Schwarze Johannisbeere

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Sie sind klein, rund und stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe, die roten, weißen und schwarzen Johannesbeeren. Die kleinen - mehr sauren als süßen - reifen Vital-Perlchen, hängen im Juni, Juli und August, wie Trauben an den Johannisbeersträuchern. Da die ersten Früchte meistens um den Johanni-Tag des christlichen Kalenders am 24. Juni reif sind, wurde ihnen der Name Johannisbeere gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die schwarze Johannisbeere?

Unter dem Gattungsnamen "Ribes" sind die Früchte bekannt. "Ribes rubrum" steht dabei für die Roten Johannisbeeren, "Ribes nigrum" für die Schwarzen Johannisbeeren.

Während die Roten und Schwarzen Johannisbeeren eigenen botanischen Arten zugeordnet werden können, sind die Weißen Johannisbeeren über Züchtungen aus den Roten Johannisbeeren entstanden. Ebenfalls rot sind die Früchte der Alpen-Johannisbeere, die für den Verbrauchergeschmack aber oftmals zu wenig fruchtig schmeckt und daher nicht konsumiert wird.

Durch Kreuzungen von der Schwarzen Johannisbeere mit der Stachelbeere ist die aromatische und deutlich größere Jostabeere entstanden. Zudem gibt es Ziersträucher, die botanisch den Speise-Johannesbeeren ähneln. Die einheimische Rote Johannesbeere war der Vorreiter für die Johannisbeeren und wurde bereits im späten 15. Jahrhundert kultiviert. Im 16. Jahrhundert folgte dann die ursprünglich aus Nordasien stammende Schwarze Johannisbeere.

Anwendnung & Verwendung

Die Schwarzen Johannisbeeren gehören zu den wertvollsten Früchten unserer Breitengrade. Auch wenn das Ernten und Handverlesen etwas länger dauert, als bei großen Früchten, so sind sie dennoch sehr beliebt.

Als Tiefkühlprodukt finden sie durch ihre einfache Handhabbarkeit in der Küche immer mehr Liebhaber. Als Obst pur, in Kuchen, Süßspeisen, Kompott, Nachtischvariation jeglicher Art oder als Saft und Smoothie findet die Schwarze Johannisbeere heutzutage vor allem Verwendung. Gerne wird die saure Frucht auch mit süßen anderen Früchten der Saison gemischt. Vor allem in Norden Deutschlands sind Johannisbeeren als Beerengrütze mit frischer Vanillesoße oder Vanilleeis eine sehr beliebte Nachspeise.

Die Schwarze Johannisbeere ist nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Heilmittel. Schon im 16. Jahrhundert beschreibt der damalige Botaniker und Mediziner Tabernaemontanus (Jakob Dietrich, 1520-1590) in seinem nieder geschriebenen Kräuterkundebuch die heilenden Wirkungen der schwarzen Johannisbeeren.

Bedeutung für Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Heute weiß man, dass Johannisbeeren richtige Powerbeeren sind. Sie zeichnen sich durch ihren überaus reichen Inhalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen aus. Vor allem die Gruppe der Flavonoide ist in großer Zahl vorhanden. Bisher sind rund 4.000 unterschiedliche Flavonoide weltweit bekannt. Flavonoide gehören zu der Übergruppe der Polyphenole. Polyphenole werden von wissenschaftlicher Seite als entzündungshemmend, antioxidativ, antimikrobiell, antithrombotisch und antikanzerogen eingestuft.

Vor allem die mögliche, tumorhemmende Wirkung ist für die Wissenschaft eine sehr wichtige Erkenntnis. Zudem wirken Polyphenole regulierend auf das Immunsystem, den Blutdruck und die Blutzuckerwerte. Die sekundären Pflanzenstoffe bieten der Schwarzen Johannisbeere somit ein großes Plus.

Da die ersten Früchte meistens um den Johanni-Tag des christlichen Kalenders am 24. Juni reif sind, wurde ihnen der Name Johannisbeere gegeben.

Schwarze Johannisbeeren sind zudem überaus reich an Vitamin C. Sie enthalten 130 mg des Vitamins auf 100 g Beeren. Vitamin C und die Flavonoide zusammen sind ein unschlagbares Team im antioxidativen Schutz vor sogenannten freien Radikalen aus der belasteten Umwelt. Zudem stärken beide das Immunsystem des Menschen in besonders aktiver Weise. Auch Vitamin A, E, B3 und B5 sind in größeren Mengen in den Powerbeeren enthalten. Außerdem sind die Beeren reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Mangan.

Somit fördern Schwarze Johannisbeeren den Zellstoffwechsel und die körpereigene Blutbildung, stärken die Hormonproduktionen und schützen die Schleimhäute. Die Muskeln und das Herz werden zudem in ihrer Tätigkeit durch die wertvollen Inhaltsstoffe unterstützt. Die Heilung auf Grund der wassertreibenden Wirkungsweise von Schwarzen Johannisbeeren ist auch bei Gicht und Rheuma bekannt.

Ebenso gibt es gute Erfahrung bei der Linderung von Keuchhusten, bei Heiserkeit und in Mitleidenschaft gezogener Stimme mit dem Saft der Schwarzen Johannisbeere. Dieser kann sowohl getrunken, als auch bei letzteren Symptomen nur als Gurgelmittel verwendet werden. Die enthaltende Gerbsäure in Schwarzen Johannisbeeren kann die Darmwände beruhigen und Durchfälle stoppen.

Und eine ganz wunderbare Wirkung haben Schwarze Johannisbeeren heute in einer oftmals von Stress und Hektik geprägten Zeit: sie wirken Nerven beruhigend und heben die Stimmung. Der alte Spruch "sauer macht lustig" ist bei Schwarzen Johannisbeeren auf Grund ihrer Inhaltsstoffe wirklich zutreffend.

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