Thrombenbildung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 1. März 2017
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Ein Thrombus ist Produkt der Blutgerinnung. Der Körper möchte auf diese Weise auf Verletzungen reagieren, wodurch von einem Schutzmechanismus gesprochen werden kann. Findet die Thrombenbildung jedoch in einem Blutgefäß statt, so drohen gesundheitliche Beschwerden, die lebensbedrohlich sein können. Betroffene sollten schnellstmöglich einen Arzt kontaktieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Thrombenbildung?

Bei der Thrombenbildung wird ein Blutgerinnsel hergestellt. Dieses besteht aus geronnenem Blut, wodurch die roten Blutplättchen aneinanderkleben und einen Klumpen bilden.

Eine Thrombenbildung kann in den unterschiedlichsten Körperregionen stattfinden. Besonders häufig sind jedoch Venen betroffen. Venen sind jene Blutgefäße, die zum Herzen führen. Besonders häufig treten die Symptome bei Venen im Bereich von Beinen und Becken auf. Aber auch in der Nähe des Herzens oder in den Armhöhlen ist eine Thrombenbildung möglich.

Entwickelt sich der Klumpen in einem Herzkrankgefäß, so sprechen Mediziner von einem Herzinfarkt. Eine Thrombenbildung in den Arterien lässt sich weitaus seltener beobachten. Hier kommt die Verklebung insbesondere aufgrund eines bakteriellen Einflusses zustande. Insgesamt 90 bis 130 Menschen von 100.000 Personen leiden jährlich unter der Thrombenbildung in einer Vene der unteren Körperhälfte.

Besonders wichtig bei der Thrombenbildung sind darüber hinaus einige Risikofaktoren, die es zu beachten gilt. Ein Blutgerinnsel kann gefährliche Ausmaße annehmen, insofern es ohne eine vorliegende Verletzung in den Adern entsteht. Der Klumpen kann Blutgefäße verstopfen oder in einer Lungenembolie münden. Deswegen sollten schon erste Anzeichen von einem Arzt untersucht werden.

Funktion & Aufgabe

Die Thrombenbildung gehört eigentlich zu einer der Schutzmechanismen des Körpers. Ohne die Bildung von Blutklumpen wäre der Mensch nicht dazu in der Lage, länger zu überleben. Sobald eine äußerliche Verletzung vorliegt, etwa ein Schnitt oder ein tieferer Kratzer, kommt es prinzipiell zu einer Thrombenbildung, mit dem Ziel, die Wunde zu verschließen. Auf diese Weise wird garantiert, dass die Blutung aufhört und keine Bakterien oder andere Keime eindringen. Stattdessen kann der Schnitt abheilen, indem die betroffene Hautstelle regeneriert wird.

Damit ist die Thrombenbildung im Grunde von höchstem Nutzen und unverzichtbar. Sobald eine Verletzung vorliegt, kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße. Damit nicht übermäßig viel Blut nach außen dringt, wird auf diese Weise der Blutfluss in Richtung der Wunde reduziert. Bestimmte Plättchen, die sich im Blut befinden, docken an dem beschädigten Blutgefäß an und stellen einen Pfropf her, welcher die Blutung stillt.

Es handelt sich bei den Blutplättchen um Thrombozyten. Der menschliche Organismus sorgt für die Ausschüttung und den Transport spezifischer Substanzen und Stoffe. Diese fixieren den Pfropf durch Eiweiße, wodurch dieser über der Verletzung haften bleibt und eine Schutzschicht bildet.

Bei der Thrombenbildung wird ein Blutgerinnsel hergestellt. Dieses besteht aus geronnenem Blut, wodurch die roten Blutplättchen aneinanderkleben und einen Klumpen bilden.

Ausschlaggebend für den Vorgang sind Gerinnungsfaktoren. Insgesamt können im menschlichen Gewebe 13 verschiedene Gerinnungsfaktoren beobachtet werden. Der größte Teil wird über die Leber hergestellt. Auf diese Weise wird also die bestehende Wunde geschlossen.

Ohne Thrombenbildung würden Menschen nach jeder kleineren Verletzung unnötig viel Blut verlieren und aufgrund tieferer Schnitte an größeren gesundheitlichen Konsequenzen leiden. Damit kann die Thrombenbildung nicht grundsätzlich als schädlich gekennzeichnet werden.

Um den negativen Folgen einer Thrombenbildung entgegenzuwirken, hilft es, bestimmten Risikofaktoren bewusst vorzubeugen. Zu diesen gehört zum Beispiel der Verzicht auf Tabakkonsum und regelmäßige Bewegung. Es sollte weder längere Zeit durchgehend gesessen noch gestanden werden.

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Krankheiten & Beschwerden

Manchmal bilden sich jedoch Thromben, ohne dass eine Verletzung vorliegt. Dann kommt es zu einem Blutklumpen, der innerhalb von Blutgefäßen zu lebensbedrohlichen Verstopfungen führen kann und innerhalb kürzester Zeit behandelt werden muss. So machen sich Thromben zum Beispiel aufgrund einer geringen Blutzirkulation, wegen einer veränderten Blutzusammensetzung bemerkbar oder weil die Gerinnungsneigung des Blutes erhöht ist. Eine andere Möglichkeit ist ein Schaden an einer Gefäßwand. Diese drei Faktoren werden auch als Virchow-Trias bezeichnet.

Innerhalb einer Vene ist häufig die reduzierte Fließgeschwindigkeit des Blutes für die Beschwerden verantwortlich. In den Arterien hingegen lagert sich unter anderem Blutfett in Form von Plaques ab. Sobald diese sich öffnen, reagiert der Körper eventuell mit einer Thrombenbildung, um der geschädigten Gefäßwand entgegenzuwirken. Verstopft das Gerinnsel nun ein Herzkranzgefäß, so entsteht ein Herzinfarkt. Denn der Thrombus kann sich jeder Zeit lösen und mit dem Blut mitgeschwemmt werden. Trifft er auf eine Verengung oder ähnliches, bleibt der Blutpfropf hängen und unterbricht den Blutfluss.

Innerhalb des Gehirns kann ein Thrombus einen Schlaganfall verursachen. Auf venöser Ebene ist eine Embolie möglich. Bei dieser wird das Blutgerinnsel zunächst mit dem Blutstrom getragen. Es gelangt durch die rechte Herzseite in die Lunge und verstopft eins der Blutgefäße.

Etwa jeder zweiter Patient, der eine tiefliegende Thrombose aufweist, leidet ebenfalls an einer Lungenembolie. Diese kann in ihrer Intensität unterschiedliche Maße annehmen. Im Rahmen einer Lungenembolie zählt in der medizinischen Versorgung jede Sekunde. Angehörige, Freunde oder Verwandte, die eine solche körperliche Entwicklung feststellen können, sollten deswegen unmittelbar einen Notarzt rufen.

Sobald der Thrombus zur Brutstätte von Bakterien wird, drohen ebenfalls gefährliche Konsequenzen. So kann es zu einer Blutvergiftung kommen. Immerhin werden die Keime während der Zirkulation durch den Körper großzügig verteilt. Eine Behandlung mit Antibiotika kann Abhilfe schaffen.

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