Sehbehinderung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 17. Oktober 2017
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Unter einer bestehenden Sehbehinderung leiden nicht nur erwachsene Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Sogar Kleinstkinder und Neugeborene können bereits eine Sehbehinderung entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Sehbehinderung?

Als eine Sehbehinderung wird eine mehr oder weniger intensive Beeinträchtigung des Sehens oder der Fähigkeit des visuellen Wahrnehmens angesehen.

Eine Sehbehinderung bleibt ohne Behandlung in der Regel lebenslang bestehen und basiert auf den unterschiedlichsten Funktionseinschränkungen des Auges sowie am Sehen beteiligter Nerven. In diesem Zusammenhang treten bei der Sehbehinderung die optischen Behinderungen als Erblindung oder als teilweiser Verlust des Augenlichtes zum Tragen.

Bei der partiellen Sehbehinderung können noch visuelle Reize aufgenommen werden, sodass die Lebensqualität der Betroffenen in diesen Fällen zwar eingeschränkt, aber höher als bei einem blinden Menschen ist. Die Heilungschancen für Sehbehinderung hängen von den jeweiligen Ursachen und Auslösern ab.

Ursachen

Zu den Ursachen, welche zu einer Sehbehinderung führen können, gehören verschiedene Aspekte. Diese beziehen sich auf Erkrankungen des Auges, des Gehirns oder der Nerven, welche organische oder funktionelle Beeinträchtigungen aufweisen können.

Dies tragen dazu bei, dass Menschen "schlecht sehen können". Typische Ursachen für Sehbehinderungen sind eine Schädigung der Netzhaut durch einen bestehenden Diabetes mellitus und permanent zu hohe Zuckerwerte, ein Rückgang der Makula, ein Glaukom oder ein Katarakt. Eine Sehbehinderung kann zudem eine Folgeerkrankung eines Schlaganfalles, eines Tumorwachstums oder einer Verletzung des Schädels einschließlich des Gehirns sein.

Durch eine Trübung der Linse des Auges (Katarakt), eine Schädigung des Sehnervs durch einen abnormen Augeninnendruck (Glaukom) oder degenerierende Prozesse der Netzhaut werden die Sehbehinderungen am häufigsten ausgelöst. Die diabetische Retinopathie hat bei der Sehbehinderung zudem eine prophylaktische Bedeutung.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Die Verlaufsformen der Sehbehinderung werden immer von den ursächlichen Auslösern bestimmt. Grundsätzlich leiden die Betroffenen weniger unter Schmerzen, sondern eher unter einer Abnahme der Sehfähigkeit (Scharfsehen) oder unter einer Begrenzung des Gesichts oder Sehfeldes.

In einigen Fällen ist eine Sehbehinderung oder Blindheit schon angeboren. Bei unbehandeltem Verlauf kommt es bei einer Sehbehinderung zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit.

Zur Diagnostik der Sehbehinderung gehört die Schilderung der Beeinträchtigungen durch die Patientinnen und Patienten sowie spezieller Auffälligkeiten. Dies sind beispielsweise Kopfschmerzen, tränende Augen, ein verschleiertes Sehen und andere Besonderheiten.

Darüber hinaus dienen eine Screening-Untersuchung, eine Begutachtung des Gesichtsfeldes, die Messung des Augeninnendrucks, die sogenannte Fundus- und Skiaskopie als bewährte klassische diagnostische und differentialdiagnostische Vorgehensweisen bei der Sehbehinderung.

Komplikationen

Eine Sehbehinderung kann natürlich in unterschiedlichen Schweregraden bestehen, sodass mögliche Komplikationen sehr unterschiedlich ausfallen können. Geht man von einer vollständigen Sehbehinderung aus, ist die betroffene Person natürlich im alltäglichen Leben sehr stark eingeschränkt. Liegt eine vollständige Sehbehinderung vor, dann kommt es häufig zu erheblichen Orientierungsstörungen, einem Schwindelgefühl und zu langanhaltender Übelkeit.

