Sinubronchiales Syndrom

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 22. Oktober 2017
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Bei bakteriellen oder viralen Infektionen der oberen Atemwege kommt es meist zu unangenehmen Erkrankungszeichen, welche sich zu einem sinubronchialen Syndrom ausweiten und verschiedene Funktionsabschnitte des Körpers beeinträchtigen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein sinubronchiales Syndrom?

Ein sinubronchiales Syndrom ist ein Komplex von Symptomen, von Krankheitszeichen, die meist gleichzeitig miteinander auftreten. In diesem Zusammenhang besteht in der Medizin eine klare Untergliederung des sinubronchialen Syndroms, mit der einzelne Symptome differenziert aufgeführt werden können.

Ein sinubronchiales Syndrom kann auf Symptomen basieren, die als sinusitische (die Nasennebenhöhlen betreffende Entzündungen) und als bronchitische Krankheitszeichen klassifiziert werden. Darüber hinaus ist ein sinubronchiales Syndrom durch das Auftreten des sogenannten post-(nach)-nasal-drip-Syndroms in einigen Erkrankungsfällen gekennzeichnet.

Typische Erkrankungszeichen, die für ein sinubronchiales Syndrom typisch sind, involvieren den gesamten Kopf, den Rachen, die Nase, die Luftröhre, die Brust, die Lunge und die Bronchien. Die Bezeichnung Sinubronchiales Syndrom ist abgeleitet von Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung.

Ursachen

Ein sinubronchiales Syndrom kann durch vielfältige Ursachen begünstigt werden und ergibt sich meist aus einer bereits bestehenden Erkältung. Es kommt durch den mit Krankheitserregern angereicherten Sekretfluss aus der Nase in den Rachenraum zu einer Infektion der Luftröhre, von wo aus die Mikroorganismen in die Bronchien gelangen können.

Das aus dem Nasenraum austretende Sekret stammt bei einem sinubronchialien Syndrom meist aus den Nasennebenhöhlen, in denen sich ein entzündlicher Vorgang vollzieht. Aus diesem Grund sind sowohl entzündliche Prozesse in der Nase als auch in der Nasennebenhöhle verantwortlich für ein sinubronchiales Syndrom.

Als Folgeerkrankung einer Sinusitis tritt ebenfalls recht häufig ein sinubronchiales Syndrom auf. Die Sinusitis wird wiederum durch Bakterien oder Viren hervorgerufen, die im Zuge des Sekretflusses sogar bis in die Lunge verschleppt werden können.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Bedingt durch den Komplex von den in ein sinubronchiales Syndrom einbezogenen Strukturen der oberen Atemwege und der Nasennebenhöhle sind Krankheitszeichen wie ein permanentes Räuspern und Abhusten von Schleim typisch.

Diese Sekrete gelangen bei dem sinbronchialen Syndrom aus der Nasennebenhöhle in den Rachenraum und verursachen ein kratzendes Gefühl. Mit diesen Symptomen gehen gesundheitliche Auffälligkeiten wie Schmerzen in der Brust, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Gliederschmerzen, allgemeine Erkältungszeichen sowie Schnupfen und ein ständiges Abhusten von zähem Schleim einher.

Im Mittelpunkt der Diagnostik, wenn der Verdacht auf ein sinubronchiales Syndrom vorliegt, steht ein Vorgehen, welches eine sogenannte Ausschlussdiagnostik unterstützt. In diesem Bezug stehen die Schilderungen des Befindens der Patientinnen und Patienten sowie die verschiedenen Untersuchungsverfahren der Medizin- und Labortechnik zur Verfügung. Einzelne Techniken werden als Nasen-Rachenraum-Spiegelung oder Rhinoskopie oder innerhalb einer Computertomografie vorgenommen.

Komplikationen

Bei diesem Syndrom leiden die Betroffenen an einer deutlich verringerten Lebensqualität. Die meisten Patienten klagen über starken Husten und Halsschmerzen. Auch Schluckbeschwerden können sich dabei einstellen, sodass es zu Beschwerden bei der Einnahme von Essen und Flüssigkeiten kommen kann. Weiterhin ist der Husten in der Regel mit einem Auswurf verbunden und die Betroffenen leiden an starken Schmerzen in der Brust.

Es kommt zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und weiterhin auch zu Kopfschmerzen oder zu Schmerzen im Gesicht. Viele Betroffene leiden dabei weiterhin an einer verstopften Nase und an einer Bronchitis. Die Atemwege sind oft nicht frei, sodass es auch zu Atembeschwerden kommen kann. Der Alltag des Patienten wird krankheitsbedingt erheblich eingeschränkt.

Die Behandlung des Syndroms erfolgt in der Regel mit Hilfe von Medikamenten. Dabei treten keine besonderen Komplikationen auf und die Beschwerden können gut gelindert werden. Weiterhin helfen auch Nasensprays und Bettruhe gegen das Syndrom. Auch die Lebenserwartung des Patienten bleibt in der Regel unverändert. In der Regel kommt es zu einem positiven Krankheitsverlauf ohne Komplikationen.

Behandlung & Therapie

Für eine sinnvolle und zielgerichtete Behandlung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch ein sinubronchiales Syndrom stehen vorrangig die medikamentös gestützten Verfahren.

Die eingesetzten Arzneistoffe, die gegen die Erkrankung hilfreich sind, stützen sich sowohl auf Wirkstoffe aus rein pflanzlichen Substanzen als auch Heilsubstanzen aus synthetisch hergestellten pharmazeutischen Produkten. Diese Wirkungsmechanismen der ausgewählten Präparate erzeugen gegen die Symptome als Bronchiales Syndrom einen sekretolytischen (Schleim lösenden), bronchiospasmolytischen (Entspannung der Bronchien), einen antibakteriellen (Bekämpfung der Bakterien) und einen antientzündlichen (die Entzündung hemmenden) Effekt.

Neben der Einnahme von Arzneistoffen ist es auch wichtig, die Therapie durch kortisonhaltige Nasensprays oder operative Eingriffe zur Beseitigung der Entzündungsherde aus den Nasennebenhöhlen durchzuführen. Hilfreich bei der Therapie sinubronchiales Syndrom sind Entspannungs- und Bewegungsverfahren sowie spezifische Anwendungen der Naturheilkunde.

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Vorbeugung

Um eine Reduzierung der Häufigkeit des Auftretens der als sinubronchiales Syndrom bezeichneten Krankheitsauffälligkeiten zu erzielen und dieser Erkrankung überhaupt vorzubeugen, sind eine allgemeine Stärkung der körpereigenen Immunabwehr und eine Kontrolle der Nasennebenhöhlen schon beim Auftreten der ersten Beschwerden günstig.

Sobald es sich zeigt, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung und ein Schnupfen nicht ausheilen und sich der allgemeine gesundheitliche Zustand nicht bessert, ist es ratsam, einen Facharzt zu Rate zu ziehen (z.B HNO-Arzt). Sind Personen im engeren Bekanntenkreis vorhanden, die an einem sinubronchialem Syndrom erkrankt sind, sollte ein zusätzlicher Schutz gegen die übertragbaren Erreger erfolgen, was eine gewisse Desinfektion und Hygiene beinhaltet.

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Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Bungeroth, U.: BASICS Pneumologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

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