Sprachstörungen
Sprachstörungen und Sprechstörungen können sowohl angeboren als auch durch eine benachteiligte und unterenwtickelte Sprachentwicklung bei Kindern auftreten. Typische Sprachstörungen hierfür sind Stottern und Stammeln. Aber auch durch Unfälle und Krankheiten kann es im Laufe des Lebens zu einer Rückbildung der Sprache und des Sprechens kommen. Typische Krankheiten, die Sprachstörungen als Symptom haben, sind Schlaganfall und Demenz.
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Definition Sprachstörung
Andererseits können Sprachstörungen auch schon vor Ausbildung der Sprachentwicklung entstehen. Beim Autismus vom Kanner-Typ - einer tiefgreifender Entwicklungs- und Sprachstörung, die sich meist vor dem 3. Lebensjahr herausbildet – bestehen neben der Sprachstörung meist auch schwere Kontaktstörungen und eine geistige Behinderung, verbunden mit Aggressivität und Selbstverstümmelung.
Eine weitere Form ist das Asperer-Syndrom - eine Autismusform, die auch im Erwachsenenalter auftreten kann. Des Weiteren gibt es eine nicht altersgerechte Ausbildung der Sprache, was als Sprachentwicklungsstörung bezeichnet wird. Diese lässt sich in Dyslalie (Stammeln durch Störung des Lautgebrauchs), Dysgrammatismus (Unfähigkeit, Sätze richtig grammatikalisch aufzubauen) und Sprachverständnisstörungen gliedern.
Zuletzt gibt es noch die Taubstummheit, eine Unfähigkeit zu hören und sich dabei sprachlich ausdrücken zu können. Sprachstörungen sind von, Stimmstörungen oder Legasthenie abzugrenzen.
Ursachen für Sprachstörung
Eine Sprachstörung kann durch eine verzögerte Sprachentwicklung, zentral durch eine frühkindliche Hirnschädigung, eine Schädigung der Sprachregion oder eine Taubstummheit bedingt sein.
Die Aphasie ist eine zentrale Sprachstörung, die durch Schädigung der Sprachregion nach Schlaganfällen, bei unzureichender Blutversorgung des Gehirns, Schädelhirntrauma, Hirntumoren, Hirnatrophie oder Enzephalopathien entstehen kann. Je nach Schweregrad und Lokalisation können auch sprachabhängige Leistungen wie Lesen, Schreiben und/oder Rechnen beeinträchtigt sein.
Am häufigsten kommen die motorische (Broca-Aphasie) oder die sensorische Aphasie (Wernicke-Aphasie) vor. Der häufigste Grund von Aphasien bei Kindern ist ein Schädel-Hirn-Trauma infolge eines Verkehrs-, Sport- oder Spielunfalls. Die Taubstummheit ist Folge einer angeborenen oder erworbenen Gehörlosigkeit, wobei der Sprachapparat erhalten ist.
Krankheiten mit Sprachstörungen
Behandlung und Vorbeugung von Sprachstörungen
Je früher die Therapie von Sprachstörungen und Sprachentwicklungsstörungen beginnt, umso erfolgreicher verläuft sie und umso schneller kann die Therapie Früchte tragen. Unter Berücksichtigung der individuellen Ursache sollte eine logopädische und sprachheilpädagogische Behandlung erfolgen. Vorbeugend wirken Veränderungen bei soziokulturell und umweltassoziiert bzw. psychisch verursachter Sprachentwicklungsstörung. Durch Vermeidung der Reize, die Zunahme des familiären Rückhaltes oder einer Fremdanregung können diese vermindert werden.
Vor einer Aphasie kann man sich nicht direkt schützen, allerdings können die kardiovaskulären Risikofaktoren, die eine Arteriosklerose fördern, gesenkt werden – beispielsweise Einstellung des Nikotinkonsums. Die Behandlung einer Taubstummheit ist erfolgsversprechend. Kann man die Gehörlosigkeit durch Hörgeräte beseitigen, kann ein gezieltes Sprachtraining erfolgen.
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