Seerose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Die Seerose ist aufgrund ihrer großen, weißen und dekorativen Blüten eine beliebte Zierpflanze für den Gartenteich. Als Wildpflanze steht die Seerose unter Naturschutz. Die Wissenschaft führt die schöne Pflanze unter dem Namen Nyphaea alba. Bekannt sind die Weiße Seerose, die Rosa Seerose und die Gelbe Seerose.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Seerose

Im Volksmund ist die Zierpflanze auch als Wasserlilie, Wasserrose und Teichrose bekannt. Die ausdauernde Pflanze gehört zur Familie der Nymphaeaceae (Seerosengewächse) und zur Gattung der Seerosen. Sie wächst in ganz Europa bis hin zum Uralgebiet und bevorzugt Altgewässer von Flüssen, Seebuchten und ruhige Teiche. Fließende und stehende Gewässer mit humosem Boden sind ein optimaler Nahrungslieferant.

Sie kann in Gewässertiefen bis zu drei Metern wachsen. Nährstoffreiche Gewässer bis zu 1,5 Metern Tiefe bieten optimale Wachstumsbedingungen. Verwendet werden die Samen, Wurzeln und Blüten. Die dunkelgrünen Blätter schwimmen auf der Gewässeroberfläche, die weißen und großen Blüten blühen über die gesamten Sommermonate. Die Blüten sind innen mit einem orangenfarbenen Blütenkern gefüllt und auch die Staubblätter leuchten satt Orangefarben.

Die Blüten erreichen einen Durchmesser von zwölf Zentimetern, sie duften angenehm, schließen sich zum Abend und bei feuchtem Wetter. Eine Wachsschicht auf den Blättern verhindert, dass Wasser in Blüte eindringt. Gesammelt wird in den Sommermonaten, wobei in Deutschland jedoch auf den Artenschutz hinzuweisen ist, da die Seerose unter Naturschutz steht.

Wirkung & Anwendung

Als Heilstoffe wirken Gerbstoffe, Gerbsäure und Alkaloide. Sie wirken blutstillend, beruhigend, antiseptisch, adstringierend, analgetisch, erweichend, sedierend und schmerzstillend. Innerlich angewendet hilft die Seerose gegen Husten, Bronchitis, Magenbeschwerden, Nierenerkrankungen, Mundschleimhautentzündungen, Blasenschwäche, Schlafstörungen, Herzschwäche, Kopfschmerzen und Angstzustände.

Innerlich wirkt Nyphaea alba gegen leichte Verbrennungen, Furunkel, Wunden und Abszesse. Umschläge, Bäder und Waschungen mit den Pflanzenbestandteilen des Wurzelstocks wirken positiv auf entzündete Wunden, leichte Verbrennungen und Abszesse. Ein Aufguss als Spülung verwendet eignet sich zur Anwendung bei Entzündungen im Mund. Ein Tee, zubereitet als Pulver aus dem Wurzelstock hilft bei Kopfschmerzen, Erkrankungen des Harnapparates und Husten.

Die Blüten der Seerose erreichen einen Durchmesser von zwölf Zentimetern, sie duften angenehm, schließen sich zum Abend und bei feuchtem Wetter.

Ein Tee, zubereitet mit einem Esslöffel getrockneter Blütenblätter pro Tasse geht gegen Unruhe- und Angstzustände vor. Das Nupharidin und die Alkaloide und der Gelben Teichrose (Nuphar luteum) stimulieren die Blutgefäße und die glatte Darmmuskulatur. Als Kräutermischung sind die Seerosenbestandteile auch in Apotheken oder Kräutershops erhältlich. In dieser Hinsicht ist jedoch unbedingt zu beachten, dass die Inhaltsstoffe der Seerose eine leicht toxische Wirkung zeigen, die Erbrechen, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen können.

