Sprachentwicklungsstörung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. November 2017
Startseite » Krankheiten » Sprachentwicklungsstörung

Sprachentwicklungsstörungen sind bei Kleinkindern nicht selten. Hier liegt die Ursache häufig in der Über- oder Unterforderung des noch nicht vollkommen ausgereiften Gehirns. Hier ist wichtig, das Kind sanft, niemals überreagierend zu unterstützen. Dem Kind sollte nicht das Gefühl gegeben werden, es sei dumm oder unbegabt. Spätere Sprachhemmungen, Sprachstörungen und sogar Autismus können dadurch möglicherweise begünstigt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Sprachentwicklungsstörungen?

Der Begriff Sprachentwicklungsstörungen bezeichnet eine Entwicklungsverzögerung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Der Grad der Störung kann sich auf verschiedenste Weise in individueller Ausprägung bemerkbar machen: phonetisch-phonologisch, morpho-syntaktische (dysgrammatisch), lexikalisch-semantisch sowie auf pragmatisch-kommunikativer Ebene.

Ursachen

Autistische Sprachstörungen sind genetisch bedingt. Wer ein solches Erbgut bei sich oder im Verwandtenkreis Blutsverwandter entdeckt, sollte jedoch etwas sensibler auf Sprachstörungen seines Kindes reagieren. Diese Information muss ein Therapeut unbedingt haben, damit er nicht lange testen muss und im Trüben fischt, sondern sofort das richtige Sprachtraining durchführen kann.

Ähnlich wie autistisch, genetisch verursachte Sprachstörungen sind diese bei Demenzerkrankten zu behandeln. Dabei muss deutlich gesagt werden, dass Demenz oft auf alte Menschen bezogen wird. Das ist nicht korrekt. Demenz besagt lediglich eine Einschränkung von Gedächtnisleistung. Ursächlich können jedoch Unfälle genauso sein, wie falsche Ernährung.

Auch eine angeborene Hörstörung könnte als Grund für eine verzögerte Sprachentwicklung in Frage kommen, ebenso wie psychische Ursachen. Mitunter korrelieren diese Faktoren miteinander, darum ist es wichtig, dies der Anamese zu berücksichtigen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Das eine reduziert schneller die Gedächtnisleistung, das andere auf Dauer. Beides führt oft zu Sprachstörungen, beides kann jedoch nahezu komplett geheilt werden. Diese beiden Gruppen jedoch reagieren aufgrund eines bereits vorhandenen Wortschatzes, der sehr viel ausgeprägter ist, als der eines Kleinkindes, häufig mit mehr unter- oder unbewusster Ablehnung und innerem Rückzug auf Therapiemaßnahmen, die unangemessen sind.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Dabei ist bedeutend, die genaue Geschichte und Ursache der Sprachstörungen zu analysieren. Hierbei können Psychologen helfen. Das wird jedoch häufig versäumt, und ab einem gewissen Alter wird demzufolge die Vergesslichkeit und die hieraus resultierende Sprachstörung als „Dement“ und im allgemeinen Volksverständnis als nicht heilbar abgestempelt. Erwachsene werden dann von Pflegepersonal häufig behandelt wie Kleinkinder, obwohl eine derartige Abgrenzung zur erfolgreichen Heilung von Sprachstörungen unbedingt notwendig wäre.

Wer bis hierhin mitgelesen und mitgedacht hat, wird zustimmen, dass das sich entwickelndes Gehirn eines Kleinkindes mit einem naturgemäß noch kleinen Wortschatz in Bezug auf Sprachstörungen in richtige Bahnen gelenkt werden muss, als es bei Erwachsenen der Fall ist, wo vorhandene Nervenverbindungen aufgrund welcher Ursache auch immer gestört sind.

Auskunft geben können darüber Bluttests, aber auch neurologische Untersuchungen. Bei vielen psychisch Erkrankten wurde eine viel zu geringe Konzentration von Vitamin B im Blut festgestellt. Auch psychische Erkrankungen führen im Fortschritt häufig zu Sprachstörungen. Empfehlungen wie ausreichend Sport (bei älteren Menschen Bewegung) und gesunde Ernährung sind gute Ansätze für stabiles Sprachvermögen.

Auch der Blutdruck ist ein Einflussfaktor, der nahezu ohne Medikamente langfristig auf das eigene richtige Maß korrigiert werden kann. Passiert das nicht, und die Schwankungen zwischen Ruhephasen und Stressphasen sind zu extrem, wirkt sich das auf die das Gehirn mit Nährstoffen versorgende Adern enorm belastend aus. Anzeichen wie roter Kopf bei nicht übermäßig hoher Belastung sollten genauso Grund für einen Arztbesuch sein, wie unnatürliche Blässe. Denn kommt es erst zum Schlimmsten sind Sprachstörungen selten oder nur mit Mühe reparabel.

