Senium

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 22. Februar 2017
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Das Senium ist der letzte Lebensabschnitt eines Menschen und die finale Stufe der natürlichen Alterung. Es gilt als degenerative Phase, in der körperliche und geistige Fähigkeiten abgebaut werden - bis hin zu dem Punkt, an dem der alternde Mensch daran sterben kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Senium?

Das Senium setzt zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr ein. Im Senium treten degenerative Erkrankungen in Erscheinung, da der Körper nicht mehr wie in der Jugend dazu in der Lage ist, sich selbst zu heilen und gesund zu halten. Weiterhin kennzeichnend für das Senium ist die Atrophie der inneren Organe, die Abnahme der Elastizität aller Gewebsarten sowie die Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Häufig verändert das Senium auch die geistige Leistung, doch während die körperliche Belastbarkeit in jedem Fall abnehmen wird, gibt es dennoch einige sehr alte und geistig fitte Menschen. Das Senium ist eine Phase des Abbaus - dieser Abbau kann so weit gehen, dass der alternde Mensch alleine dadurch an Altersschwäche stirbt. Er ist allgemein sehr anfälliger. Bereits kleine gesundheitliche Probleme wie einer Erkältung können gefährliche Formen annehmen.

Funktion & Aufgabe

Der Mensch wird für ein Säugetier ungewöhnlich alt, was jedoch auch den Errungenschaften der modernen Medizin geschuldet ist. Ohne sie würde er wie in früheren Zeiten ein Höchstalter von 30-40 Jahren erreichen.

Eine lehrreiche Funktion hat das Seniums - anders als Lebensabschnitte wie Kindheit oder Jugend - nicht. Der Mensch hat im Senium all seine Lebensaufgaben erfüllt und alle notwendigen Lebensphasen durchlaufen. Die Sterblichkeit gehört zum Leben dazu und das Senium ist die Zeit, in der jeder Mensch sich dem Tod nähert.

Würde der Mensch nicht sterben, wäre der Planet wohl nicht nur überfüllt, sondern die Art könnte sich auch nicht weiterentwickeln. Durch die Weitergabe von Genen durch die Fortpflanzung setzen sich diejenigen Merkmale durch, die das Überleben der Art am ehesten sichern. Das Senium hat damit für den Menschen selbst keinen Nutzen, für die Art im evolutionären Sinne jedoch schon.

Das Senium ist der letzte Lebensabschnitt eines Menschen und die finale Stufe der natürlichen Alterung.

Mittlerweile ist es möglich, das Senium selbst für erkrankte Menschen lebenswürdig und genießbar zu gestalten, sodass sie ihren Lebensabend meist noch ausleben können. Vor allem hat die moderne Medizin es den Menschen ermöglicht, überhaupt das Senium zu erreichen. Es gibt sogar immer wieder Einzelfälle, in denen Menschen im Senium noch joggen gehen, einen Marathon laufen oder an anderen sportlichen Wettkämpfen teilnehmen. Das ist zwar nicht immer möglich, doch bei gesundem Lebensstil und Achtsamkeit für die eigene Gesundheit wäre es durchaus auch für einen durchschnittlichen Menschen möglich, im Senium noch einen Teil der körperlichen Leistungsfähigkeit zu bewahren und geistig fit zu bleiben.

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Krankheiten & Beschwerden

So motivierend die medial aufbereiteten Einzelfälle von sportlich aktiven Menschen im Senium sein mögen - häufiger sind Krankheiten und Beschwerden, die ab dem 60. Lebensjahr auftreten können. Viele dieser Erkrankungen beruhen auf der Grundlage, dass der Alterungsprozess in vollem Gange ist. Die Bindegewebselastizität lässt nach, die Funktion innerer Organe und Muskeln ist beeinträchtigt und nimmt immer weiter ab. Dadurch bessern sich altersbedingte Erkrankungen nicht mehr, sondern lassen sich eher derart gestalten, dass der Betroffene weniger unter ihnen leidet.

Häufig sind beispielsweise degenerative Erkrankungen wie senile Demenz oder die Arteriosklerose. Viele Senioren leiden auch an einer ausgeprägten Immunschwäche im Alter, durch die einfache Infektionskrankheiten gefährlich werden können. Die finale Pneumonie, eine im Alter auftretende Form der Lungenentzündung, die tödlich enden kann, ist ein häufiges Problem.

Weniger offensichtlich ist die Bildung von Karzinomen im Alter, die jedoch ebenfalls mit der Immunschwäche zusammenhängen kann. Eine Behandlung ist allerdings auch im Senium noch möglich, je nachdem, in welchem Stadium Krebserkrankungen entdeckt werden. Da jedoch eine Behandlung nach dem gleichen Schema abläuft wie bei einem jungen Patienten (durch operative Entfernung sowie Bestrahlung oder Chemotherapie) ist dies für den alternden Patienten sehr belastend und die Sterblichkeitsrate ist entsprechend hoch.

Fast jeder Senior hat - abgesehen von den schweren Erkrankungen im Senium - auch mit alltäglichen Beschwerden zu kämpfen. Wunden heilen langsamer und entstehen schneller, schon der Gang zum Supermarkt oder Hausarzt um die Ecke ist durch die nachlassende Muskelkraft anstrengend und auch das schwere Heben bereitet Probleme.

Schlafstörungen betreffen außerdem die meisten Senioren, sie wachen früh auf und haben manchmal Einschlafschwierigkeiten. Hinzu kommen psychosoziale Faktoren, die das Senium belastend machen können. Sehr alte Menschen erleben mit, wie Familie und Freunde vor ihnen sterben. Die Gesellschaft für Senioren bietet in dieser Lage Integrationsangebote zum Zusammensein mit Gleichaltrigen an.

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