Von einer eigenverantwortlichen Verwendung der natürlich belassenen und unverarbeiteten Pflanzenbestandteile ist daher abzuraten. Der sichere Weg ist, auf fertige Kräutermischen, Bachblüten oder Homöopathika zurückzugreifen. Die Homöopathie verwendet die Pflanzenbestandteile in stark potenzierter Form als Globuli oder Tabletten. Auf diesem Gebiet findet die mit der Weißen Seerose verwandte Wohlriechende Seerose (Nymphaea odorata) Verwendung. Die gängigen Potenzen sind D6 bis D30. Als Bachblütenessenz wird die Rosa Seerose verwendet. Beide Naturheilmittel stärken das innere Lebensgefühl, geben Kraft, den Alltag zu bewältigen und verzeichnen eine entspannende Wirkung.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Das Hauptalkaloid Nupharidin hat eine psychogene Wirkung und kann bei Verwendung der natürlichen Pflanzenstoffe Halluzinationen und ähnliche Rauschzustände wie Cannabis verursachen. Da die Seerose in Deutschland unter Naturschutz steht, findet sie mit ihren natürlichen Pflanzenbestandteilen in der Naturheilkunde keine Verwendung, weil das Sammeln demzufolge verboten ist. Menschen, bei denen die Vergabe des Homöopathikums oder Bachblüten der Weißen und Rosa Seerose indiziert ist, neigen zur Tagträumerei und sind poetisch veranlagt.

Sie fühlen sich schnell mit den alltäglichen Belastungen aus Familie und Beruf oft überfordert, sehnen sich nach Menschen, die sie beschützen, sich um sie kümmern und ihnen Entscheidungen abnehmen. Sie haben eine künstlerische und spirituelle Ader und sind eher nicht für wissenschaftliche und ökonomische Berufe geeignet. Sie sind zierlich gebaut und haben ein schwaches Immunsystem. Es fehlt ihnen an Energie und Tatkraft, Entscheidungen werden gerne herausgezögert.

Homöopathen empfehlen ihren männlichen Patienten Nuphar luteum (Gelbe Seerose) bei krankheitsbedingter und altersbedingter sexueller Schwäche, sowie bei Beschwerden mit dem Stuhlgang und chronischen Kopfschmerzen. Diese Patienten sind ruhelos, verzeichnen einen starken Leidensdruck und eine hohe Empathie. Wie unterschiedlich ein und dieselbe Pflanze bei verschiedenen Menschen und Beschwerdebildern wirken kann, zeigt, dass ein Homöopathikum aus der Seerose bei sehr unruhigen und aktiven Menschen auch bei sexueller Überreizung wirken kann.

Daher ist es wichtig, vor der Einnahme alternativer Arzneimittel das individuelle Beschwerdebild zu kennen beziehungsweise dieses von einem Homöopathen abklären zu lassen, um nicht in die Arzneimittelprüfung zu gelangen. Dies ist immer dann der Fall, wenn Homöopathika eigenverantwortlich und ohne die entsprechende Fachkenntnis eingenommen werden. Falsch eingenommene Arzneimittel können schlimmstenfalls das Beschwerdebild verschlimmern, sich kontraproduktiv auf weitere eingenommene Medikamente auswirken oder deren Wirkung aufheben.

Unerwünschte Nebenwirkungen, die sich schädlich auf die Gesundheit auswirken, treten ausschließlich bei bekannter Empfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe aus. In Form von homöopathischen Arzneimitteln und Bachblüten ist die Seerose jedoch unbedenklich, da Heilpflanzen anders als Medikamente aus der Schulmedizin wirken. Sie bestehen nicht aus einem künstlichen Wirkstoff, sondern liefern eine breite Palette verschiedener Pflanzenbestandteile mit unterschiedlichen Wirkungen.

Die meisten Pflanzen verzeichnen Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle, die sich nur dann gesundheitsschädlich auswirken, wenn diese Inhaltsstoffe in nicht isolierter Form mit dem menschlichen Organismus in Berührung kommen. Heilpflanzen wie die Seerose verzeichnen positive Nebenwirkungen, solange sie mit der richtigen Fachkenntnis angewendet werden.

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