Steckrübe

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Ein sehr kohlehydratreiches Gemüse ist die Steckrübe. Sie kam bereits im 17. Jahrhundert aus Skandinavien zu uns nach Deutschland. Sie wird auch "schwedische Rübe" genannt, was auf ihre nordische Herkunft schließen lässt.

Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Unterart des Rapses. In Nordostdeutschland wird sie auch Wryke oder Wruke genannt. In den Kriegszeiten war sie oft überlebenswichtig. Sehr oft wurde sie zu Eintöpfen verarbeitet oder sogar roh gegessen, wenn der Hunger groß war. Vor allem in der Notzeit des ersten Weltkrieges 1917 bekam dieses Gemüse im sogenannten "Steckrübenwinter" eine sehr große Bedeutung.

Da die Soldaten oft nicht die Möglichkeit hatten, aus der Steckrübe, die sie auf den Feldern gefunden hatten, eine warme Suppe zuzubereiten, wurden Scheiben der Rübe kalt als Brotersatz gegessen. Auf den Feldern erkannten die Soldaten damals und erkennt man auch heute die Steckrübe an ihren blaugrünen Blättern.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Steckrübe wissen

Durch die Erinnerung an die schlechte Zeit war die Steckrübe zu Unrecht nach dem Krieg nicht mehr begehrt und geriet sogar in Vergessenheit. Im Zeichen bewußter Ernährung hat jedoch fast jede Hausfrau nach Vorträgen und aus neuen Kochbüchern viel über gesunde Kost gelernt.

Sie hat sich von ihrer alten, sehr fetten und kalorierenreichen Küche verabschiedet und versucht, möglichst kalorienarm und vitaminreich zu kochen. So ist auch die Steckrübe mit allen ihren Variationen wieder zu Ehren gekommen. Man erinnerte sich wieder dieses Gemüses, das in der schlechten Zeit oft lebensrettend war und aus dem die bewußt kochende Hausfrau viele kalorienarme Gerichte herstellen konnte. Die Kochbücher lieferten ihr dafür die nötigen Anregungen.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Steckrübe sieht zwar nicht sehr ansprechend aus, aber für die kalorienbewußte Hausfrau ist sie ein ideales Wintergemüse. Gerade für deftige Eintöpfe eignet sich die Steckrübe hervorragend.

In der Zeit von September bis April wird sie auf den Feldern geerntet und vorzugsweise auf den Wochenmärkten angeboten. Sie ist sehr gut zu lagern. Wer Vorratshaltung betreibt, kann die Steckrübe im Keller mehrere Monate lagern und hat so auch noch im Sommer frische Steckrüben, um damit auch sommerliche Gerichte auf den Tisch zu bringen.

Die Steckrübe kam bereits im 17. Jahrhundert aus Skandinavien zu uns nach Deutschland.

Wenn die Hausfrau für ein Gericht nur eine halbe Steckrübe benötigt, kann sie die andere Hälfte im Kühlschrank im Gemüsefach aufbewahren. Hier hält sich dieses Gemüse einige Tage. Wer die Rübe kauft, sollte darauf achten, ein kleineres Exemplar mit einer glatten Haut und ohne Wurmbefall zu bekommen.

Die größere Steckrübe kann leicht holzig sein. Für den Gebrauch als Lebensmittel wird gerne die Steckrübe, die eine gelbe Färbung unter der Haut hat, genommen. Sie hat einen intensiven süßlichen Geschmack. Die Steckrübe mit der weißen Färbung wird meistens als Tierfutter verwendet.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 38 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 12 mg
Kalium 305 mg Kohlenhydrate 9 g
Eiweiß 1,1 g Vitamin C 25 mg

Für die Gesundheit, unser größtes Gut, hat die Steckrübe eine große Bedeutung. Sie war in der Kriegszeit der größte Kohlehydratlieferant überhaupt. Auch heute ist ihr Anteil an Kohlehydraten wichtig für die Gesundheit.

Daneben hat die Steckrübe aber auch noch durch die Färbung einen größeren Anteil an Beta-Carotin; sie verfügt über viel Vitamin C, Vitamin B1 und B2, Trauben- und Fruchtzucker, Provitamin A, Mineralstoffe und schwefelhaltige, ätherische Öle. Auch Eisen, Zink und Folsäure ist in diesem Gemüse enthalten.Es ist kalorienarm durch seinen hohen Wasseranteil. Es enthält pro 100 Gramm nur 29 Kalorien.

