten. Zwar können die verschiedenen vorbeugenden Maßnahmen eine Thrombose auch nicht immer verhindern, aber das Risiko lässt sich deutlich senken.

Der wichtigste Faktor bei der Thromboseprophylaxe heißt Bewegung. Die meisten Thrombosen entstehen in den tiefen Venen im Bein, vor allem in den Waden (tiefe Venenthrombose TVT), weshalb es besonders wichtig ist, diesen Bereich in Bewegung zu halten. Dafür eignen sich fast alle Ausdauersportarten wie Schwimmen, Rad fahren, Joggen oder Walken, denn durch sie wird der Blutfluss in den Venen des Beines stimuliert. Aber auch tanzen kann förderlich sein. Für ältere Menschen sind auch längere Spaziergänge geeignet.

Ungeeignete Sportarten bei der Thromboseprophylaxe sind solche, bei denen aprupte Starts und Stopps stattfinden, wie es etwa beim Tennis spielen der Fall ist. Zusätzlich gibt es spezielle Venengymnastik für Risikopatienten, aber auch für alle anderen Interessierten.

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel (Thrombus), das sich im menschlichen Gefäßsystem oder im Herzen bildet. Ein solches Gerinnsel entsteht durch die Blutgerinnung.

Bewegung ist auch wichtig, wenn es Zeiten gibt, in denen man länger relativ unbeweglich sitzten muss, wie etwa auf Fernreisen. Wenn möglich, sollte man auf längeren Reisen möglichst häufig aufstehen und ein paar Schritte gehen. Ist das nicht möglich, eignen sich auch Übungen mit den Füßen, bei denen die Beine bewegt werden. Solche Übungen sind ebenfalls bei Bürojobs, bei denen man den ganzen Tag im Sitzen arbeitet, sehr geeignet zur Thromboseprophylaxe. Ist körperliche Bewegung nicht möglich, empfehlen sich Kompressionsstrümpfe, die den Blutfluss in den Venen erleichtern und so das Thromboserisiko minimieren.

Aber auch langes Stehen kann sich negativ auswirken und sollte, vor allem bei Risikopatienten, vermieden werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Thromboseprophylaxe. Gesunde Menschen sollten etwa 1,5 Liter pro Tag trinken und dabei vor allem Getränke wie Tee, Mineralwasser oder Saftschorlen trinken. Alkohol und Kaffee sind für die Thromboseprophylaxe ungeeignet, da sie den Körper entwässern und das Risiko für ein Gerinnsel somit noch erhöhen. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Gerinnseln sind Übergewicht und Rauchen. Gewichtsabnahme, eine ausgewogene Ernährung und die Aufgabe des Rauchens helfen dabei, die Gefahr von Thrombosen zu senken.

Patienten, die bereits (vorsorglich) gegen eine Thrombose behandelt werden, zum Beispiel mit dem Gerinnungshemmer Heparin, sollten unbedingt darauf achten, ihre Medikamente genau nach den Anweisungen des behandelnden Arztes einzunehmen.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die Thromboseprophylaxe besteht im Wesentlichen aus der Vermeidung von unnötigen Risiken. Die Gefahr, ein lebensbedrohliches Blutgerinnsel zu bekommen lässt sich auf drei Faktoren zurückführen, die sich leider nicht alle durch Verhaltensregeln beeinflussen lassen.

Ein zu langsamer Blutfluss kann durch einen längeren Bewegungsmangel verursacht werden. Bewegung schafft selbstverständlich Abhilfe, ist jedoch, zum Beispiel bei längerer Bettlägerigkeit, nicht immer möglich. Auch Krampfadern, einige Herzerkrankungen und äußerer Druck auf die Gefäße sind eine große Gefahr in Bezug auf Thrombosen.

Schäden an den Gefäßwänden fördern die Gerinnung, sodass Thrombosen entstehen können. Diese können aufgrund von Verletzungen, aber auch infolge von Krankheiten und Infektionen entstehen.

Einige weitere Faktoren führen dazu, dass sich die Blutgerinnung verändert. Einige dieser Faktoren sind beeinflussbar und deshalb für die Thromboseprophylaxe wichtig. Flüssigkeitsmangel, Rauchen, Übergewicht und die Einnahme von Hormonpräparaten zählen zu diesen beeinflussbaren Faktoren. Für die Thromboseprophylaxe ist die Abschaltung aller unnötigen Risiken unumgänglich.

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