Soor (Kandidose)
Eine Erkrankung, die sowohl Kleinkinder und Babys als auch Erwachsene und ältere Menschen betreffen kann, ist die Kandidose, die umgangssprachlich auch als Soor bekannt ist.
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Definition Soor (Kandidose)
In Abhängigkeit von den jeweiligen Symptomen kann Soor als eine infektiöse Erkrankung bezeichnet werden, die die Schleimhäute der Mundhöhle, der Scheide, des Penis und der Speiseröhre sowie anderer Organe betreffen kann.
Man unterscheidet die Kandidose wie folgt:
- Hautsoor im Bereich der Haut, After, Achseln und Hautfalten
- Mundsoor im Bereich des Rachens und des Mundes
- ösophageale Candidose im Bereich der Speisröhre
- intestinale Candidose im Breich des Darms
Soor ist lediglich eine Hauterkrankung, welche neben anderen Krankheitsbildern aus diesem Kreis ganz eigentümliche Symptome hervorrufen kann.
Die Bezeichnung Kandidose basiert auf Hefepilzen der Familie Candida. Im Zusammenhang mit Soor muss der Hefepilz Candida albicans hervorgehoben werden. Am weitesten verbreitet unter der Bezeichnung Soor (Kandidose) ist der sogenannte Mundsoor, der sich durch ein vermehrtes Auftreten des Hefepilzes Candida albicans darstellt. Insbesondere bei Babys kommt diese Erkrankung gehäufter vor.
Ursachen für Soor
Durch eine übermäßige Besiedlung der Schleimhäute, die ein feucht-warmes Milieu aufweisen, was sehr pilzfreundlich ist, und eine eingeschränkte Immunabwehr können sich die Hefepilze dort ausbreiten. Darüber hinaus sind nicht alle Ursachen für die Bildung von Soor bekannt, die viele innere Organe betreffen kann und in einzelnen Fällen sogar lebensbedrohliche Ausmaße annimmt.
Ein veränderter Stoffwechsel, der vorwiegend bei Patienten mit Diabetes mellitus auftritt, kann ebenfalls ein ursächlicher Auslöser für Soor sein. Auch krebskranke Personen, mit HIV infizierte Menschen oder mit speziellen Medikamenten behandelte Patienten können eine Kandidose entwickeln. In vielen Fällen wird ein Soor ebenso durch eine fehlende Hygiene ausgelöst und übertragen.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Soor
Die Erkennung von Soor ist meist schon mit dem bloßen Auge anhand der typischen Veränderungen der betroffenen Schleimhäute realisierbar. In Abhängigkeit von den befallenen Organen zeigen sich deutliche und zunächst örtlich begrenzte Rötungen und Schwellungen der Schleimhäute.
Später entstehen weiße bis gelblich gefärbte Ablagerungen auf der Haut, die entfernt werden können. Unter diesen werden deutliche schmerzempfindliche Entzündungszeichen in Form einer geröteten und leicht blutenden Haut sichtbar. Auch Papeln oder Pusteln sowie ein permanenter Juckreiz sind typische Anzeichen für Soor (Kandidose).
Klassisch sind insbesondere beim Mund- und Speiseröhrensoor die schmerzhaften Beeinträchtigungen. Im Bereich des Darmes zeigt sich Soor durch Durchfallerscheinungen, Völlegefühl und quälende Blähungen. Im weiteren unbehandelten Verlauf kann Soor (Kandidose) mit einer Blutvergiftung und der Beeinträchtigung innerer Organe einhergehen.
Behandlung von Soor
Als äußerliche Anwendungen gegen Soor, die lediglich örtlich begrenzt eingesetzt werden, eignen sich diverse Einpinselungen und Flüssigkeiten zum Spülen sowie antimykotische, entzündungshemmende und den Juckreiz lindernde Salben und Cremes.
Eine Kandidose der Scheide wird mit speziellen Scheidenzäpfchen bekämpft. Einige Mittel gegen den Candida albicans Pilz werden in Tablettenform verordnet.
Bei einem sogenannten systemischen Soor helfen Infusionen oder Tabletten wie Miconazol, Clotrimazol, Ketonazol und Amphotericin B.
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Vorbeugung von Soor
Um einem Soor vorzubeugen, ist es wichtig, auf ein gesundes Immunsystem zu achten und dieses durch eine gesunde Lebensweise zu unterstützen. Medikamente, wie geeignete Antibiotika und kortisonhaltige Arzneistoffe eignen sich bei Vorerkrankungen wie AIDS und Diabetes mellitus sowie Krebs mit Chemotherapie als prophylaktische Vorkehrungen gegen Kandidose. Auch eine entsprechende Mund- und Intimhygiene tragen dazu bei, dass keine übermäßige Bildung des Candida albicans Pilzes und Soor (Kandidose) entstehen können.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
madame candy kommentierte am 29.01.2012 um 14:02 Uhr
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich es sogar in der Speiseröhre hatten. Viele Jahre schwitze ich in der Nacht. Weiterhin leide ich unter Schwächezustand, Schweissausbüchen, kleine Fieberschübe ect. Bis ich so schwere Schmerzen im Oberbauch und Magenübersauerrung bekam. 4 Monate lang musste ich warten bis man eine Gastroskopie machte.
Der Arzt fragte mich: "Und was denken Sie das sie haben?" Meine Antwort war: "Etwas in der Speiseröhre." Bingo, ich hatte Candidose in der Speiseröhre und wurde behandelt. Danach war ich wie neu geboren. Kein Schwitzen, keine Magenprobleme, keine extreme Müdigkeit, kein Fieber, nichts. Ich finde es eine Katastrophe, dass ich selber auf die Idee kommen muss, dass ich etwas in der Speiseröhre haben könnte. Ich habe ja nicht Medizin studiert. Ich habe es satt, wenn die Ärzte nicht in der Lage sind, ihre Arbeit richtig zu machen. Leider glaube ich, dass ich es wieder habe, denn ich habe Antibiotika wieder erhalten wegen ein Blasenenzündung. Nun fühle ich ähnliche Symptome. Ich werde ein Auge auf halten.
Es ist eine Infekt, das man leicht unterschätz. Es kann sogar tödlich sein, wenn es Sepsis wird. Ich habe es erhalten, weil ich so viel Antibiotika bekommen habe. Ich kann nur sagen, dass ich mich wie neugeboren gefühlt habe nach diese Behandlung mit Diflucan 200 mg. Was mir nicht gefällt ist, dass ich erst 4 Monate leiden musste, Schmerzen hatte und mich über Jahre Scheisse gefühlt habe, und immer wurde gesagt es wären die Wechseljahre. Nein, es war einen Pilz in meinem Körper, der mein Immunsystem überlastet hatte.
Ich hatte aber keine weissen Flecken im Mund, sondern sie waren in der Speiseröhre. Trotzdem hätte man hellhörig werden müssen, wo man Kandidose in meinem Urin gefunden hat. Aber nein, ich musste, wie so oft, selber der Doktor sein. Es ist eine Schweinerei mir gegenüber, auch gegenüber meinet Krankenkasse, denn Kosten hätten hier vermieden werden können, wenn der Arzt sich richtig engagiert hätte.
