Tampon

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Sobald eine Frau ins gebährfähige Alter kommt, beginnt die weibliche Menstruation und endet erst wieder mit der Menopause, die bei den meisten Frauen etwa im dritten Lebensdrittel einsetzt. Währenddessen legen die meisten Frauen einen gesteigerten Wert darauf, während ihrer Monatsblutung sauber und hygienisch unbedenklich versorgt zu sein, eine größtmögliche Flexibilität zu genießen und möglichst in ihrem regulären Alltag nicht eingeschränkt zu sein. Neben Einwegbinden greifen sie zu Tampons, der beliebtesten hygienischen Versorgung während der Periode.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Tampon?

Tampons sind kleine Hygieneartikel aus gepresstem Zellstoff, die während der Periode in die Vagina der Frau eingeführt wird, um dort das austretende Menstruationsblut aufzusaugen.

Mit Hilfe eines Rückholbändchens wird der Tampon wieder entfernt und im Müll entsorgt. Tampons sind grundsätzlich einzeln verpackt und sollten nur mit gewaschenen Händen eingeführt werden. Tampons gibt es in unterschiedlichen Größen und Saugstärken um sowohl der unterschiedlichen Anatomie der Frauen, als auch den unterschiedlichen Stadien der Menstruation gerecht zu werden.

Die Saugstärke des Tampons wird auf der Verpackung angezeigt, es gibt von den meisten Herstellern vier verschiedene Saugstärken. Bei jüngeren Frauen und schwächeren Menstruationstagen eignen sich kleine Tampons.

Formen, Arten & Typen

Tampons verschiedener Hersteller gleichen sich grundsätzlich in Form und Aufbau, da sie ja ein und denselben Zweck erfüllen.

Dennoch gibt es diverse Unterschiede, wie zum Beispiel Einführhilfen, gerade für jüngere Frauen, Tampons mit Milchsäurezusätzen, um die Scheidenflora zu stärken und Pilzerkrankungen entgegenzuwirken oder "Flügelchen", die wie ein Netz wirken und ein Austropfen des Menstruationsblutes besser verhindern, als Tampons ohne dieses Hilfsmittel.

Grundsätzlich sind alle Tampons jedoch Zellstoff mit einem Rückholbändchen aus Stoff.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Ein Tampon ist ein gepresster Watte- oder Mullbausch, der zur Aufnahme von Flüssigkeiten dient.

Auch im Aufbau unterscheiden sie sich nur geringfügig voneinander. Tampons haben am vorderen Ende eine abgerundete Kuppe, um das Einführen in die Vagina zu erleichtern. Das Rückholbändchen befindet sich am hinteren Ende und wird nicht mit in die Scheide eingeführt.

Der Tampon hat meist Rillen, die von vorne nach hinten verlaufen oder sogar wie eine Spirale, um das Blut besser im Tampon zu halten. Ist der Tampon vollgesogen, läuft das Blut aus der Scheide heraus. Vorsichtshalber sollte die menstruierende Frau deshalb immer eine Slipeinlage oder dünne Binde tragen. Im Körper der Frau saugt sich der Tampon mit Blut voll und schwemmt dadurch auf.

Er passt sich dann dem Körper der Frau an und kann nicht herausrutschen. Der Tampon kann jedoch aus dem Körper gepresst werden, ähnlich wie bei einer Geburt, sollte das Rückholbändchen abgerissen sein.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Die Vorteile eines Tampons sind vielfältig, doch bieten sie auch einen medizinisch-gesundheitlichen Nutzen, in dem sie die Hygiene der Frau unterstützen.

Im Gegensatz zu Einwegbinden lassen sie das Blut nicht aus dem Körper heraustreten, sondern bündeln es noch im Körper. Die Frau hat die klebrige, unangenehme, blutige Ausscheidung bis zum nächsten Bindenwechsel mit sich herumzutragen. Dies ist aus psychosozialen Aspekten heraus ein großer Gewinn für menstruierende Frauen, da sie sich sicher und ungebunden fühlen können, auch während ihrer Periode.

Auch Besuche im Schwimmbad oder in der Sauna sind dann kein Problem, würde das Blut doch für andere Badegäste eine eventuelle Infektionsgefahr darstellen. Allerdings birgt die Tamponanwendung durchaus auch Risiken und Gefahren. Selten kann das sogenannte "Toxic Shock Syndrome" auftreten, eine Reaktion auf den Fremdkörper, das mit hohem Fieber einhergeht und sofort behandelt werden muss.

Es ist in jeder Gebrauchsanleitung eines Tampons erwähnt. Weiter können Tampons vergessen werden und ein weiterer eingeführt werden, was zu massiven Komplikationen führen kann. Der Tampon muss dann von einem Gynäkologen entfernt werden. Zusätzlich kann das Rückholbändchen abreißen. Der Tampon darf keinesfalls im Körper der Frau verbleiben! Entzündungen, Vergiftungserscheinungen und massive allergische Reaktionen auf den Fremdkörper können die Folge sein.

Korrekt angewendet bietet der Tampon jedoch größtmöglichen Schutz und Flexibilität, weshalb er in den meisten Ländern der westlichen Welt von den meisten menstruierenden Frauen angewendet wird.

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