Stilleinlage

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Stilleinlagen sind Einlagen für die BH-Cups schwangerer und stillender Frauen. Sie fangen die geringen Mengen Muttermilch auf, die bereits während der Schwangerschaft kurz vor der Geburt jederzeit auslaufen können. Stilleinlagen sind für Schwangere und stillende Mütter ein wichtiger Bestandteil der Hygiene.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Stilleinlagen?

Eine Stilleinlage ist eine Einlage in der Form des Körbchens des BHs. Sie besitzt eine Universalgröße, sodass beim Kauf auf die Körbchengröße keine Rücksicht genommen werden muss. Wenn die Stilleinlage korrekt eingesetzt wird, ist sie für die Frau nicht spürbar.

Die Einlagen bestehen aus saugfähigem Zellstoff oder schlichtem Papier, was für die normalen Tröpfchen der Muttermilch vollkommen ausreichend ist, die aus der Brust entweichen. Stilleinlagen werden einerseits zum Schutz des BHs verwendet, andererseits aus hygienischen Gründen. Muttermilch enthält zwar keine aggressiven Bestandteile, die den Stoff des BHs zerstören könnten, allerdings muss er dank der Stilleinlage nicht mehr alle paar Stunden gewechselt werden. Würde sich die Feuchtigkeit der Muttermilch dagegen im BH stauen, könnten sich mit der Zeit Keime bilden, die zu Irritationen und Entzündungen führen - und zur Notwendigkeit der Entsorgung des BHs.

Formen, Arten & Typen

Stilleinlagen gibt es auf dem Markt in unterschiedlicher Qualität zu kaufen. In ihrer Form unterscheiden sie sich nicht wesentlich, sodass fast jedes Fabrikat in jeden BH passt. Mit der Zeit entwickelt natürlich jede Frau ihre individuelle Präferenz. Für schwangere Frauen kurz vor der Geburt, die die ersten winzigen Milchtröpfchen in ihrem BH erkennen, reichen meist sehr dünne Stilleinlagen vollkommen aus. Noch müssen sie nicht extrem saugfähig sein.

Stillende Mütter bevorzugen dagegen eher saugfähigere Stilleinlagen, da die auslaufende Muttermilch mehr werden kann als noch in der Schwangerschaft. Da auch das von Frau zu Frau unterschiedlich ist, sollte jede Schwangere und jede Mutter verschiedene Stilleinlagen mit unterschiedlicher Saugkraft ausprobieren und herausfinden, welche sie braucht.

Stilleinlagen können zur einmaligen Verwendung aus Papier oder saugfähigem Zellstoff oder zur Wiederverwendung aus herkömmlichem Stoff gefertigt sein. Die wiederverwendbare Form der Stilleinlage ähnelt eher einem dünnen Polster, das in die Innenseite der BH-Cups gelegt wird und nach der Verwendung heiß gewaschen werden kann. Auch diese Art der Stilleinlage ist bei richtiger Wäsche vollkommen hygienisch und wird von manchen Frauen aus Verantwortung gegenüber der Umwelt bevorzugt.

Aufbau & Funktionsweise

Jede Schwangere und jede Mutter sollte verschiedene Stilleinlagen mit unterschiedlicher Saugkraft ausprobieren und herausfinden, welche sie braucht.

Die Stilleinlage ist ein simples hygienisches Mittel zur Brustpflege für schwangere und stillende Frauen. Die einfache Stilleinlage aus Papier zur einmaligen Verwendung besteht in ihrer Grundform lediglich aus einem auf das BH-Körbchen zugeschnittenen, saugfähigen Stück Papier. Anders als etwa Damenbinden oder Windeln besitzen Stilleinlagen keinen saugfähigen Kern, der Feuchtigkeit speichert, da sie nicht mit so viel Feuchtigkeit in Berührung kommen.

Hochwertigere Stilleinlagen sind in ihrer Form an das BH-Körbchen angepasst, sodass sie bequemer und sicherer sitzen und die Frau von den Stilleinlagen nichts mehr spürt. Wiederverwendbare Stilleinlagen bestehen aus einer äußeren Stoffschicht, die hautverträglich und sanft zu den empfindlichen Brustwarzen ist. In ihrem Inneren befindet sich ein mehr oder weniger dicker, saugstarker Kern, der sich in der Waschmaschine jedoch rückstandsfrei reinigen lässt. Wiederverwendbare Stilleinlagen passen sich immer der Form der weiblichen Brust an, da sie dicker und stabiler sind als einfache Papiereinlagen.

Hochwertige Produkte sind auch bei dünnen, unwattierten BHs von außen nicht sichtbar, vergrößern also nicht unwillentlich die Brust. Manche Stilleinlagen wirken zusätzlich noch geruchshemmend und haben aufgrund ihres Stoffes antibakterielle Eigenschaften. Diese Produkte eignen sich besonders für Frauen, die zu Entzündungen der Brustwarze neigen oder nach der Schwangerschaft noch unter einem angegriffenem Immunsystem leiden.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Zunächst sind Stilleinlagen ein Schutz gegen nasse Flecken im BH und auf dem Oberteil. Bereits bei der schwangeren Frau in den letzten Wochen und Tagen vor der Geburt laufen aus der Brust minimal Tröpfchen der Muttermilch aus, die zwar nicht bedenklich sind, aber unangenehm ein können. In dieser Zeit schützen Stilleinlagen vor dem Auslaufen in den BH oder aufs Oberteil.

Stillende Mütter dagegen brauchen diesen Schutz meistens, da bei ihnen ständig kleine Tröpfchen der Muttermilch auslaufen. Durch das Stillen kann die feine, sensible Haut der Brustwarzen rissig werden, was die erhöhte Empfindlichkeit einer stillenden Frau erklärt. In diesen Rissen kann sich allerdings auch die Muttermilch sammeln, wenn sie nicht von einer Stilleinlage absorbiert wird.

Wärme und Feuchtigkeit sind bekanntermaßen die beste Grundlage für Krankheitserreger. Die dadurch gedeihenden Bakterien sorgen mit der Zeit möglicherweise für schmerzhafte Brustentzündungen, die die Frau vom Stillen abhalten können. In solchen Fällen bieten sich auch ein Stillaufsatz und gegebenenfalls eine Milchpumpe an.

Ein weiterer angenehmer Effekt einer guten Stilleinlage ist ihr geruchshemmender Effekt. Zwar hat Muttermilch selbst meist keinen unangenehmen Geruch - wenn sie jedoch über einige Stunden nicht durch Waschen oder Duschen entfernt wird, kann sie diesen jedoch entwickeln. Die Stilleinlage übernimmt kurzfristig eine reinigende Funktion, indem sie die ausgelaufene Muttermilch aufsaugt und von der Brust fernhält. Unangenehme Gerüche entstehen damit gar nicht erst und die stillende Frau fühlt sich im Alltag wohler. Besonders bei warmen Temperaturen kann austretende Muttermilch durch Bakterien einen unangenehmen Geruch entwickeln, der durch die Stilleinlagen unterbunden wird.

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