Personen, die erst seit kurzer Zeit an einer Sehbehinderung leiden, müssen zuerst lernen damit umzugehen. Einfachste Dinge werden plötzlich zu einer großen Herausforderung, sodass es unter Umständen auch zu psychischen Problemen und Belastungen kommen kann. Natürlich kann eine Sehbehinderung plötzlich und unerwartet auftreten.

Personen die an einer plötzlichen Sehbehinderung leiden, sind in der ersten Zeit erheblich mit der Gesamtsituation überfordert. In einigen Fällen wird eine Sehbehinderung aufgrund einer Infektion im Auge verursacht, die natürlich auch mit verschiedenen Komplikationen verbunden ist. Es kann zu einer übermäßigen Eiterproduktion kommen, sodass das Auge verklebt und die Sicht stark beeinträchtigt ist.

Bleibt ein solches Krankheitsbild unbehandelt, können weitere Komplikationen auftreten. Eine erhöhte Eiterproduktion und langanhaltende Kopfschmerzen sind mögliche Begleiterscheinungen, die sich bei einer Nichtbehandlung zunehmend verstärken können.

Behandlung & Therapie

Die Auswahl der richtigen therapeutischen Methode wird von verschiedenen Faktoren bestimmt, welche bei der Sehbehinderung zu beachten sind.

Innerhalb der gesamten Therapien der Sehbehinderung bestehen die optimalen Voraussetzungen, um zunächst geeignete Hilfsmittel zu finden. Dies sind die Brille oder die Kontaktlinse, um eine Sehbehinderung zu reduzieren. Beim grünen oder grauen Star werden überwiegend operative Eingriffen gegen eine Sehbehinderung in Erwägung gezogen. Bei sogenannten Frühgeborenenretinopathien ist eine Lasertherapie sinnvoll. Nachgewiesene Tumore werden bei einer Sehbehinderung mit einer Bestrahlung oder Chemotherapie bekämpft.

Eine Erhöhung der Sehfähigkeit bei einer Sehbehinderung ist auf der Basis einer sogenannten Okklusionstherapie realisierbar. Darüber hinaus lässt sich eine Sehbehinderung durch eine Korrektur einer Hornhautverkrümmung bis zu einem gewissen Grad ebenfalls behandeln.

Auch Hornhautimplantierungen Netzhautlaserungen sind heutzutage als Therapie gegen eine Sehbehinderung üblich geworden. Hochgradige Sehbehinderungen können meist nicht mehr ausreichend behandelt werden, weil die Verschlechterung des Augenlichts schon zu weit fortgeschritten ist.

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Vorbeugung

Eine Prävention gegen eine erworbene Sehbehinderung beruht auf regelmäßigen Kontrolluntersuchungen der Augen. Diabetiker sollten gegen eine Sehbehinderung auf eine fachlich versierte Einstellung des Blutzuckerspiegels achten und die Augen regelmäßig überprüfen lassen.

Wichtig sind zudem in den Alltag integrierbare Mechanismen, um die Augen zu schonen und eine Sehbehinderung zu vermeiden. Arbeitsplätze mit entspiegelten Bildschirmen, ein für die Augen optimales Licht, das Tragen von Sonnen- und Schutzbrillen, der richtige Abstand beim Lesen und das Reduzieren von Stressoren im Alltag sind hilfreich, um nicht unter einer Sehbehinderung leiden zu müssen.

Grundsätzlich kann jedoch nicht allen Sehbehinderungen vorgebeugt werden. Einige Sehbehinderungen werden zum Beispiel durch das fortschreitende Alter ausgelöst.

Bücher über Sehbehinderung

Quellen

  • Burk, A. et al.: Checkliste Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Dahlmann, C., Patzelt, J.: Basics Augenheilkunde. Urban & Fischer, München 2014
  • Lang, G. K.: Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2014

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