Speiseröhrenkrebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Oktober 2017
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Der Speiseröhrenkrebs wird in der medizinischen Fachsprache auch als Ösophaguskarzinom bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine bösartige Wucherung im Bereich der Speiseröhre.

Inhaltsverzeichnis

Definition Speiseröhrenkrebs

Speiseröhrenkrebs ist eine eher seltene Form der Krebserkrankung, die hauptsächlich bei über 60-jährigen Menschen auftritt. Dabei sind Männer etwa drei Mal so häufig betroffen wie Frauen.

Die Speiseröhre ist jener Teil des Körpers, welcher die Nahrung vom Mund- in den Bauchraum leitet. Hierbei handelt es sich um einen Muskelstrang und ein recht dehnbares Organ. Durch den Speiseröhrenkrebs wird die Speiseröhre immer weiter eingeengt, was im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung meist zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme führt.

Ausgekleidet ist die Speiseröhre mit einer Schleimschicht; von dieser Schleimhaut geht der bösartige Tumor in der Regel aus.

Ursachen

Als Hauptursache für die Erkrankung Speiseröhrenkrebs wird ein übermäßiger Genuss von Alkohol und Zigaretten angenommen. Auch eine ungesunde Ernährung aber kann den Speiseröhrenkrebs begünstigen; vor allem zu fette Nahrung sollte man daher meiden.

Auch wer ständig zu heiße Speisen zu sich nimmt, ist für die Erkrankung Speiseröhrenkrebs besonders gefährdet. Zu guter Letzt können auch angeborene Fehlbildungen der Speiseröhre letztendlich zu Speiseröhrenkrebs führen.

Ebenso sind Patienten, die an der sogenannten Refluxkrankheit leiden, besonders gefährdet. Bei dieser fließt Magensäure ungehindert zurück in die Speiseröhre, was diese natürlich angreift und reizt.

Typische Symptome

Meist treten im Anfangsstadium keine typischen Symptome auf. Im unbehandelten weiteren Verlauf kann es dann zu folgenden Beschwerden kommen:

Diagnose & Verlauf

Schematische Darstellung zur Anatomie bei Speiseröhrenkrebs. Klicken, um zu vergrößern.

Der Speiseröhrenkrebs ist eine schleichende Erkrankung, die meist erst spät Symptome aufzeigt. Treten diese dann schließlich auf, handelt es sich um ein Druckgefühl im Halsbereich; teilweise können auch Schmerzen im Rücken auftreten. Diese sind bei Aufnahme von flüssiger Nahrung wie Suppen oder Brei meist sehr viel geringer.

Heiserkeit und eine plötzliche unerklärliche Gewichtsabnahme sind weitere Symptome, die sich im Verlauf der Erkrankung zeigen können. Im weit fortgeschrittenen Stadium schließlich treten Schluckbeschwerden und damit verbunden Probleme bei der Nahrungsaufnahme auf.

Die Diagnose Speiseröhrenkrebs kann meist genau mithilfe einer Speiseröhrenspiegelung, der sogenannten Endoskopie, gestellt werden. Während dieser Therapie werden diverse Gewebeproben entnommen und anschließend im Labor untersucht. Bei dieser Untersuchung muss der Patient ähnlich wie bei der Magenspiegelung einen Schlauch schlucken.

Mit etwas Glück kann der behandelnde Arzt den Krebs bereits während der Spiegelung der Speiseröhre entfernen. Um allerdings festzustellen, wie weit sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat, sind weitere Untersuchungen nötig, beispielsweise die Computertomographie.

Komplikationen

Speiseröhrenkrebs kann mit diversen Komplikationen einhergehen. Die Erkrankung ist oft mit einem Gewichtsverlust verbunden, der unbehandelt zu Dehydration und Mangelerscheinungen führt. Die typischen Blutungen rufen Blutarmut hervor und können somit das Krankheitsgefühl noch verstärken. Typischerweise leiden Erkrankte an einer starken Müdigkeit und sind generell weniger leistungsfähig.

Schwere Komplikationen ergeben sich, wenn es aufgrund der körperlichen und geistigen Schwäche zu Stürzen oder Unfällen kommt. Davon ab wirkt sich eine Krebserkrankung auch auf die psychische Verfassung auf. Die Erkrankten leiden häufig an depressiven Verstimmungen und Angstgedanken, die bei einem ungünstigen Verlauf an Intensität zunehmen. Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs ist nicht risikofrei. Eine Operation kann neben Infektionen, Blutungen und Wundheilstörungen auch zur Verletzung des Stimmbands oder der Speiseröhre führen.

Abhängig von der Lage des Tumors und der Tiefe des Schnitts kann dies den Verlust der Stimme oder dauerhafte Schluckbeschwerden nach sich ziehen. Eine Chemotherapie führt zum Haarausfall und kann außerdem Organschäden und Herz-Kreislauf-Beschwerden hervorrufen. Bei der Strahlentherapie geht die Gefahr von möglichen Spätreaktionen aus: Verfärbung der Haut, Schäden an der Schleimhaut und am Verdauungstrakt sowie bleibende Hautveränderungen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs richtet sich danach, wie weit dieser bereits fortgeschritten ist, beziehungsweise in welchem Stadium er sich befindet. Die besten Aussichten auf vollständige Heilung haben Patienten, bei welchen der Tumor in einer Operation vollständig entfernt werden kann.

Dies ist ein recht großer und nicht ungefährlicher Eingriff, immerhin muss der Brustkorb und meist auch der Bauchraum geöffnet werden. Nun wird ein Teil der Speiseröhre entfernt und anschließend der Magen etwas hochgezogen und mit dem Rest der Speiseröhre verbunden.

Häufig reicht eine Operation alleine jedoch nicht aus, sondern es muss zusätzlich eine Strahlen- oder Chemotherapie verabreicht werden. Vor allem wenn der Tumor zu groß ist, kann dieser meist nicht operativ entfernt werden. In diesem Fall dient eine Bestrahlung zunächst dazu, den Tumor zu verkleinern und operabel zu machen.

Ohne eine schnelle und geeignete Behandlung kann sich der Speiseröhrenkrebs schnell in andere Organe des Körpers, etwa die Luftröhre oder die Bronchien, ausbreiten. Die beste Chance auf Heilung haben alle Patienten, bei welchen der Krebs noch nicht gestreut hat, wo also noch keine Metastasen in benachbarten Organen auftreten.

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Vorbeugung

Um der Krankheit Speiseröhrenkrebs vorzubeugen, ist zunächst auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Hierzu zählen sowohl der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten als auch eine gesunde Lebensweise. Vor allem die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle; auf zu viel Fett sollte man bestenfalls verzichten. Auch auf Nahrungsmittel, welche Nitrosamine enthalten, sollte man weitestgehend verzichten, denn diese sind als krebserregend bekannt.

Bücher über Speisröhrenkrebs

Quellen

  • Braun, J., Dormann, A .J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014

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