Teparybohne

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Die nährstoffreiche Teparybohne stammt aus Arizona und dem Norden Mexikos, wo sie bereits seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend bekannt ist. Die nährstoffreiche Hülsenfrucht findet bei uns als Grundlage für Suppen und als Gemüse Verwendung.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Teparybohne wissen

Die Teparybohne (Phaseolus acutifolius) zählt zu den Hülsenfrüchten. Da es sich um eine trockenresistente Pflanze handelt, wird sie inzwischen vorwiegend in den regenarmen Regionen Afrikas kultiviert. Dort dient sie als Nahrungs- und Futtermittel sowie als Erosionsschutz.

Die Pflanzen werden etwa 30 Zentimeter hoch und treiben bis zu zwei Meter lange Klettertriebe aus. An den Blütenständen stehen bis zu fünf weiße bis helllila Einzelblüten, aus denen nach der Selbstbefruchtung zehn Zentimeter lange Hülsen mit fünf bis sieben Samen, den eigentlichen Bohnen, entstehen. Bei starker Sonneneinstrahlung schließen sich die Blüten und öffnen sich erst gegen Abend wieder. Die Bohnen werden meist zu Beginn der Regenperiode ausgesät, damit die schnell wachsenden Keime von der Nässe profitieren. Einige Anbauer säen erst zum Ende der Nässeperiode, weil der Boden dann über eine ausreichende Menge an Feuchtigkeit verfügt.

Die nährstoffreiche Teparybohne stammt aus Arizona und dem Norden Mexikos. Sie gehört zu einer Vielzahl von gesunden Hülsenfrüchten.

Nach dem Keimen benötigt die Teparybohne kaum noch Wasser, obwohl sie mit künstlicher Bewässerung deutlich mehr Ertrag abwirft. In diesem Fall bringt die Ernte bis zu 20 Dezitonnen pro Hektar, in sehr trockenen Regionen sind es nur fünf. Die Landwirte ernten die grünen Hülsen fast das ganze Jahr über und beginnen damit, sobald die ersten die erforderliche Größe aufweisen. Die Bohnen selbst sind je nach Sorte weiß, rosa, braun oder dunkelviolett, manchmal auch gesprenkelt. Die weißen Arten schmecken süßlich und finden in entsprechenden Gerichten Verwendung. Je dunkler die Farbe der Bohnen ist, desto mehr verliert sich die Süße und weicht einem erdigen Geschmack. Mit den in Mittelamerika und Afrika bekannten Gewürzen lassen sich immer ansprechende Gerichte herstellen.

Viele sehen die Zukunft der Teparybohne eher als Futter- und Strohlieferant und weniger als menschliches Nahrungsmittel. Aber dank der hochwertigen Inhaltsstoffe und des Sättigungsfaktors hat sie große Möglichkeiten, sich ebenfalls auf dem Speiseplan des Menschen zu etablieren. Vor allem in wirtschaftlich schwachen Ländern ist die Hülsenfrucht wegen ihrer Anspruchslosigkeit ein wichtiges Nahrungsmittel.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Teparybohne ist nicht nur sehr nahrhaft, sondern auch gesund. Das stellten bereits die Bewohner in den ursprünglichen Anbaugebieten unter Beweis. Die Indianer verfügten über große Ausdauer und körperliches Durchhaltevermögen.

Sie ernährten sich vorwiegend von dem, was der Boden ihnen bot: Gemüse, auch Bohnen, Früchte und hin und wieder Büffelfleisch. Der hohe Anteil an Kohlenhydraten in den Teparybohnen sättigt schnell und nachhaltig, während die reichlich vorhandenen Proteine dem Muskelaufbau dienen. Zudem ist Eiweiß ein insgesamt wichtiger Energielieferant. Obwohl bei uns viele die Bohnengerichte wegen ihrer blähenden Wirkung meiden, sollten sie den wertvollen Inhaltsstoffe zuliebe doch hin und wieder darauf zurückgreifen. Wichtig ist aber, beim Verzehr genug zu trinken, da Hülsenfrüchte generell und Teparybohnen speziell nur wenig Wasser enthalten.

