Stenose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. November 2017
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Eine Stenose kommt in verschiedene Formen vor, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Bereichen des menschlichen Körpers betreffen können. Die Ursachen einer Stenose sind zum Beispiel Entzündungen, Tumore oder auch eine Arteriosklerose. Die bekanntesten Stensosen sind dabei die Gehörgangsstenose, die Pylorusstenose, die Aortenklappenstenose, die Carotisstenose und die Koronarstenose.

Inhaltsverzeichnis

Gehörgangsstenose

Eine Gehörgangsstenose ist eine Verengung des äußeren Gehörgangs. Man unterscheidet hier zwischen angeborener Stenose und einer später erworbenen Gehörgangsstenose. Sie gehen meist von dem knorpeligen Anteil des Gehörgangs oder dem knöchernen Anteil aus. Aber auch von der auskleidenden Haut des Gehörganges kann eine Stenose ausgehen.

Die Ursachen einer Gehörgangsstenose sind vor allem Entzündungen und Tumore. Aber auch Narbenschrumpfungen nach einer Operation oder Exostosen können das Leiden auslösen.

Eine Stenose des Gehörganges macht sich für die betroffenen Personen meist durch eine geringere Schallwahrnehmung bemerkbar. Diese kann auf beiden Ohren oder nur auf einem eintreten. Die Stenose kann meist nur chirurgisch behoben werden.

Pylorusstenose

Unter einer Pylorusstenose versteht man die Verengung des Magenausganges. Diese wird meistens durch eine Hypertrophie des sogenannten Magenpförtners ausgelöst. Der Schließmuskel des Magens ist dabei vergrößert und verengt somit den Magenausgang.

Des Weiteren kann auch eine Verlegung des Lumens zu einer Stenose beitragen. Als Lumen wird dabei das innere eines Hohlorgans, hier des Magens, bezeichnet. Auch narbige Verwachsungen können ursächlich sein. Diese entstehen meist als Folge eines Magengeschwürs oder eines Karzinoms.

Die Ursachenbekämpfung kann sowohl medikamentös als auch chirurgisch erfolgen. Dies hängt vor allem mit der Schwere der Ursachen zusammen. Bei einer Verlegung des Lumens kann ein Erbrechen der betroffenen Person schon Abhilfe verschaffen.

Aortenklappenstenose

Eine Aortenklappenstenose ist ein Herzklappenfehler. Die Aortenklappe hat die Funktion eines Ventils zwischen der linken Herzklappe und der großen Hauptschlagader, der Aorta. Diese Aortaklappe ist bei einer Stenose verengt.

Man unterscheidet bei einer Aortenklappenstenose zwischen einer angeborenen und einer später erworbenen Stenose. Als angeborene Defekte gelten vor allem die Verengung des Klappenringes, sowie eine Verdickung oder Verwachsung der Klappentaschen.

Häufig führt auch eine geringere Anzahl von Taschen zu einer Stenose. Grundsätzlich hat eine gesunder Mensch drei Taschen. Bei einer angeboren Stenose fehlt meistens eine von diesen. Eine später erworbene Stenose wird hingegen vor allem durch Entzündungen hervorgerufen.

Die Symptome hängen von der Schwere der Stenose ab. So können betroffene Personen überhaupt keine Beschwerden haben, während andere Personen unter starker Luftnot bei anstrengenden Aktivitäten leiden.

Eine Aortenklappenstenose kann nur chirurgisch behoben werden.

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Carotisstenose

Eine Carotisstenose ist die Verengung der Arteria carotis communis. Diese entspringt auf der linken Seite des Aortenbogens und auf der rechten Seite des Truncus brachiocephalicus. Die Hauptaufgabe der Arteria carotis communis ist die Versorgung des Kopfes und des Halses mit Blut. Diese ist bei einer Stenose verengt.

Die Ursache einer Carotisstenose liegt zum großen Teil in einer Arteriosklerose. Unter dieser versteht man die Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen. Diese verengen die Blutgefäße und sind in 90 Prozent der Fälle die Hauptursache für eine meist lebensbedrohlich Stenose.

Ein höheres Lebensalter und Rauchen kann zudem zu einer schnellen Erkrankung an einer Stenose beitragen. Auch Diabetes und eine Störung der Drucks im Blut kann das Risiko an einer Stenose zu erkranken deutlich steigern.

Eine Carotisstenose wird meist operativ behandelt, um die lebensbedrohliche Lage zu beheben.

Koronarstenose

Als Koronarstenose wird die Verengung sogenannter Koronaraterien bezeichnet. Eine solche Verengung wird in der Regel durch eine Koronarangiographie, durch eine Elektronenstrahltomographie oder einem Kardio CT festgestellt. Auch ein Belastungs-EKG kann hilfreich für die Feststellung sein. So wird häufig gleichzeitig eine Stress – Echokardiographie, ein Stress – MRT und eine Myokardszintigraphie durchgeführt, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Auch eine Koronarstenose wird hauptsächlich durch einen operativen Eingriff behoben, der ja nach Schwere unterschiedlich groß ausfallen kann.

Komplikationen

Abhängig davon, welches Organ betroffen ist, kann eine Stenose verschiedene Komplikationen hervorrufen. Eine Stenose des Gehörgangs ruft meist Probleme beim Hören hervor, die sich zu einer kompletten Schwerhörigkeit entwickeln können. Eine Darmstenose geht für die Betroffenen meist mit starkem Durchfall oder Verstopfung einher und kann im weiteren Verlauf zu Dehydration und Mangelerscheinungen führen.

In Einzelfällen ruft die Verengung irreversible Darmschäden hervor. Bei der Aortenklappenstenose handelt es sich um einen Herzklappenfehler, der mit starker Luftnot, Herzrhythmusstörungen und anderen Komplikationen verbunden sein kann. Bei der Carotisstenose, also der Verengung der Hals- und Nackenarterien, kommt es immer wieder zu lebensbedrohlichen Komplikationen. Typisch sind Schlaganfälle und Herzinfarkte. Eine Pylorusstenose stellt eine Verengung des Magenausganges dar.

Dies kann Beschwerden wie Verstopfung, Darmverschluss und selten auch Magenkrebs hervorrufen. Bei der Behandlung einer Stenose gehen die Risiken von der Operation aus. Da es sich um einen komplizierten Eingriff handelt, kommt es immer wieder zur Verletzung von Nerven oder zu Blutungen. Auch Infektionen und Wundheilungsstörungen sind nicht auszuschließen. Die begleitend verordneten Medikamente können unter Umständen Neben- und Wechselwirkungen hervorrufen.

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Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Erdmann, E.: Klinische Kardiologie. Springer, Heidelberg 2011
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

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