Stechpalme

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Die Stechpalme wird in Zentraleuropa wenige Meter groß, allerdings kann der Baum in milderen Regionen bis zu 15 Meter hoch werden. Wer es kleiner mag, kann sie durch einen regelmäßigen Rückschnitt auch niedriger halten. Die Dornen, die sich an den Blatträndern befinden, erklären den Namen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Stechpalme

Die Stechpalme, die bis zu 300 Jahre alt werden kann, wächst entweder als Strauch oder Baum mit glänzenden, immergrünen Blättern, die eiförmig sind. Die weißen Blüten haben vier Blütenblätter und zeigen sich in den Monaten Mai bis Juni. Die Beeren, die ein beliebter Winterschmuck sind, entwickeln sich im Herbst. Sie sind zunächst grün und später rot. Durch die Samen, die in den Beeren enthalten sind, kann sich die Stechpalme vermehren. Dies erfordert weder eine große Pflege noch ein aufwendiges Vorgehen.

Es genügt, die Beeren in den Boden zu geben. Sie müssen zu diesem Zweck jedoch reif sein. Es kann allerdings bis zu drei Jahre dauern, bis ein Keim sprießt. Die Stechpalme wächst vermehrt in Buchen- und Fichtenwäldern auf und bevorzugt feuchte und kalkarme Böden. Der Standort sollte hell und humusreich sein. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet sind insbesondere Süd- und Westeuropa. Der Strauch wird vor allem in Parks und Gärten gern angepflanzt, beispielsweise als Umgrenzungselement, als schmückende Solitärgehölze sowie zur Unterpflanzung von Bäumen.

Die meisten Arten sind zweihäusig. Das heißt, dass sie weibliche sowie männliche Blüten trägt. Damit sich die schönen leuchtend roten Früchte herausbilden können, sollten mehrere Stechpalmen in Gruppen zusammengesetzt werden. Im Allgemeinen ist die Pflanze ein anspruchsloser und immergrüner Strauch mit einem eher lockeren Wuchs, der durch einen regelmäßigen Schnitt jedoch blickdicht wird.

Wirkung & Anwendung

Die Stechpalme wird aufgrund des besonders hohen Zierwertes sehr gern zur Weihnachtszeit in Gestecken und Kränzen als Dekoration genutzt. Nicht nur die Blätter sehen sehr interessant aus, sondern vor allem die roten Beeren sind dank ihrer leuchtenden Farbe wunderschön anzusehen und sorgen für Abwechslung. Da die Blätter und Beeren jedoch Urolsäure und Polyphenole enthalten, sollten sie mit Kindern im Haushalt vorsichtig verwendet werden.

Der Verzehr der Beeren und somit der Giftstoffe führt zu Erbrechen, Durchfall sowie Magen- und Darmbeschwerden. Schon nach zwei Beeren können sich die ersten Symptome zeigen. Die Menge von 30 Beeren kann bereits lebensbedrohlich sein. Die Stechpalme wird zudem gern als Sichtschutz-Pflanze genutzt. Als immergrüne Hecke ist sie ein attraktiver Hingucker. Die wunderschönen roten Beeren sowie die bunt umrandeten Blätter setzen attraktive Blickpunkte, wodurch das Gartenbild belebt wird.

Die Beeren, die ein beliebter Winterschmuck sind, entwickeln sich im Herbst. Sie sind zunächst grün und später rot. Durch die Samen, die in den Beeren enthalten sind, kann sich die Stechpalme vermehren.

Da die Stechpalme langsam wächst (10 bis 20 Zentimeter im Jahr) eignet sie sich auch gut als Kübelpflanze. Bei der Pflege sind im Winter jedoch Schutzmaßnahmen zu beachten. In dieser Jahreszeit sollten sie im Schatten aufgestellt werden. Im Allgemeinen entstehen die Winterschäden an den frostharten Kübelpflanzen nicht durch ein Durchfrieren des Wurzelbereiches, sondern durch ein schnelles Frieren oder Auftauen bei Sonne.

Dabei entstehen im Gewebe Spannungen, wodurch die Zellwände reißen. Dadurch sterben die Teile der Pflanze ab. Beliebt ist die Stechpalme des Weiteren, da sie den Bienen im Sommer und den Vögeln im Winter Nahrung bietet. Für die Psyche leistet sie ebenso gute Dienste, denn sie hilft dabei, ruhiger und ausgeglichener zu werden. Die Atmung wird tiefer und gleichmäßiger.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Stechpalme ist als Heilmittel nicht unumstritten. Der Grund hierfür sind die giftigen Stoffe, die in den Beeren und Blättern enthalten sind. Dennoch findet das Gewächs homöopathische Verwendung, denn der Pflanze werden mehrere positive Wirkungen nachgesagt. In der Volksheilkunde wird die Stechpalme gegen Grippe und fieberhafte Erkältungen eingesetzt. Sie soll das Fieber senken und Krämpfe lösen. Außerdem wird die Stechpalme in der Volksheilkunde dazu genutzt, um Keuchhusten zu lindern.

Doch sie zeigt bei jeder Form von Husten ausgezeichnete Eigenschaften. In der Pflanzenheilkunde wird die Stechpalme innerlich und äußerlich angewendet, beispielsweise gegen Bronchitis und Rheumatismus. Die strauchartigen Bäume wurden in der Vergangenheit zudem gegen Gicht und Magen-Darm-Probleme eingesetzt. Es wird jedoch angeraten, niemals selber mit der Pflanze zu experimentieren. Die Einnahme kann aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe zu Erbrechen, Durchfall, Beschwerden im Bereich des Magens und Darms und Herzrhythmusstörungen führen.

Die Stechpalme wird ebenfalls bei einem Seitenstechen angewendet. Sie besitzt im Allgemeinen folgende Heilwirkungen: Sie ist erkältungslindernd, fiebersenkend, krampflösend, auswurffördernd, darmregulierend, harntreibend, rheumalindernd und tonisierend. Da die Blätter die giftigen Stoffe in einem geringeren Maße als die Beeren enthalten, werden nur diese verwendet, um sie als Abkochung beispielsweise gegen fieberhafte Erkältungen oder Grippe zu verwenden.

Für die Tee–Zubereitung werden die Stechpalmenblätter in eine Tasse lauwarmes Wasser gegeben, wo sie über die Nacht zugedeckt ziehen. Am nächsten Tag wird der Tee erwärmt und abgefiltert. Davon können ein bis zwei Tassen am Tag getrunken werden. Den abgekochten Blättern wird nicht nur eine fiebersenkende, sondern ebenso eine harntreibende Wirkung nachgesagt.

Daher hat die Stechpalme auch eine positive Wirkung bei Gicht, Rheuma und Nierensteinen sowie bei einer Gelbsucht und Beulen. Die Blätter können auch bei einer Schwäche und Müdigkeit wirken. Aus diesem Grund eignen sie sich für verschiedene, allgemein stärkende Teemischungen.

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