Stechmücken

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Oktober 2016
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Stechmücken sind weltweit verbreitet. Die meisten Menschen haben bereits Erfahrungen mit den Insekten gesammelt. Meistens hinterlassen sie zwar nur Schwellungen und Juckreiz, sie können jedoch auch Krankheitserreger übertragen. Deswegen ist insbesondere in tropischen Regionen eine größere Vorsicht geboten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Stechmücken?

Stechmücken gehören zu den Zweiflüglern. Insgesamt existieren etwa 3500 verschiedene Arten von Stechmücken. In Europa sind zirka 104 Arten verbreitet. Mücken erinnern an Parasiten, da sie das Blut für ihr Überleben benötigen. Dabei ist es in der Regel nicht ihr Ziel, Menschen mit Krankheiten anzustecken. Es sind die Stechmücken selber, die von unterschiedlichen Mikroorganismen besiedelt und teilweise zum Überträger werden.

Den Stechmücken stehen spezifische Hilfsmittel zur Verfügung, um die Haut ihres Wirts zu durchbohren und Blut aufzunehmen. Es sind ausschließlich weibliche Tiere, die menschliches Blut benötigen. Männchen verwenden Pflanzen zur Ernährung. Für Weibchen ist das Blut jedoch essentiell, da sie die enthaltenen Proteine brauchen. Auf diese Weise wird eine erfolgreiche Produktion von Eiern, und somit auch Nachkommen, sichergestellt.

Vorkommen, Verbreitung & Eigenschaften

Das Blut dient weniger der Versorgung der Stechmücke selber. Diese nimmt, genauso wie ihr männlicher Artgenosse, zur weiteren Versorgung Nektar und andere zuckerhaltigen Pflanzensäfte auf. Auch sind nicht alle der 3500 Stechmücken vom Menschen abhängig. Einige verschiedenen Populationen haben sich teils auf Wirte spezialisiert. Deswegen kommen in der Regel auch nur einige Arten als Überträger von bestimmten Krankheiten, wie Malaria oder Dengue- Fieber, in Frage.

Stechmücken befinden sich bereits seit einer sehr langen Zeit auf der Erde. Das älteste Fossil, auf dem eine Mücke zu sehen ist, weist ein Alter von ungefähr 79 Millionen Jahren auf. Eine verwandte Art, die in vielen Merkmalen unserer heutigen Stechmücke ähnelt, hat bereits vor 90 bis 100 Millionen Jahren existiert. Stechmücken besiedeln beinahe alle Regionen des Planeten. Ausnahmen sind lediglich Polargebiete sowie Wüsten, deren Lebensbedingungen nicht für das Überleben von Stechmücken ausgerichtet sind. In besonders hoher Zahl lassen sich die Insekten normalerweise in der unmittelbaren Umgebung von Gewässern finden. Welche Größe das Gewässer hat, spielt dabei keine Rolle. Besonders geeignet zur Entwicklung von Stechmücken sind sumpfige Gebiete. Dementsprechend handelt es sich zum Beispiel bei Tundra und Taiga um optimale Brutstätten für Stechmücken.

Die Größe und das äußere Erscheinungsbild von Mücken hängen maßgeblich von der jeweiligen Art ab. Die Insekten werden jedoch nicht größer als 1,5 Zentimeter. Ihre beiden Flügel weisen manchmal Schuppen auf, Beine und Saugrüssel sind etwa gleichlang. Die Beine und der Rumpf der Stechmücke sind schmal. Insgesamt wiegt ein solches Insekt zwischen 2 und 2,5 Milligramm. Die weiblichen Tiere sind meistens etwas größer als die Männchen. Letztere verfügen darüber hinaus häufig über dichtere, buschige Fühler.

Stechmücken legen Strecken mit einer Geschwindigkeit von 1,5 bis 2,5 Kilometer pro Stunde zurück. Auf welcher Höhe sie fliegen, hängt von verschiedenen Parametern ab. Dazu gehören die Art, die Höhe des Ortes über dem Meeresspiegel, Wetter, Luftdruck, Lichtverhältnisse und Temperatur. Ein warmes, windstilles Wetter stellt optimale Flugbedingungen für Stechmücken bereit.

Die Entwicklung von Stechmücken läuft in verschiedenen Phasen ab. Aus den Eiern verwandeln sich Larven, aus denen Puppen hervorkommen. Nach dem Schlüpfen des Insekts wird die Stechmücke als Imago bezeichnet. Männliche Stechmücken schlüpfen meistens früher und sterben im Herbst.

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Krankheiten & Beschwerden

Stechmücken hinterlassen nicht nur Juckreiz. Einige von ihnen können schwere Krankheiten übertragen. Besonders hoch ist das Risiko in tropischen Gegenden. Deswegen ist es empfehlenswert, bei einem Urlaub am Äquator auf lange Hosen und Oberteile zu achten. Bestenfalls handelt es sich um helle Farben, auf denen die Mücken schneller entdeckt und am Stechen gehindert werden können. Ansonsten drohen unter Umstände schwerwiegende Folgen.

So kann eine infizierte Stechmücke zum Beispiel Malaria übertragen. Bei Malaria handelt es sich um eine Erkrankung aufgrund von Parasiten. Die Mücke hat sich mit den Plasmodien infiziert und überträgt diese, sobald sie einen Menschen sticht. Dabei stellt der Mensch in dem Kreislauf lediglich den Zwischenwirt dar. Letztendlich bevorzugt der Parasit es, sich in Stechmücken zu verbreiten. Trotzdem führen die Parasiten bei Menschen zu zahlreichen Symptomen. Die Mikroorganismen gelangen nach dem Stich in die menschliche Leber und vermehren sich hier. Nach einiger Zeit verstreuen sie sich im Blut und befallen die roten Blutkörperchen.

Sobald diese aufgrund der starken Vermehrung aufplatzen, suchen sich die Parasiten neue Blutkörperchen. Es kommt insbesondere zu Fieberschüben. Weitere Symptome hängen vor allem von der spezifischen Ausprägung des Malarias ab. Unbehandelt kann die Erkrankung zum Tod führen. Deswegen ist es sinnvoll, sich bei ersten Anzeichen direkt untersuchen zu lassen. Eine Blutabnahme gibt in der Regel Auskunft über den gesundheitlichen Zustand.

Eine andere Erkrankung, die durch Mücken ausgelöst wird, ist das Dengue-Fieber. Jedes Jahr erkranken etwa 50 Millionen Menschen an den Beschwerden. Übertragen werden die Erreger durch die Aedes-Mücke in tropischen Gebieten. Dabei gibt es keine einheitlichen Symptome. Stattdessen äußert sich die Erkrankung sehr unterschiedlich, zum Beispiel durch Hautausschlag, Juckreiz, Kopf- und Gliederschmerzen oder einer Grippe. Die Symptome bleiben ungefähr eine Woche bestehen. In der Regel hinterlässt die Erkrankung keine bleibenden Schäden.

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