Der geringe Fettanteil der Bohne ist fast immer von Vorteil. Trotzdem eignet sich diese Bohnenart nicht zur Gewichtsreduktion, weil sie recht viele Kalorien enthält. Nicht nur der Gesundheit des Menschen dienen die Bohnen, sondern auch der des Bodens. Sie sind in der Lage, dort Stickstoff zu binden, was die Fruchtbarkeit fördert und die Landwirte auf zusätzliche (künstliche) Düngemittel verzichten lässt. Die Naturbelassenheit der Feldfrüchte dient wieder der menschlichen Gesundheit.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Der Kaloriengehalt der Teparybohne von 380 pro 100 Gramm der Samen liegt recht hoch und schreckt damit viele Figurbewusste vom Verzehr ab. Dafür enthält sie viel Eiweiß: Der Rohproteingehalt liegt bei 25 Prozent. Angenehm ist auch der niedrige Fettgehalt von lediglich eineinhalb Prozent.

Dafür gibt es wie bei allen Hülsenfrüchten viele Kohlenhydrate; bei der Teparybohne sind es etwa 65 Prozent. Davon entfallen aber zwischen drei und fünf Prozent auf Rohfasern, die gut für den Darm sind. Auch der hohe Bestandteil an Mineralstoffen mit drei bis fünf Prozent und recht viele Vitamine sind für Bohnen überaus gut.

Unverträglichkeiten & Allergien

Wie die meisten Hülsenfrüchte haben auch die Teparybohnen eine blähende Wirkung. Daher sollten Personen mit einem empfindlichen Verdauungstrakt darauf verzichten. Hinzu kommt der Gehalt an toxischen Lektinen, die in allen Hülsenfrüchten enthalten sind.

Bei Lektinen handelt es sich um Proteine, die eine Verbindung mit bestimmten Kohlenhydraten eingehen und sich an der Wand des Dünndarms ablagern können. Im schlimmsten Fall wird sie porös und die Toxine gelangen in den Blutkreislauf. Da Lektine aber bei mehr als 75 Grad Celsius weitgehend absterben, besteht bei gekochten Bohnen kein großes Risiko. Sehr empfindliche Patienten oder solche mit angegriffener Darmwand sollten aber auf Teparybohnen verzichten.

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Einkaufs- & Küchentipps

Bei uns sind die Teparybohnen fast ausschließlich getrocknet oder eingekocht in Dosen zu haben; die frischen Hülsenfrüchte sind in Mitteleuropa nicht im Handel zu finden. Aus dem Ausland kann der Interessent aber die Samen beziehen und zumindest keimen lassen.

In einem Gewächshaus mit den trockenen und sehr warmen klimatischen Bedingungen der Ursprungsländer gedeihen sie gut. Wer frische Teparybohnen zur Verfügung hat, kann die Schoten ebenfalls essen: Sie sollten noch grün sein und müssen im Gegensatz zu denen von Zuckererbsen zuvor gekocht werden. Dann ergeben sie ein schmackhaftes Gemüse. Bei den Dosenfrüchten entfällt das bei den getrockneten Bohnen unerlässliche Wässern. Am besten geschieht dies über Nacht in einem Topf mit Wasser, das die Bohnen völlig und noch einige Zentimeter darüber hinaus bedecken muss.

Danach werden die Teparybohnen in frischem Wasser oder Gemüsebrühe gekocht und anschließend zu Suppe oder Gemüse verarbeitet. Die Ware in Dosen ist nahezu beliebig lange haltbar; die getrockneten Bohnen sollten kühl, trocken und in einem gut verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden, damit sie mehrere Monate lang zum Verzehr geeignet sind.

Zubereitungstipps

Obwohl Teparybohnen bei uns wenig bekannt sind, stellen sie für viele eine gesunde und interessante Alternative zu anderen Hülsenfrüchten dar. Das liegt vorwiegend an den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der einzelnen Samensorten. Alle eignen sich zur Verarbeitung als Suppe, Gemüse oder (gekochtem) Salat. Weniger bekannt ist ein Püree aus Teparybohnen.

Es wird ähnlich hergestellt wie das aus Kartoffeln, hat aber einen völlig anderen Geschmack. Aus weißen Samen geht es in eine süße Richtung und schmeckt daher sehr gut zu Wild oder auch Geflügel. Mit frischen Früchten stellt es sogar ein ausgefallenes Dessert dar. Für ein Chili con Carne eignen sich die dunklen Samen sehr gut. Der leicht erdige Geschmack verleiht dem Gericht eine spezielle Note.

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