Steatohepatitis

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 30. Oktober 2017
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Unter dem medizinischen Begriff Steatohepatitis bezeichnet der Mediziner die Fettleber. Diese entsteht auf Grund der Tatsache, dass durch ungesunde Lebensgewohnheiten die Fettproduktion derart angekurbelt wird, dass sich die produzierten Fette in die Leberzellen einlagern. Jedoch ist die Steatohepatitis relativ leicht rückgängig zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Steatohepatitis?

Bei der Steatohepatitis spricht der behandelnde Arzt von einer Fettleber. Es wird in erster Linie zwischen einer alkoholischen und einer nicht-alkoholischen Steatohepatitis unterschieden. In den meisten Fällen kann man, mit ein paar Umstellungen der Lebensgewohnheiten, eine Fettleber wieder rückgängig machen.

Der Mediziner unterteilt die Steatohepatitis in drei Grade. Bei Grad 1 spricht man von einer leichten bzw. milden Fettleber, wobei weniger als ein Drittel der vorhandenen Zellen Fette speichern. Bei Grad 2 handelt es sich um eine mäßige Fettleber, bei welcher rund zwei Drittel der Leberzellen mit Fett gefüllt sind. Leidet der Patient unter einer Fettleber Grad 3, betrifft die Verfettung bereits mehr als zwei Drittel.

Ursachen

Es kommen viele, relativ unterschiedliche, Ursachen infrage. Zuerst unterscheidet der Mediziner, ob es sich um eine alkoholische oder nicht-alkoholische Steatohepatitis handelt. Bei einem übermäßigen Alkoholkonsum schädigen die Wirkstoffe die Leberzellen, wie etwa die Zellmembran.

Besteht eine nicht-alkoholische Fettleber, liegt die Ursache oftmals im metabolischen Syndrom. Das bedeutet, dass wohl Diabetes mellitus Typ II, starkes Übergewicht oder auch Medikamente, wie etwa auch Gifte, für die Steatohepatitis verantwortlich sind. Auch seltene Krankheiten wie Morbus Wilson können mitunter eine Fettleber verursachen.

Eine Eiweißmangelernährung kann eine weitere Ursache für eine Steatohepatitis darstellen. Es gibt auch die sogenannte Schwangerschaftsfettleber. Diese tritt nur selten auf und erfordert jedoch eine sofortige ärztliche Behandlung, da diese Erkrankung oftmals schwerwiegende Leberschäden mit sich bringt. Weshalb eine Schwangerschaftsleber entsteht, ist bislang nicht geklärt.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Infogramm zur Anatomie und Aufbau der Leber. Klicken, um zu vergrößern.

Der Mediziner stellt die Diagnose oftmals mit Hilfe der Krankengeschichte des Patienten. Ebenfalls führt er körperliche Untersuchungen durch, damit er feststellen kann, ob etwaige Ursachen auf Grund der Essgewohnheiten oder wegen alkoholbedingter Faktoren bestehen.

Ein Symptom der Fettleber ist die starke Vergrößerung des Organs, sodass sie der Arzt - durch die Bauchwand - ohne Probleme erstasten kann. Bestätigt wird eine Lebervergrößerung durch eine Sonographie (Ultraschall). Weshalb eine Fettleber jedoch entstanden ist, kann mit Hilfe der Sonographie nicht gesagt werden. Des Weiteren gibt auch das Blutbild einen Aufschluss darüber, ob erhöhte Leberwerte vorliegen und ob somit von einer Fettleber gesprochen werden kann.

Eine weitere Möglichkeit, um die Diagnose zu stellen, ist die Entnahme von Lebergewebe - die sogenannte Leberbiopsie. Hier erkennt der Mediziner, ob es sich um eine Steatohepatitis handelt bzw. ob die Leber entzündet bzw. weitere Krankheiten in sich trägt. Je nach Verfettung und Grad hängt auch der weitere Verlauf der Krankheit ab. Im Regelfall lässt sich die Fettleber, mit Hilfe von Ernährungsumstellungen oder den Verzicht auf Alkohol, relativ leicht heilen.

