Stabilisierungstape

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Unter einem Stabilisierungstape wird ein Tapeverband verstanden. Dabei handelt es sich um einen Pflasterklebeverband, der zur Ruhigstellung und Stabilisierung von Muskeln und Gelenken dient.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Stabilisierungstape?

Das Stabilisierungstape zählt zu den funktionellen Verbänden. Das bedeutet, dass das behandelte Gelenk nicht komplett ruhiggestellt wird, wie etwa bei einem Gipsverband, sondern gewisse Bewegungen mit ihm nach wie vor möglich sind.

Der Begriff Tape stammt aus dem Englischen und bedeutet Band. Gemeint ist damit ein Pflasterklebeband. Zur Anwendung gelangt es in der Sportmedizin, der Orthopädie und der Unfallchirurgie. Es kann sowohl zu therapeutischen Zwecken als auch zur Vorbeugung eingesetzt werden.

Die Funktion des Stabilisierungstapes beruht auf dem Vermeiden von unerwünschten oder schädlichen Bewegungen. Die Pflasterstreifen, die sich stabil auf der Haut befinden, übertragen die einsetzenden Kräfte auf die Haut. Dadurch lässt sich u. a. der Gelenk-Kapselbandapparat stabil stützen. Gleichzeitig verbessert sich das Wahrnehmen der Körperbewegungen. Darüber hinaus werden verletzte Knochen oder Gelenke an unverletzten Körperstrukturen befestigt und Schwellungen vermieden.

Zur Anwendung kommt ein Stabilisierungstape in der Regel an Armen und Beinen. Dabei eignet sich das Tape in erster Linie zur äußeren Stabilisierung eines Gelenkes.

Formen, Arten & Typen

Bei Stabilisierungstapes wird zwischen verschiedenen Arten unterschieden. Dies sind in erster Linie das klassische weiße Tape sowie das bunte Kinesiotape. Das weiße Tape kommt zur Stabilisierung angerissener Bänder oder zur Fixierung von Gelenken zur Anwendung. Es setzt sich aus klebenden unelastischen Binden zusammen und wird vorwiegend bei Leistungssportlern verwendet.

Die sogenannten Kinesio-Tapes sind dagegen elastisch und werden vermehrt auch von Hobbysportlern geschätzt. Sie bestehen aus einem speziellen Baumwollgewebe und ähneln der menschlichen Haut in Dehnbarkeit und Dicke. Die Funktion der Kinesio-Tapes beruht auf dem Reizen der Hautrezeptoren. Beim Aufkleben des Tapes kommt es zu einem Effekt, der einer Massage ähnelt. Durch das Abtransportieren von Flüssigkeit kann eine Entzündung rascher abklingen. Da sich die Muskeln zudem wieder entspannen, verfügt der Behandelte über mehr Beweglichkeit. Durch die elastischen Tapes wird die Muskulatur stabilisiert, ohne dass es dabei zu einer Einschränkung der Beweglichkeit kommt.

Es gibt zudem noch weitere Tape-Arten. Dazu gehören Kinematic-Tapes, Chiro-Tapes, Medi-Tapes, K-Active-Tapes, Pino-Tapes und K-Taping.

Aufbau & Funktionsweise

Der Begriff Tape stammt aus dem Englischen und bedeutet Band. Gemeint ist damit ein Pflasterklebeband. Zur Anwendung gelangt es in der Sportmedizin, der Orthopädie und der Unfallchirurgie.

Zum Anlegen eines Tapeverbands kommen selbstklebende unelastische Pflasterstreifen zur Anwendung. Ergänzend ist aber auch der Einsatz von weiteren Verbandsstoffen möglich.

Zusammengesetzt wird ein Stabilisierungstape u. a. aus Ankerstreifen. Diese steigern die Festigkeit des Verbands und erleichtern dessen Anlegen. Weitere Bestandteile sind die Tapezügel sowie die Verschalungsstreifen. Die Tapezügel empfinden den Verlauf des Körperbandes nach und werden von Fixierstreifen an Ort und Stelle gehalten. Auch eine Verstraffung ist möglich. Die Verschalungsstreifen dienen zum Verschluss des Stabilisierungstapes und verleihen ihm weitere Festigkeit.

Das Anlegen eines Tapeverbandes darf grundsätzlich nur auf reizloser Haut erfolgen. Kleinflächige Wunden lassen sich allerdings mithilfe eines entsprechenden Wundverbands abdecken.

Damit sich das Material des Stabilisierungstapes in ausreichendem Maße auf der Haut verkleben lässt, ist deren sorgfältige Reinigung nötig. Durch Flüssigkeiten wie Öl, Fette oder Schweiß sowie Feststoffe (wie Schmutz oder Puder) kann die Haftung des Tapes negativ beeinträchtigt werden.

Um einen Tapeverband richtig anzubringen, sollte ein Kurs bei einem Physiotherapeuten besucht werden. Es gibt aber auch entsprechende Literatur zu diesem Thema. Das Tape kann entweder um ein Gelenk herum angelegt werden oder an einem Muskelverlauf entlang.

Das Stabilisierungstape hat gegenüber anderen Verbänden den Vorteil, dass der Anwender mit ihm auch duschen kann. Zusätzlich hält das Tape ungefähr eine Woche lang.

Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Einem Stabilisierungstape oder Tapeverband werden verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. So stützt es das behandelte Gelenk, was Mediziner als Augmentation bezeichnen, dient zur Ruhigstellung und wirkt Schwellungen entgegen. Des Weiteren sorgt es für eine verbesserte Körperwahrnehmung.

Zu seinen häufigsten Anwendungsgebieten zählen Überanspruchungen von Muskeln und Gelenken, Zerrungen, Verstauchungen oder eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis). Außerdem lässt sich das Stabilisierungstape im Rahmen eines sportlichen Trainings zur Vorbeugung gegen einen Muskelkater nutzen. Weiterhin dient es zum Schutz vor Verletzungen bei bereits auftretenden Verschleißerscheinungen.

Die Tapes eignen sich zudem zur Stabilisierung von Bänderverletzungen oder bestimmten Knochenfrakturen wie zum Beispiel unverschobene Mittelfußknochenbrüche oder gebrochene Zehen. Zum Fixieren eines gebrochenen Zehs wird dieser mithilfe des Klebebands an einem Nachbarzeh fixiert. Dabei findet eine deutliche Reduktion der Beweglichkeit in Richtung Mittel-, Grund- und Endgelenk statt. Bei einem Bruch des Mittelfußknochens erfolgt die Stabilisierung des gebrochenen Knochens durch die vier Mittelfußknochen, die unverletzt geblieben sind. Wichtig ist eine gute Haftung des Tapes, um Verschiebungen entgegenzuwirken.

Zum Vermeiden von Sportverletzungen werden Stabilisierungstapes auch präventiv in unterschiedlichen Leistungssportarten eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel Basketball, Handball, Surfen, Taekwondo und Sportklettern. Da die Tapes im sportlichen Bereich sehr straff angelegt werden, müssen sie nach dem Wettkampf rasch wieder entfernt werden.

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