Schweißausbrüche
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen sind Absonderungen der Schweißdrüsen in der Haut. Zumeist treten diese Schweißausbrüche unter den Achseln, auf der Stirn, auf den Hand- und Fußflächen im Genitalbereich, Brust und Bauch auf. Manche Menschen schwitzen aber auch sehr häufig auf dem Rücken.
Definition Schweißausbrüche
Schwitzen und Schweißausbrüche sind ein lebensnotwendiger Prozess, der vor allem zuer Wärmeregulierung des menschlichen Körpers dient. Wenn es heiss ist oder man sich stark bewegt, sorgt der Schweiß durch seine Feuchtigkeit für angenehme Abkühlung, sodass der Körper nicht überhitzt. Aber auch bei Aufregung, Angst und Nervosität kann es zu starken Schweißausbrüchen kommen. Weiterhin schützt der Schweiß auch vor Krankheitserregern.
Unnatürliches Schwitzen bzw. Schweißausbrüche sind dann gegeben, wenn der organismus mehr Schweiß absondert, als zur Wärmeregulation notwendig wäre. Dabei sind aber ca. 3 Liter Schweißbildung pro Tag noch normal, die vor allem Nachts abgesondert werden können.
Ursachen für Schweißausbrüche
In den Wechseljahren treten besonders bei Frauen, durch die hormonelle Umstellung, vermehrt Schweißausbrüche auf, die aber nach einer gewissen Zeit von allein verschwinden.
Die bekanntesten Schweißausbrüche stehen wohl in Verbindung mit Fieber und Schüttelfrost, die zumeist bei Infektionskrankheiten auftreten können. Aber auch Nebenwirkungen diverser Medikamente können Schweißausbrüche hervor rufen. Manchmal ist auch eine persönliche Veranlagung die Ursache für starkes Schwitzen.
Weiter unten finden sie ein Liste mit Krankheiten, bei denen Schweißausbrüche als Symptom aufreten könnnen.
Krankheiten mit Schweißausbrüchen
- Angina pectoris
- Koronare Herzkrankheit
- Übergewicht
- Wundstarrkrampf
- Angststörung
- Leukämie
- Lungenembolie
- Herzinfarkt
- Pilzvergiftung
- Tuberkulose
- Schilddrüsenüberfunktion
- Blinddarmentzündung
- Parkinson
- Wechseljahre
Behandlung von Schweißausbrüchen
Zumeist muss Schwitzen oder Schweißausbrüche nicht behandelt werden, da sie zum einen von kurzer Dauer sind oder nicht krankhafte Ursachen haben.
Treten die Schweißausbrüche jedoch sehr stark und immer wiederkehrend auf, so sollte ein Arzt konsultiert werden. Vor allem, wenn die Schweißausbrüche mit Schmerzen in der Brust- und Herzgegend auftreten, ist eine sofortige medizinische Untersuchung notwendig.
Leider gibt es bis heute noch keine gute Möglichkeiten durch Blutuntersuchungen die Gründe für das starke Schwitzen heraus zu finden, sodass die Befragung durch den Arzt (Anamnese) die bedeutenste Ursachenfindung ist. Der Arzt wird dabei wie lange das starke Schwitzen bereits besteht und unter welchen Umständen es wie oft und wie stark immer wieder auftritt.
Mit einem Stärke-Jod Test kann der Arzt dann den Bereich lokalisieren, bei der die Schweißdrüsen besonders stark arbeiten. Wieviel Schweiß in den Drüsen gebildet wird, kann durch die Gravimetrie bestimmt werden. Anhand dieser Messwerte kann dann festgestellt werden, ob die Schweißmenge überdurchschnittlich, also krankhaft ist, oder im normalen Bereich liegt.
Soll die Ursache behandelt werden, so sollte immer die dahinter stehende Krankheit zunächst behandelt werden. Weiterhin gibt es auch bei starkem Schwitzen, ohne Krankheitsursache, die Möglichkeit die Schweidrüßen durch Elektroanwendungen (Gleichstrom) zu besänftigen. Weitere medizinische Behandlungsmöglichkeiten sind: Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage), Blockierung der Nerven (Sympathektomie), Entfernung der Schweißdrüsen (Exzision) und die Injektion von Botulinumtoxin zur blockierung der Nervenbahnen bei den Schweißdrüsen.