Behält der Patient seinen Lebenswandel bei oder verzichtet nicht auf schädliche Substanzen, ist eine irreparable Schädigung der Leber vorprogrammiert. Weitere Erkrankungen, wie etwa eine Leberzirrhose oder auch das komplette Organversagen, sind möglich und bringen mitunter lebensbedrohliche Folgen mit sich.

Komplikationen

Menschen, die an einer Steotohepatitis erkrankt sind, leiden meist unter chronischen Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit. Ein Mangel an Appetit kann auf lange Sicht weitere Komplikationen nach sich ziehen. So sind Fettleber-Hepatitis-Patienten immer wieder von Dehydration und Mangelerscheinungen betroffen.

Im schwersten Fall kommt es zu einer Austrocknung, die mit Bewusstseinsstörungen verbunden ist und bei fehlender Behandlung tödlich verlaufen kann. Behält der Patient trotz aller Beschwerden seinen Lebensstil bei, kommt es zu einer irreparablen Schädigung von Leber, Nieren und Herz. Daraus resultieren weitere Erkrankungen, zum Beispiel eine Leberzirrhose oder Leberversagen.

In jedem Fall hat eine Leberschädigung lebensbedrohliche Folgen. Weitere Komplikationen hängen von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Liegt der Steohepatitis beispielsweise eine Diabetes mellitus zugrunde, kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden, Impotenz und anderen Komplikationen kommen. Übergewicht hat auf Dauer negative Auswirkungen auf den gesamten Körper und geht meist auch mit einer verringerten Lebenserwartung einher.

Eine medikamentöse Behandlung der Fettleber-Hepatitis kann die typischen Beschwerden hervorrufen: Magen-Darm-Probleme, Hautirritationen, Kopf-, Muskel und Gliederschmerzen sowie Störungen des Immunsystems. Bei längerfristiger Medikation können die inneren Organe weiteren Schaden nehmen.

Behandlung & Therapie

Der Mediziner entscheidet die Behandlung und Therapie dahingehend, weshalb die Steatohepatitis entstanden ist. In erster Linie muss daher die Grunderkrankung festgestellt werden; in weiterem Rahmen wird eine Umstellung der Lebensgewohnheiten nahe gelegt. Wer bis dahin reichlich fette Speisen oder viel Alkohol konsumiert hat, sollte dahingehend verzichten.

Vorwiegend ist es wichtig, dass – vor allem bei einer alkoholischen Fettleber – der Alkohol, für relativ lange Zeit, komplett aus dem Leben gestrichen wird. Nur so kann sich die Leber wieder von selbst regenerieren. Entstand die Steatohepatitis auf Grund einer Vergiftung oder wegen Medikamenten, ist es ratsam, wenn in weiterer Folge die Stoffe vermieden werden.

Liegt die Ursache am Übergewicht oder auf Grund von Diabetes mellitus, ist es ratsam, wenn der Patient sein Gewicht verringert und den Blutzucker neu bzw. besser einstellen lässt. So kann mitunter die Fettleber rückgängig gemacht werden.

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Vorbeugung

Die Steatohepatitis kann sehr wohl vorgebeugt und verhindert werden. Wer etwa auf Alkohol verzichtet, drosselt das Risiko, dass er an einer alkoholischen Steatohepatitis erkrankt. Auch Personen, welche ein immenses Übergewicht mit sich tragen, sollten, um eine Steatohepatitis vorzubeugen, Gewicht reduzieren. Vorwiegend ist es ratsam, dass der Mensch auf eine gesunde Ernährung achtet, genügend sportliche Betätigung macht und sich regelmäßig kontrollärztlich untersuchen lässt. So kann man auch bei den ersten kleinen Anzeichen die Fettleber bekämpfen und gegen einen weiteren Verlauf der Krankheit positiv entgegenwirken.

Bücher über Fettleber

Quellen

  • Greten, H., Rinninger, F., Greten, T. (Hrsg.): Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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