Unverträglichkeiten & Allergien

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Einkaufs- & Küchentipps

Meist wird die Steckrübe gekocht als Suppe genossen. Sie schmeckt aber auch püriert als Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten. Sogar frittiert wie Pommes frites kann man die Steckrübe genießen. Auch ein leckerer Salat, der vorzüglich im Sommer an heißen Tagen schmeckt, wird aus der Steckrübe hergestellt. Für diesen Salat benötigt die Köchin eine halbe Rübe, ein Bund Petersilie, 50 Gramm Walnüsse, 3 Teelöffel braunen Zucker, 4 Esslöffel Orangensaft, 4 Esslöffel Balsamico, 4 Esslöffel Walnussöl.

Aus den gehackten Nüssen, der Petersilie, dem karamellisierten Zucker, Essig und Saft wird die Soße für die Steckrüben zubereitet, dann werden die blanchierten Rüben darunter gehoben. Das Ganze wird kalt serviert und schmeckt sehr lecker. Dazu passt frischgeröstetes Walnussbrot. Jedoch sind das schon die Feinheiten der Steckrüben-Zubereitung. Doch gerade in der Winterzeit ist immer wieder die Steckrübensuppe eine wunderbar wärmende Speise, die auch aufgewärmt am nächsten Tag noch gut schmeckt.

Zubereitungstipps

Es gibt in allen Teilen Deutschlands immer wieder viele neue oder alte Rezepte für die Verwendung der Steckrübe. Das Rezept, nach dem wohl am meisten gekocht wird, ist die Steckrübensuppe, wie sie schon meine Großmutter kochte und die der ganzen Familie schmeckte.

Für diese Suppe gebraucht man 800 Gramm marmorierte, also etwas fette Schweinerippe mit Knochen. Das Fleisch wird mit einer Stange Porree, einer halben Sellerieknolle, einer großen oder zwei kleinen Möhren, Salz, Wasser, gemischtem Suppengemüse und zwei bis drei Lorbeerblättern anderthalb Stunden gekocht. Danach wird die Brühe abgesiebt. Nun kommen 750 Gramm Kartoffeln und ein Kilogramm gestiftelte Steckrüben zu der Brühe. Eine Zwiebel, die mit 50 Gramm geräuchertem Speck angeschwitzt wurde, wird hinzugefügt. Das Ganze wird noch 15 Minuten gekocht, dann wird das Fleisch zugegeben. Das Gericht sollte nun nicht mehr lange kochen, weil sonst die Steckrübe einen kohligen Geschmack bekommt.

Nun wird die appetitanregende Suppe gesalzen und Pfeffer hinzugegeben. Als Beilage schmeckt geräucherte Mettwurst oder Würstchen sehr gut. Zu den vielen raffizierten Rezepten für die Verwendung der Steckrübe gehört auch die Steckrübe als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten oder die Steckrüben-Steaks. Bekannt ist auch eine Lasagne aus Steckrüben mit Hackfleisch. Auch Aufläufe mit Hackfleisch werden mit der Rübe zubereitet und schmecken vorzüglich. Sogar für die Babynahrung ist die Steckrübe zu gebrauchen. Weil sie süß schmeckt und sich gut pürieren lässt, kann sie sowohl für die Kinderkost wie auch für die erste Babynahrung anstelle von Möhren genommen werden.

Das Kleinkind kann den Steckrübenbrei selbst vom Teller essen, während dem Baby die trinkbare, pürierte Rübensuppe in die Flasche gefüllt werden kann. So bekommt schon das Baby wie auch das Kleinkind eine gesunde, energiereiche Nahrung, die sein Wachstum nachhaltig fördert.

Aus diesem Grunde ist also deutlich erkennbar, dass die Steckrübe als eines der Grundnahrungsmittel angesehen werden kann. Sie ist bekömmlich vom Baby- bis zum Greisenalter. Für den erwachsenen Menschen stillt eine Steckrübenmahlzeit den Bedarf eines Tages an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, weil sie auch im pürierten Zustand alle wichtigen Mineralien und Inhaltsstoffe an den menschlichen Organismus abgibt.

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