Tattoo entfernen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Tätowierungen sind Teil des Mainstreams. Für etwa 10 Millionen Deutsche sind Tattoos Körperschmuck und Ausdruck von Individualität zugleich. Der Rest steht der Angelegenheit distanziert gegenüber und aus dem Lager der Tätowierten wollen Verschiedene immer wieder ausbrechen. Wenn beispielsweise der kunterbunt tätowierte Name des längst Verflossenen oder ein jugendsündhaftes „Arschgeweih“ zur emotionalen Belastung wird, soll das Tattoo wieder entfernt werden. US-Studien belegen, dass in erster Linie Frauen den Wunsch haben, ihre Tätowierungen wieder verschwinden zu lassen. Sie wollen sich einerseits von einer zurückliegenden Phase ihres Lebens distanzieren. Außerdem haben sie negative Äußerungen ihrer Umwelt satt, denen Frauen wesentlich häufiger als Männer ausgesetzt sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Tattoo-Entfernung?

Das Entfernen von Tätowierungen erfolgt überwiegend mit Laserstrahlen. Es beinhaltet Risiken und wirft zudem bestimmte Kosten auf. Es hängt von der Größe des jeweiligen Tattoos ab, wie teuer die Entfernung ist. Pro Sitzung werden zwischen 70 und 400 Euro fällig. Werden 6 bis 10 Sitzungen notwendig, ist das Entfernen deutlich teurer als das Tätowieren.

Eine Tattoo-Entfernung gilt nicht als medizinischer Eingriff und die Krankenkassen bezahlen sie nicht. Weil sie in rechtlicher Hinsicht als kosmetischer und ästhetischer Eingriff eingeordnet wird, kann neben den Dermatologen jeder Tattoo-Studio-Betreiber und jeder Kosmetiksalon die Dienstleistung anbieten.

Entsprechende Qualifikationen muss niemand nachweisen. Dementsprechend ist es ratsam, sich schon im Vorfeld der Laserbehandlung umfassend zu informieren.

Das Entfernen von Tätowierungen erfolgt überwiegend mit Laserstrahlen. Es beinhaltet Risiken und wirft zudem bestimmte Kosten auf.

Vor der Tattoo-Entfernung wird jeder kundige Mediziner (meist der Hautarzt) ein umfassendes Beratungsgespräch durchführen. Er wird alle Informationen über Ablauf und Geräte erteilen und einschätzen, welcher Behandlungserfolg zu erwarten ist, zumal die Beseitigung farbiger Tattoos anspruchsvoller ist als die schwarzer. Auch die Zeitdauer wird eine Rolle spielen.

Vor der Behandlung mit dem Laser sollte die Haut nicht gebräunt werden. Auch die Sonne ist tabu. Zum Schwimmen sollte man ebenfalls nicht gehen, weil die Haut im Anschluss an die Laserbehandlung der entstandenen Hautabschürfung wegen strapaziert und wund ist. Bis diese leichte Schürfwunde verheilt ist, muss sie geschützt und desinfiziert werden.

Funktionen, Wirkung & Ziele

Innerhalb der Behandlung wird ein Laserstrahl auf die Tätowierung treffen. Die farbigen Pigmentkörper in der Haut integrieren die Energie des Lasers, um dadurch übervoll zu zerspringen. Die Splitter der Farbpigmente werden anschließend über die Haut ausgeschwemmt. Sie werden über die Lymphbahnen des Organismus abtransportiert. So bleichen die Farben aus. Die Tätowierung wird immer heller, bis sie letztendlich unsichtbar wird.

Der Erfolg der Behandlung ist relativ gut. Besonders laienhaft gestochene Tätowierungen können unkompliziert entfernt werden, weil sie überwiegend einfarbig sind und aus wenig blauen oder schwarzen Farbpigmenten bestehen. Grellbunte Profi-Tattoos sind vergleichsweise schwieriger zu entfernen. Dann dauert die Entfernung der Tätowierung länger als das Stechen.

In der Regel fallen für das Lasern zwischen 6 und 10 Behandlungssitzungen an. Dazwischen werden Pausen von etwa 4 bis 6 Wochen eingelegt, um der Haut Gelegenheit zu geben, sich vom Behandlungsstress zu erholen. Ab 10 bis 12 Laserbestrahlungen wird die Behandlung kontraproduktiv, denn die Haut verliert ihr eigenes Vermögen, Pigmente zu bilden und beginnt, mit zusätzlicher Verhärtung zu reagieren.

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Risiken & Nebenwirkungen

Auch Schmerzen sind nicht zu vermeiden. Sie sind sogar größer, als sie im Allgemeinen beim Stechen der Tätowierung anfallen. Auf der Haut wird sich das Lasern heiß anfühlen und es werden Schockwellen gebildet. Sie laufen durch die Haut und irritieren die Nerven. Gegen die Schmerzen werden örtliche Betäubungen, eiskalte Luft und im Bedarfsfall Schmerzmittel eingesetzt.

Neben der Laserbehandlung werden noch andere Entfernungsmethoden angeboten, vor denen allerdings Vorsicht geboten ist. So hantieren einige Anbieter mit Lampen, die das Tattoo wegzublitzen in der Lage sein sollen. Allerdings wird in diesem Verfahren die Haut beschädigt, was zu Vernarbungen führen kann.

Der Einsatz von Milchsäure in flüssigen Tattoo-Entfernern verursacht häufig massive Reizungen und Entzündungen der Haut – das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt ausdrücklich vor dem Einsatz dieser Flüssigkeiten.

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