Rezeptfreie Medikamente gegen Schweißausbrüche
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Hausmittel und Kräuter gegen Schweißausbrüche und Schwitzen
- Sitzbäder mit Eichenrinde haben sich bei Hämorrhoiden bewährt. Für ein Vollbad 1 Kilogramm Eichenrinde etwa 15 Minuten in einigen Litern Wasser aufkochen und dann den Absud dem Badewasser beifügen. Ein Eichenrindenbad hilft auch bei Hauterkrankungen, schlecht heilenden Wunden, empfindlicher Haut und Neigung zu starkem Schwitzen.
- Salbei und Salbeitee wirkt vermeindert die Produktion von Schweiß in den Schweißdrüsen.
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Weitere Infos
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schweißausbrüche?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Sander kommentierte am 30.10.2011 um 08:53 Uhr
Der Artikel über Schweißausbrüche ist sehr interessant, aber hat mir nicht viel geholfen. Ich war schon bei einem Arzt diesbezüglich. Aber er findet die Ursache nicht, obwohl ich wie verrückt schwitze. Ich muss mir nur im Kopf vorstellen, dass ich zur Arbeit gehe, schon bin ich pitsch-nass. Es fängt am Kopf an und verläuft dann abwärts. Über Sex brauche ich erst gar nicht reden, denn nach einer Minute schwitze ich so sehr, als wenn ich gerade unter der Dusche gewesen wäre. Am schlimmsten ist es außerdem noch, dass ich ein Problem mit meiner Potenz habe. Ob es auch damit zusammen hängt? In der Nacht ist es am stärksten, auch unter einer dünnen Decke. Ich schwitze wie eine Gießkanne. Weiterhin bin ich müde von dem ganzen Schweißausbrüchen und ich leide an Schlafstörungen. Meine Ehe steht deshalb schon kurz vor dem Aus. Was soll ich da nur machen? Ab und zu taucht gar der Gedanke auf, sich zu aufzuhängen und Schluss zu machen. Ich kann so nicht weiter leben! Wer kann mir da helfen? Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Tatterlise kommentierte am 07.12.2011 um 06:40 Uhr
Hallo Sander,
das kommt wieder in Ordnung! Sieh Dir mal meinen Kommentar zu "Zittern" an. Es klingt vertraut was Du sagst. Kopf hoch, das schaffst Du (ich war soweit wie Du) - wenns schwer geht, gehts bergauf! LG Tatterlise
evento kommentierte am 28.12.2011 um 17:16 Uhr
Ich fange eigentlich immer an zu schwitzen, sobald ich in eine U-Bahn oder in einen Bus steige. Schlimm ist es auch, wenn ich mich mit jemandem, den ich nicht kenne, unterhalten soll. Dann fange ich auch sofort an zu schwitzen. Wenn ich schlafen gehe, dürfen sich meine bzw. die Körperteile von meiner Frau nicht mit meinen berühren, weil die Stelle an denen sie aufeinander treffen einfach nur brennen. Manchmal bekomme ich es in der Bahn ganz gut in den Griff nicht zu schwitzen, indem ich mich ablenke, Musik höre oder einfach eine kalte Flasche bei mir führe. Obwohl ich denke, dass es nicht eine Krankheit ist, sondern einfach nur die Nervosität vor anderen Menschen, werde ich trotzdem einen Arzt aufsuchen, da es immer schlimmer wird und ich es langsam nicht mehr im Griff habe. Kennt vielleicht jemand einen Spezialisten in Hamburg?
manu kommentierte am 17.01.2012 um 09:56 Uhr
Ich leide seit Jahren unter schweren Schweißausbrüchen, obwohl ich schon sagen kann, dass ich immer schwitze. Ich habe schon alles ausprobiert, aber nichts hilft wirklich. Gibt es nicht irgend jemanden in dieser grossen Welt der mir helfen kann? Ich will nach Möglichkeit keine Medikamente nehmen. Für jede Info bin ich dankbar.
msk kommentierte am 13.03.2012 um 08:51 Uhr
Probiert mal Vagantin. 3 x tgl 1 Tablette. Das Mittel ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.
Mario kommentierte am 08.05.2012 um 21:07 Uhr
Ich habe ebenfalls Erfahrungen gemacht mit wiederkehrenden Schweißausbrüchen. Dabei ist es meist die Mischung aus verschiedenen Faktoren, wie starkes Schwitzen zusammenkommt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, was wichtig ist: 1. Psyche : Stress 2. Kleidung 3. Ernährung 4. Gewohnheiten
Es gibt verschiedene Mittel gegen Schwitzen. Unter anderem empfehle ich gerne Antitranspiranten, da es einfach die schnellste Lösung ist.
