Stehberufe: So bleiben Beine und Füße fit

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Es gibt viele Berufe, die die Beine und Füße sehr belasten, weil es überwiegend stehende Tätigkeiten sind. Derartige Berufe sind deshalb so ungesund, weil der menschliche Körper nicht dafür gemacht worden ist, ständig still zu stehen. Ist das nicht möglich, leiden darunter die Venen, Sehnen, Bänder und Muskeln. Sogar innere Organe können geschädigt werden, wenn so ein stehender Beruf lange ausgeübt wird, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Beine und Füße zu nehmen. Daher ist eine Zuwendung für Beine und Füße bei Stehberufen besonders gefragt.

Inhaltsverzeichnis

Erschöpfte Beine brauchen Zuwendung

Vielmehr ist der Mensch ein Lebewesen, das dafür konzipiert ist, sich viel zu bewegen und deshalb viel zu laufen, auch zu sitzen und nur kurze Zeiten zu stehen. Erschöpfte Beine durch die Ausübung von Stehberufen zeigen sich zunächst nur durch das Gefühl sogenannter schwerer Beine, später eventuell auch durch Schmerzen in den Beinen.

Auch die Füße können durch zu langes Stehen beginnen zu brennen. Weitere Probleme, die von den Beinen und Füßen ausgehen, sind häufig Rückenschmerzen, aber auch Erschöpfung und Müdigkeit. Der Grund dafür sind Durchblutungsstörungen, die durch das lange Stillstehen verursacht werden. Das Gehirn bekommt nicht mehr genug Sauerstoff, weil das Blut in die Beine sackt.

Wer dann ohne etwas zu unternehmen weiterhin lange stillsteht, riskiert Ödeme, die sich in geschwollenen Unterschenkeln und Füßen zeigen, weil die Venen dem Blutstau nach unten nicht mehr standhalten. So können sich als Folge davon Krampfadern bilden oder sogar Thrombosen entstehen.

Schmerzhafte Fehlhaltungen der ebenfalls durch das lange Stehen überlasteten Wirbelsäule sind weitere Symptome erschöpfter Beine. Es ist deshalb wichtig, bei Stehberufen den Beinen und Füßen etwas mehr Zuwendung zukommen zu lassen und auf diese Symptome so frühzeitig wie möglich zu achten. Am besten ist es, schon bei den ersten noch ungefährlichen Anzeichen erschöpfter Beine etwas zur Entlastung zu unternehmen.

Öfter mal hinsetzen

Eine wichtige Maßnahme, um die Beine und Füße in Stehberufen zu entlasten ist es, sich häufiger bei der Arbeit hinzusetzen. Jeder Betrieb ist laut Arbeitsstättenverordnung gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Mitarbeitern Sitzmöglichkeiten für zwischendurch zur Entlastung zur Verfügung zu stellen.

Es handelt sich dabei um sogenannte Bedarfssitze, die nicht nur in den Pausen, sondern bei Bedarf auch zwischendurch für kurze Sitzpausen genutzt werden dürfen. Angestellte und Arbeiter müssen darüber informiert werden, dass ihnen dieses Recht zusteht und sollten dieses Recht auf Entlastung der Beine auch regelmäßig nutzen, um ihre Gesundheit zu schützen.

Unterstützender Bodenbelag

Auch der Bodenbelag kann eine große Rolle spielen, ob die Arbeit im Stehen mehr oder weniger belastend für Beine und Füße wird. Ein Betrieb, der auf die Gesundheit und Zufriedenheit seiner Mitarbeiter wert legt und die Verantwortung für sie zu übernehmen bereit ist, wird an typischen Steharbeitsplätzen für einen gesunden elastischen Bodenbelag sorgen.

Es gibt extra dafür erdachte ergonomische Bodenbeläge für ganze Räume oder ergonomische Arbeitsmatten für bestimmte Arbeitsbereiche, an denen die Mitarbeiter häufig lange stehend arbeiten müssen.

Stützstrümpfe & bequeme Schuhe

Nicht zu unterschätzen sind bei stehenden Berufen die richtigen Schuhe. Sehr wichtig ist es, dass Schuhe bei stehenden Tätigkeiten keine zu hohen Absätze haben. Auch auf genug Zehenfreiheit sollte unbedingt geachtet werden, des Weiteren auf eine rutschfeste und biegsame Sohle.

Die Möglichkeit der Weitenregulierung und atmungsaktives Obermaterial spielen bei guten Schuhen für stehende Tätigkeiten auch eine große Rolle. Gepolsterte Innensohlen der Schuhe können weiterhin dafür sorgen, dass Füße und Beine nicht über die Gebühr belastet werden. Eine Selbstverständlichkeit sollte es natürlich sein, dass die Schuhe, die bei typischen Stehberufen getragen werden, unbedingt eine optimale Passform haben sollten.

Nicht immer helfen allerdings gut auf Stehberufe abgestimmte Schuhe, die Belastungen der Beine abzufangen. Eine weitere Maßnahme, um die Beine beim Stehen zu unterstützen und zu schützen, können auch Stützstrümpfe sein. Diese Kompressionsstrümpfe bewirken, dass die Venen ein wenig zusammengedrückt werden und so nicht zu viel Blut in die Venen sackt. Das beugt Ödemen, Krampfadern und gefährlichen Thrombosen vor.

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Kleine Hilfen mit großer Wirkung: Fußbäder, Sohlen, Massagen

Es ist möglich, auch selbst aktiv zu werden, um Beine, Füße und den gesamten Körper vor der Überlastung durch die stehende Tätigkeit zu schützen. Wie oben schon erwähnt, spielen auch die Schuhsohlen und Innensohlen in den bei der Arbeit getragenen Schuhen eine Rolle dabei, wie sehr sich die stehende Tätigkeit auf die Gesundheit auswirkt oder nicht.

Weiterhin können Menschen, die nun einmal eine stehende Tätigkeit ausüben, auch in ihrer Freizeit viel tun, um nach der Arbeit Beine und Füße wieder zu erfrischen. Massagen der geplagten Beine und Füße können sehr lindernd wirken. Auch Fußbäder helfen dabei, dass sich die Beine und Füße nach der Arbeit wieder besser fühlen. Es gibt aber noch mehr Dinge, die gut für die geplagten Beine von Menschen sind, die bei der Arbeit viel stehen müssen.

Wer sich bei der Arbeit nicht viel bewegen kann, sollte das unbedingt in der Freizeit nachholen. Radeln und Spaziergänge können hier schon Wunder wirken. Sehr gut für die Beine und Füße ist es auch, regelmäßig schwimmen zu gehen. Des Weiteren helfen Kneipp-Kuren den geplagten Beinen, sich wieder zu erholen. Falls zu den Beschwerden an Beinen und Füßen auch Probleme mit der Wirbelsäule auftreten, kann dagegen gezielte Wirbelsäulengymnastik hilfreich sein.

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