Schulterblatt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 12. November 2016
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Das Schulterblatt ist der beweglichste Knochen des menschlichen Skeletts, aus dem eine Vielzahl an Muskeln und Bändern entspringt. Umso kritischer ist es daher, wenn das Schulterblatt von Verletzungen oder Erkrankungen heimgesucht und der Körper folglich starken Belastungen ausgesetzt wird, die umgehend behandelt werden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Schulterblatt?

Das Schulterblatt, welches in der Fachsprache auch als Scapula bekannt ist, stellt einen bedeutsamen Knochen des menschlichen Skeletts dar. Dabei ist das Schulterblatt in einer flachen, dreieckigen Form im Organismus vorzufinden, wobei es die Oberarme und den Rumpf miteinander verbindet und gleichzeitig den hinteren Teil des menschlichen Schultergürtels formt.

Die Hauptfunktion des Schulterblatts ist neben der Beweglichkeit der Oberarme ebenfalls deren Aufhängung sowie Befestigung am menschlichen Oberkörper. Zusätzlich stellen die Schulterblätter auch die Ausgangs- und Ansatzpunkte zahlreicher Muskeln und Bänder dar.

Durch extreme Belastungen oder Unfälle kann es zu Erkrankungen dieser Muskeln oder zu anderen Verletzungen im Bereich des Schulterblatts kommen, welche die Mobilität hemmen und daher umgehend versorgt werden müssen.

Anatomie & Aufbau

Ein Schulterblatt ist ein flacher Knochen in einer Dreiecksform, der sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite des menschlichen Oberkörpers vorhanden ist. Gemeinsam fügen sich diese beiden Schulterblätter zu dem sogenannten Schultergürtel des menschlichen Skeletts zusammen. Dieser Schultergürtel wird über die Schlüsselbeine mit dem Brustbein verbunden.

Desweiteren wird das Schulterblatt auf seiner Rückseite durch die sogenannte Spina scapulae untergliedert, welche eine Knochenleiste darstellt und auf der Vorderseite im sogenannten Akromion endet. Dieses setzt sich gemeinsam mit dem Schlüsselbein zum Schultereckgelenk zusammen, welches auch unter dem Begriff Akromioklavikulargelenk, kurz AC-Gelenk, bekannt ist. Unter dem Akromion endet mit dem Coracoid ein weiterer Fortsatz, der einen Ursprung zahlreicher Muskeln und Bänder darstellt, die das Schultereckgelenk stabilisieren.

Somit setzt sich das Schulterblatt aus einer Vielzahl von Muskeln und Sehnen zusammen, die für die Bewegung des Armes verantwortlich sind. Ein weiterer Bestandteil seitlich des Schulterblatts ist die Schultergelenkpfanne, die auch als Glenoid bezeichnet wird. In den Schultergelenkpfannen, welche auf jeder Seite je einmal vorhanden sind, sitzt zudem der Oberarmkopf.

Desweiteren setzt sich jedes Schulterblatt aus einer Obergrätengrube, einer in der obigen Mitte liegenden Schultergräte sowie der Untergrätengrube zusammen. Dazwischen ist zudem je eine Gelenkfläche für den Oberarm angebracht.

Funktionen & Aufgaben

Schematische Darstellung zur Anatomie der Schulter. Klicken, um zu vergrößern.

Als wichtiger Bestandteil des menschlichen Skeletts werden dem Schulterblatt eine Vielzahl an Funktionen zugeschrieben. Dabei ist es in erster Linie für die Befestigung des Oberarmes zuständig.

Ebenfalls entspringen zahlreiche Muskeln und Bänder aus dem Schulterblatt, welche für zentrale Bewegungsvorgänge von Bedeutung sind. Eine besonders wichtige Rolle spielt das Schulterblatt jedoch für die Aufhängung und Beweglichkeit des Armes. So dreht sich das Schulterblatt bei Armbewegungen nach innen mit, wenn diese über die Horizontale hinausreichen.

Zudem ist das Schulterblatt ein Ansatzpunkt der Rotatorenmanschette, welche eine Muskelgruppe umfasst, die für viele Bewegungsabläufe von großer Wichtigkeit sind. Aus diesem Grund wird das Schultergelenk auch häufig als das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers betitelt.

Krankheiten & Beschwerden

Durch schwere Unfälle oder Stürze kann es zu Verletzungen im Bereich des Schulterblatts kommen. Dabei kann ein Bruch des Schulterblatts entstehen, der jedoch nur selten operativ behandelt werden muss.

Bei besonders schweren Unfällen kann aber eine gleichzeitige Beschädigung des Schulterblatts und Schlüsselbeins vorliegen. Die dabei entstehende Instabilität der Schulteraufhängung erfordert in diesem Fall einen operativen Eingriff. Häufiger als Brüche sind jedoch Erkrankungen, welche die an das Schulterblatt ansetzenden Muskeln betreffen. Besonders häufig treten dabei Krankheiten wie das Impingement-Syndrom auf, bei welchem es zu einer Einschränkung des Gleitraums der Sehnen kommt.

Ebenfalls ist oft eine Rotatorenmanschettenruptur vorzufinden, bei der ein Riss einer Sehne des Schultergelenks vorliegt. Zu den dabei auftretenden Symptomen zählt neben einer eingeschränkten Armbeweglichkeit auch eine Kraftlosigkeit des Patienten. Zudem kann eine Lähmung des Musculus serratus anterior auftreten, welche sich in einem Abstehen des Schulterblatts äußert, das in der Medizin auch unter dem Fachbegriff Scapulta alata zusammengefasst wird.

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