Komplikationen

Eine Sprachentwicklungsstörung wirkt sich sehr negativ auf die Lebensqualität und auf den Alltag des Betroffenen aus. Die meisten Patienten leiden dabei an Sprachstörungen und damit auch an Beschwerden bei der Kommunikation. Vor allem bei Kindern kann die Sprachentwicklungsstörung zu Mobbing und Hänseleien führen, was bei den Betroffenen psychische Beschwerden oder Depressionen auslösen kann.

Auch die gesamte Entwicklung des Kindes ist von der Störung deutlich verlangsamt und eingeschränkt. In vielen Fällen hängen diese Störungen mit Schluckbeschwerden zusammen, sodass die betroffenen Kinder auch an Beschwerden bei der Einnahme von Flüssigkeiten oder Nahrung leiden. Die restliche Gesundheit des Patienten bleibt in der Regel unberührt.

Die Behandlung der Sprachentwicklungsstörung richtet sich stark nach ihrer Ursache. Sie wird in der Regel durch verschiedene Trainings oder durch eine Therapie bei einem Psychologen durchgeführt und kann die Beschwerden deutlich einschränken. Komplikationen treten dabei in der Regel nicht auf.

Ein positiver Verlauf der Erkrankung kann allerdings nicht in jedem Fall vorhergesagt werden. Häufig können die Beschwerden nicht vollständig eingeschränkt werden, sodass die Betroffenen ihr gesamtes Leben lang an Sprachbeschwerden leiden. Allerdings kann der Alltag in der Regel auch mit diesen Störungen gut gemeistert werden.

Behandlung & Therapie

Je nachdem, was der Grund für die Sprachentwicklungsstörung ist, kann eine Sprachtherapie mittels eines Logopäden Besserung eintreten. Durch gezieltes Training rücken sie fehlgesteuerte Synapsenverbindungen frühzeitig in die richtigen Bahnen. Bei psychisch bedingten Sprachstörungen kann ein Kinderpsychologe helfen.

Dieser ermittelt die Ursachen der Belastung und kann Möglichkeiten aufzeigen, wie die betroffenen Kinder mit Hilfe eines verbalen Konstruktes sicherer fühlen können. Häufig empfinden psychisch Erkrankte sowohl sprachliche Einflüsse als auch eigens erfahrene Ereignisse als stark nervenaufreibend.

Im wahrsten Sinne des Wortes sollten hier die Nerven ohne die oftmals unbewusst vorgezogene Vermeidungsstrategie geschont werden. Wird diese nämlich durchgeführt, läuft das Gedächtnis der Betroffenen zwar auf Hochtouren und bringt erstaunlich kreative Möglichkeiten zur Vermeidung der Stresssituation hervor. Leider erweisen diese sich jedoch in den meisten Fällen als alltagsuntauglich und destruktiv.

Der Teufelskreis von sinkendem Selbstbewusstsein und der daraus resultierenden Reflexion des Betroffenen mit seiner Umwelt, in der andere alles besser können, wird hier ausreichend Nährstoff geboten. Ergo werden die Nerven dabei kaum geschont. Das Sprachkonstrukt, welches psychisch Belasteten entgegenkommt, ist daher geprägt von Trainingseinheiten, die diese verbal mit den empfundenen Angriffen fertigwerden lassen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Kinder sprechen naturgemäß noch nicht viel. Altersvergleiche mit viel Älteren sind daher unangemessen. Differierende Fähigkeiten altersgleicher Kinder sollten nicht überbewertet werden. Reden Sie Ihr Kind nicht krank, es ist sensibler, als Sie denken, auch wenn es das noch nicht abschließend formulieren kann.

Sprachstörungen aufgrund plötzlicher Schädigungen der Gehirnleistung (Unfall oder Schock) müssen so schnell wie möglich logopädisch und psychologisch behoben werden. Ein Schockerlebnis kann auch nachgelagert gesundheitliche Schäden verursachen. Auf Vergesslichkeit beruhende Sprachstörungen können meist vom Ernährungsberater effektiv verbessert werden.

Hierfür braucht dieser jedoch Informationen über die Blutwerte sowie die Mithilfe seines Patienten. Psychisch bedingte Sprachstörungen erfordern sinnvolle Alternativen und Schutzmöglichkeiten, den empfundenen Bedrohungen souverän zu begegnen. Psychologen, aber auch Logopäden bieten hierfür effektive Alltagsbewältigungsstrategien, die auch ohne Druck funktionieren.

Bücher über Sprachstörung

Quellen

  • Gortner, L., Meyer, S., Sitzmann, F.C.: Duale Reihe Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2012
  • Hellstern, G., et al: Kurzlehrbuch Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2012
  • Koletzko, B.: Kinder- und Jugendmedizin. Springer Medizin Verlag, Berlin 2007

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: