Stockrose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Der botanische Name der Stockrose lautet Alcea rosea beziehungsweise Althaea rosea. Sie ist auch unter den Namen Garten-Pappelrose, Garten-Stockrose, Stockmalve und Bauernrose bekannt und gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Verwendung findet sie unter anderem als Zier- und Färbepflanze, wobei sie auch in der Pflanzenheilkunde eine Rolle spielt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Stockrose

Volkstümliche Namen sind neben den oben genannten auch Schwarze Malve, Winterrose, Bauerneibisch und Roseneibisch. Der englische Name der Stockrose lautet Hollyhock. Bei der gewöhnlichen Stockrose handelt es sich um eine zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzenart. Ihre maximale Wuchshöhe beträgt drei Meter, wobei sie in der Regel mindestens einen Meter hoch wird. In den meisten Fällen wird sie mannshoch.

Die über der Oberfläche befindlichen Teile der Pflanze besitzen Sternhaare und der Stängel der Stockrose ist aufrecht, kräftig und besitzt eine dichte, raue Behaarung. Zudem ist er kaum verzweigt. Die Laubblätter der Pflanze teilen sich in Nebenblätter, Blattspreite und –stiel auf und bilden sich im ersten Jahr in einer Blattrosette aus. Im zweiten Jahr finden sie sich am Stängel verteilt wieder. Die Nebenblätter der Stockrose kommen auf eine Länge von acht Millimetern.

Die Gewöhnliche Stockrose ist eine beliebte Zierpflanze in heimischen Gärten. Sie wird in Bauern- und Staudengärten genutzt und ist in unterschiedlichen Farben im Handel erhältlich.

Sie sind eiförmig und dreilappig, wobei der Stiel Sternhaare besitzt und bis zu 15 Zentimeter lang wird. Die filzige bis wollige Blattspreite weist eine Kreisform auf und ihr Durchmesser erreicht Ausmaße von bis zu 16 Zentimetern. In einigen Fällen ist sie eingekerbt. Die Blüten erscheinen in einem ährenähnlichen Blütentand und setzen sich zu Blattachseln zusammen, während die Tragblätter den Laubblättern ähnlich sind. Die Blüten der Stockrose sind radiärsymmetrisch und zwittrig, ihr Außenkelch ist becherförmig.

Die Krone der Blüten kann einen Durchmesser von 10 Zentimetern erreichen. Die häufigsten Farben der Blüten sind rosa und purpurfarben. Auch schwarz-rote oder weiße und gelbe Färbungen sind möglich. Bestäubt wird die Gewöhnliche Stockrose insbesondere von Hummeln. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42. Ihre Herkunft ist nicht sicher bekannt. Vermutlich stammt sie aus Süditalien oder dem Balkangebiet. Vermutlich ist sie eine Kulturhybride. Wann und wie sie nach Deutschland kam und ab wann sie als Zierpflanze genutzt wurde, ist ebenfalls unbekannt.

Wirkung & Anwendung

Die Gewöhnliche Stockrose ist eine beliebte Zierpflanze in heimischen Gärten. Sie wird in Bauern- und Staudengärten genutzt und ist in unterschiedlichen Farben im Handel erhältlich. Die Kronblätter der schwarz-roten Variante enthalten eine große Menge an Anthocyan, welches als Farbstoff dient und aus der Stockrose gewonnen wird. In früheren Zeiten wurden so Süßspeisen, Lebensmittel, Textilien und verschiedene Alkoholsorten gefärbt. Die erreichte Farbe liegt zwischen grau und blauviolett.

Auch Rottöne sind möglich. Heute spielt die Gewöhnliche Stockrose in der Färbemittelindustrie jedoch keine Rolle mehr. In der Pflanzenheilkunde finden vor allem die Wurzeln, Blätter und Blüten Nutzung. Die Stockrose enthält Gerbsäure, ätherische Öle und Schleim. Die Inhaltsstoffe sind wirksam bei verschiedenen Beschwerden. So ist die Stockrose unter anderem mit der Malve und dem Hibiskus verwandt und weist ähnliche Heilwirkungen auf.

Vor allem im Bereich des Atemapparats findet sie als Schleimdroge Anwendung. Sie kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Für die innere Anwendung empfiehlt sich vor allem ein Tee aus den Blüten der Stockrose. Dafür sollte ein Kaltauszug genutzt werden, um die Schleimstoffe nicht zu zerstören. Auch die Samen der Pflanze können als Heilmittel dienen.

In der äußerlichen Anwendung dient der Tee bei Waschungen und Umschlägen als Heilmittel bei Hautproblemen. Daneben sind auch Sitzbäder möglich, die unter anderem bei Frauenbeschwerden eingesetzt werden können.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Stockrose ist krampflösend und harntreibend. Aus diesem Grund kann sie bei Harnwegserkrankungen helfen, Entzündungen aus dem Körper zu spülen. Sie ist entzündungswidrig und erweichend. In vielen Fällen wird sie bei Erkältungskrankheiten, gegen Husten und Verschleimung eingesetzt. Sie hilft gegen Halsentzündungen, Bronchitis und Grippe. Auch bei Erkältungen mit Fieber und Stimmbandentzündungen ist die Stockrose verwendbar.

In der Pflanzenheilkunde zeigt sie zudem eine ganze Reihe an positiven Effekten bei verschiedenen Arten von Infekten. Hierzu gehören, wie bereits erwähnt, Hautentzündungen verschiedener Art, aber auch Infektionen im Mundraum. Entzündungen des Mundes, Rachens und Halses können mit Stockrosentee behandelt werden. Er lindert die Symptome und ist wohltuend. Daneben wird die Stockrose auch bei Frauenproblemen eingesetzt.


Sie ist menstruationsfördernd und kann – als Sitzbad angewendet – auch gegen Weißfluss helfen. Bei Appetitlosigkeit ist die Verwendung der Heilpflanze ebenso möglich wie bei unterschiedlichen Geschwüren. Allerdings sollte bei starken Beschwerden grundsätzlich ein Arzt zurate gezogen werden. Das Gleiche gilt auch für langanhaltende Beschwerden, die eine Dauer von sieben Tagen übersteigen.

In einigen Fällen ist es sinnvoll, die Stockrose nur ergänzend zu anderen Medikamenten einzunehmen, wobei auch hier vorher eventuelle Wechselwirkungen abgeklärt werden müssen. Insbesondere bei Heilpflanzen ist gegenseitige Beeinträchtigung möglich. Stockrosentee kann zum Gurgeln verwendet werden, wobei die Wurzel bei Verdauungsproblemen angewandt wird.

So hilft sie sowohl bei Durchfall als auch bei anderen Magen- oder Darmbeschwerden. Sie beruhigt den Magen und lindert Schmerzen. Bei Fieber und Appetitlosigkeit finden neben der Wurzel auch die Samen Anwendung. Wird der Tee für Umschläge genutzt, ist die Stockrose in der Lage, leichte Verbrennungen zu verbessern und ist auch bei Wunden einsetzbar.

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