Schlafstörungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Als Schlafstörungen und Schlaflosigkeit werden Störungen des natürlichen Schlafbedürfnisses genannt, die in regelmäßigen Abstanden und nicht vorübergehend auftreten.
Definition Schlafstörungen
Schlafstörungen treten häufig vorübergehend auf und sind damit noch nicht als eigentliche Störung anzusehen. Dabei unterscheidet man verschiedene Formen von Schlafstörungen. Zum einen gibt es die sogenannten Einschlafstörungen, die auch in Form von Durchschlafstörungen (Insomnie) auftreten können. Hierbei braucht der Betroffene meist mehr als eine halbe Stunde, bis er einschlafen kann.
Weiterhin können Störungen des Wach-Schlaf-Rhythmus (z.B. bei Jetlag oder Nachtschichten) und Schlafgebundene Störungen (Parasomnie) vorkommen. Zu letzteren zählt auch das Schlafwandeln, Zähneknirschen oder vermehrte Albträume. Zumeist resultiert aus diesen Formen dann eine verstärkte Tagesmüdigkeit, die durch die unzureichende Schlafmenge hervor gerufen wird.
Ursachen von Schlafstörungen
Daneben sind auch oft psychische Probleme Ursache für die Schlafstörungen verantwortlich. Vor allem Stress, berufliche Probleme, Existenzangst und Leistungsdruck führen immer häufiger bei Menschen zu Problemen beim Einschlafen.
Schlafstörungen können aber auch durch Krankheiten und Krankheitssymptome hervor gerufen werden. Dazu gehören zum Beispiel Depressionen und Schlafsucht (Narkolepsie).
Ebenso können Schnarchen, Drogen, Meidkamente, Kaffee und Alkoholkonsum zu Schlafstörungen führen. Schlussendlich können natürlich auch Lärm und helles Licht für Schlafprobleme sorgen.
Krankheiten mit Schlafstörungen
- Bluthochdruck
- Reizdarm
- Angststörung
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenunterfunktion
- Heuschnupfen
- Wechseljahre
- Burnout-Syndrom
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit)
- Affektive Störungen
Behandlung von Schlafstörungen
Bei lang anhaltenden Schlafstörungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dabei wird der Arzt vor allem durch ein intensives Gespräch mögliche psychische Gründe versuchen zu diagnostizieren. Ausserdem wird er eine körperliche Untersuchung vornehmen, um mögliche Erkrankungen auszuschliessen, die als Ursache für die Schlafstörungen in Betracht kommen könnten.
Zumeist wird dazu eine Untersuchung in einem sogenannten Schlaflabor durchgeführt und anschliessend ausgewertet. Wird dann festgestellt, dass Schnarchen oder Schlafapnoe die Ursache sind, so kann hierbei eine Schlaf- und Atemmaske helfen.
Bei Stress und psychischen Problemen sollte ein Facharzt oder Psychotherapeut in die Behandlung eingebunden werden. Dieser wird dann versuchen mit dem Betroffenen mögliche psychosomatische Störungen zu beseitigen. Parallel empfielt sich das Erlenen von Autogenem Training und anderen Entspannungstechniken.
Weiterhin sollte auf Rauchen, Alkohol und große Mahlzeiten besonders vor dem Schlafengehen verzichtet werden. Sport und Bewegung und viel frische Luft in der Natur regen therapierend den Stoffwechsel und den Kreislauf an. Dies wirkt überaus beruhigend und fördert ein schnelles und tiefes Einschlafen.
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Vorbeugung von Schlafstörungen
In der Regel kann man Schlafstörungen gut vorbeugen. Dazu ist es lediglich notwendig, sofern keine Erkrankung im Spiel ist, sich viel in der Natur zu bewegen und sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Dabei sollte aber auf große Portionen verzichtet werden, ebenso wie auf Alkohol und Nikotin. Trinken sie kein Kaffee oder schwarzen Tee und treiben sie Sport. Erlernen sie Entspannungstechniken, wie Autogenes Training. Versuchen sie sich Stress fernzuhalten und schieben sie, wenn es geht, Probleme nicht auf.
Hausmittel und Kräuter gegen Schlaflosigkeit und Schlafstörung
- Anis hilft gegen Blähungen, Hustenschleim, Asthma und Weißfluß und sorgt für guten Schlaf. Eine Handvoll Anis-Samen in eine Schüssel kochendem Wasser geben und den Dampf einatmen.
- Apfeltee gegen Schlaflosigkeit und Schlafstörungen: Einige Äpfel schälen und die Schalen trocknen lassen. Die getrockneten Schalen in Wasser aufkochen und nach Bedarf süßen. Vor dem Schlafengehen zwei bis drei Tassen von dem Tee trinken, ist ein gutes Hausmittel gegen Schlaflosigkeit.
- Baldrian wirkt ausgezeichnet gegen Schlaflosigkeit und ist unschädlich. Täglich abends vor dem Schlafengehen eine Tasse Baldriantee trinken oder einige Tropfen Baldrian auf einem Zuckerwürfel einnehmen. Für den Baldriantee nehme man 3 bis 4 Gramm Baldrian auf einen Liter Wasser und lasse es 5 Minuten kochen.
- Die Wirkstoffe des Baldrian beruhigen und wirken krampflösend. Ein Baldrianbad hilft bei Einschlafschwierigkeiten, Nervosität oder Stress. Auf ein Vollbad gibt man drei Esslöffel Baldriantinktur oder man lässt 8 bis 12 Eßlöffel Baldrianwurzeln in 3 Liter kochendem Wasser ziehen und gibt dieses dann in das Badewasser. Seine nervenberuhigende Wirkung macht dieses Bad auch zu einer Hilfe bei nervöser Haut.
- Bei Schlafstörungen hilft ein Aufguss mit Dill vor dem Zubettgehen.
- Hopfenblütentee, vor dem Schlafengehen getrunken, wirkt gegen Schlaflosigkeit.
- Etwa 1 bis 2 Kilo Kiefernsprossen in 5 Liter Wasser kurz aufkochen, ziehen lassen, abseihen und dem heißen Badewasser zusetzen. Ein ideales Bad bei Schlaflosigkeit, Erkältungskrankheiten und Rheumatismus. Im Volksmund werden Kiefernsprossen auch Latschenkiefern genannt.
- Bei Schlaflosigkeit trinken sie Tee, der folgendermaßen zubereitet wurde: Baldrianwurzeln, Melissenblätter, Pfefferminzblätter und Lavendelblüten zu gleichen Teilen mischen und mit kochendem Wasser überbrühen. Auf eine Tasse zwei Teelöffel der Mischung nehmen und ca. zehn Minuten ziehen lassen. Dann schluckweise trinken.
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