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Schimmelpilzallergie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Schimmelpilzallergie

Eine Schimmelpilzallergie ist eine allergische Reaktion auf Sporen der Schimmelpilze. Zumeist treten diese Schimmelpilze in feuchten Wohnungen oder Häusern auf, sie können aber auch in alten Lebensmitteln oder Textilien (z.B. Gardinen) vorhanden sein. Eine erfolgreiche Behandlung gegen diese Form der Allergie ist nur möglich, wenn der Wohnraum komplett saniert und vom Schimmelpilz befreit wird.

Inhaltsverzeichnis

Definition Schimmelpilzallergie

Die Schimmelpilzallergie gehört zum Wirkungskreis der Hausstauballergie und kann einer ihrer Auslöser sein. Es liegt eine allergische Reaktion des Menschen auf die Sporen von Schimmelpilzen vor, die es nahezu in jedem Haushalt in geringer Menge gibt.

Die Schimmelpilzallergie kommt allerdings nur dann zustande, wenn in der Wohnung ausreichend Schimmel vorhanden ist und das Immunsystem des Menschen darauf sensibilisiert ist.

Ursachen für Schimmelpilzallergie

Eine Schimmelpilzallergie setzt voraus, dass der Patient über längere Zeit Schimmelpilzen ausgesetzt ist. Die häufigsten Arten sind Aspergillus, Alternaria und Cladosporium. Feuchte Wohnungen mit schlechter Isolierung oder längerfristigen Schimmelproblemen sind besonders gefährlich. Wenn der Patient den Schimmelpilzsporen für längere Zeit ausgesetzt ist, kann sich eine Sensibilisierung des Immunsystems gegen die Sporen ergeben und es treten typische allergene Symptome aus.

Laufende Nasen und häufiges Niesen sowie gerötete Schleimhäute gehören zu den häufigsten Symptomen, in besonders schweren Fällen treten sogar asthmatische Anfälle auf, die zur Einweisung ins Krankenhaus führen. Die Schimmelpilzallergie kann allerdings auch schon von Geburt an vorhanden sein und sich zeigen, sobald sich in einem Gebäude ernsthafte Probleme durch Schimmel zeigen.

Symptome

Krankheitsverlauf Schimmelpilzallergie

Bei einer Schimmelpilzallergie kommt es bereits kurz nach dem Kontakt mit Schimmelpilzsporen zu ersten Symptomen, die gleichbleibend sind und sich höchstens noch dadurch verschlechtern können, dass der Patient mit weiteren Sporen in Berührung kommt. Die Symptome der Krankheit zeigen sich innerhalb der ersten Sekunden oder Minuten nach dem Kontakt dort, wo er stattgefunden hat. Da die Pilzsporen in der Regel durch die Luft getragen werden, macht sich die Schimmelpilzallergie unmittelbar bemerkbar durch Fließschnupfen, Niesen, Atemnot oder asthmatische Anfälle.

Die Abfolge dieser Symptome kann sich steigern: Zunächst zeigen sich nur die leichtesten Anzeichen, doch je länger der Kontakt andauert, desto schwerer werden sie. Die Heftigkeit der Symptome hängt einerseits von der Menge an Sporen ab, denen der Patient ausgesetzt ist, andererseits aber auch der Zeitspanne, über die sich die Kontaminierung des Wohnraums mit gefährlichen Schimmelpilzen bereits erstreckt.

Bei einigen Patienten zeigen sich auch Rötungen der Haut, die jucken oder schmerzen können, wenn die Haut mit den Schimmelpilzsporen in Berührung kommt. Die Schimmelpilzallergie ist nicht die einzige Erkrankung, die sich durch Schimmelpilzen ergeben kann - mit der Zeit können aus Symptomen chronische Zustände entstehen.

Behandlung von Schimmelpilzallergie

Die einzig richtige und sinnvolle Behandlung der Schimmelpilzallergie besteht darin, den Wohnraum des Patienten schimmelfrei zu halten. Vorher muss allerdings noch diagnostiziert werden, ob es sich tatsächlich um eine Schimmelpilzallergie handelt - dies geschieht durch einen Allergietest, der beim Hausarzt durchgeführt werden kann. Anschließend muss im Wohnraum die Schimmelquelle lokalisiert und entfernt werden.

Gelegentlich sind es feuchte Wände oder Fensterfugen, manchmal geht die Allergie auch mit dem Lebensstil des Patienten einher. Zimmerpflanzen sind beispielsweise für eine Schimmelpilzallergie nicht förderlich, da die Erde gelegentlich anschimmeln kann. Küchenabfälle sollten von Patienten mit Schimmelpilzallergie niemals liegen gelassen werden, denn auch das begünstigt das Auftreten allergener Symptome.

Um dem Auftreten der Allergie auch künftig entgegenzuwirken, muss die Behandlung und Vorbeugung vor allem in der sachgemäßen Reinigung des Kühlschranks und aller anderen Teile der Einrichtung bestehen, in denen sich Schimmel entwickeln kann.

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