Sportunfälle und Verletzungen Teil 1

Die Organe unseres Körpers entwickeln sich je nach Anforderungen, die von den Umweltreizen ausgehen und an den Organismus gestellt werden. Während mangelhafte Beanspruchung die Unterentwicklung und Rückbildung der jeweiligen Organe bewirkt, steigert ständiges Training und Sport die Funktionen und Leistungen unseres Körpers.

Inhaltsverzeichnis

Sport und Gesundheit

Es steht außer Frage, dass die sportliche Betätigung in jedem Alter einer der Hauptfaktoren zu Erhaltung der Gesundheit, zur Entwicklung und Stabilisierung des Bewegungsapparates und der inneren Organe ist.

Der Bewegungsdrang des Kleinkindes wie auch des Jugendlichen zeigt uns, dass die Bewegung bzw. der Bewegungsreiz zu den notwendigen Entwicklungs- und Wachstumsreizen gehört. Aber auch im Erwachsenenalter ist eine vielseitige Funktionsbeanspruchung aller Organsysteme zu erhalten, denn die Lebensbedingungen vieler Menschen, das Streben nach Bequemlichkeit und die vielfach einseitige Berufsbelastung, bilden einen völlig ungenügenden Anreiz zur Förderung von Erhaltung der Leistungs- und Anpassungsfähigkeit unseres Körpers. Erhöhte Krankheitsempfänglichkeit und vorzeitige Alterung sind nicht selten Folge dieser einseitigen Lebensführung.

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Sports ist schon lange bekannt und wird in der Heilwissenschaft seit Jahrtausenden ausgenützt. Selbst schwerkranke Menschen werden nach ärztlicher Vorschrift mit besonderen Übungsformen behandelt, weil derartige Übungen die Gesundung fördern und andererseits auch die gesellschaftliche Wiedereingliederung kranker Menschen ermöglichen, die hierdurch ihre Lebensfreude wiedererlangen. Die enge Verknüpfung zwischen ausgleichender sportlicher Betätigung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit oder Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Erkrankungen haben auch schon diejenigen erfahren, die täglich regelmäßig während der Arbeitszeit oder nach Feierabend Sport treiben.

Sport als Krankheitsvorbeugung

Mit Hilfe von Sport lässt sich auch vielen Beinerkrankungen vorbeugen. Zum Beispiel Blutstauungen am Bein, die zu Beinschwellungen, Krampfadern oder sogar offenen Beinen führen. Die vielfach geäußerte Meinung: „Wozu noch sportliche Belastung, wenn ich schon den ganzen Tag durch Stehen, Gehen oder andere Arbeitsbelastung überbeansprucht bin?“ können wir nur mit Unwissenheit entschuldigen. Eine solche Beanspruchung ist fast immer einseitig und verursacht eine Überforderung einzelner Muskelgruppen, wodurch Ernährungsstörungen, Schwellungen und sogar Hautverfärbungen auftreten können.

Auch Fußmissbildungen wie Senkfüße, Spreizfüße oder sogar Plattfüße sind häufig als Folge derartiger einseitiger Belastung zu beobachten. Im Gegensatz dazu erzielt der Ausgleichssport eine wechselseitige Beanspruchung aller Muskeln und fördert die Atmung sowie die Blutzirkulation, was zur Verbesserung der Gewebsernährung führt. Die allseitige Anregung der Organsysteme beugt somit den sogenannten Überforderungskrankheiten vor und trägt damit in einem großen Maße zur Erholung bei.

Besonders eindrucksvoll können wir die gesundheitsfördernde Wirkung sportlicher Betätigung beispielsweise beim Wintersporturlaub erleben. Die Bewegung im Freien schafft den notwendigen Ausgleich zu der so häufig vorkommenden Bewegungsarmut oder Bewegungseinseitigkeit, die bei sehr vielen Menschen mit gleichzeitiger Sinnesreizüberlastung verbunden ist. Die große Bewegungsbeanspruchung der Gliedmaßen und Organsysteme bringt notwendigerweise eine Nervenentspannung und damit eine ausgezeichnete Erholung von der alltäglichen Überbelastung mit sich.

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